KLICKE HIER (schalte bitte deine Lautsprecher ein) UND BEKOMME EINEN EINDRUCK VON "LEISEN" ZIVILFLIEGERN IM LANDEANFLUG CA. 20 KM VON DER LANDEBAHN ENTFERNT.  Zwei der Aufnahmen wurden im Sommer 2004 ca. 20 Km östlich von Billund auf einem Campingplatz gefilmt. Eine Aufnahme im Legoland neben dem Flughafen zeigt einen startenden zivilen Jet.
KLICKE HIER (schalte bitte deine Lautsprecher ein) UND BEKOMME EINEN EINDRUCK VON LÄRMBELASTUNG IN DER NÄHE EINES FLUGHAFENS.  Dieser Filmreport zeigt, was Fluglärmterror für die Lebens(un)qualität der Bevölkerung bedeuten kann.

Nach dem derzeit gültigen Fluglärmgesetz von 1971 müssen erst bei energieäquivalenten Dauerschallpegeln von 67 dB(A) Einschränkungen der baulichen Nutzung hingenommen werden. Diese Werte sind nach Erkenntnissen der Lärmwirkungsforschung deutlich überholt. Das Umweltbundesamt hat in einer Studie zu Fluglärmwirkungen folgende Lärmbelastungsbereiche vorgeschlagen, die bei Neu- oder Ausbauten berücksichtigt werden sollten:

Bei Fluglärmbelastungen von 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts wird die Grenze zu erheblichen Belästigungen erreicht.
Bei Fluglärmbelastungen von 60 dB(A) tags und 50 dB(A) nachts sind aus präventivmedizinischer Sicht Gesundheitsbeeinträchtigungen zu befürchten.
Bei Fluglärmbelastungen oberhalb von 65 dB(A) tags und 55 dB(A) nachts sind Gesundheitsbeeinträchtigungen in Form von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erwarten.
(Quelle UBA, Ortscheid, Wende 2001)

Die GZNJ ist der Überzeugung, dass die militärische Nutzung durch ihre Extrembelastung gerechnet auf den gesamten Tag schon einen erhöhten Dauerschallpegel verursacht. Somit wäre für zusätzliche zivile Flugbewegungen keine Toleranz vorhanden.

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Urlaub in Deutschland dem Klima zuliebe?

Bahn fahren oder lieber in die Ferne fliegen? "Wer etwas für den Klimaschutz tun will, sollte Flugreisen vermeiden und in Deutschland Urlaub machen", sagt Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Auch nach Ansicht von Renate Künast (Bündnis90/Die Grünen) sollten die vielen Urlauber auf dem Boden bleiben und die Ferien hierzulande genießen. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) appellierte sogar an die Deutschen, eine freiwillige Abgabe für Flüge zu zahlen. Damit sollen Klimaschutzprojekte finanziert werden. "Man kann Urlaubern nicht verdenken, wenn sie die günstigen Flugangebote nutzen. Hier trägt auch die Politik eine Mitverantwortung, die um Billigflieger gebuhlt und ihnen großzügig Flughäfen zur Verfügung gestellt hat“,  sagt dagegen Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Tourismusagentur Schleswig-Holstein (Tasch). Was ist mit Ihnen — würden Sie für den Klimaschutz hierzulande Urlaub machen? (Internet-Umfrage am 06.03.07 des SHZ zeigte, dass über 85% der Befragten auf Flugreisen verzichten wollen, da die CO2-Belastung durch Flugzeuge zu groß ist!) von der Website des SHZ am 06.03.2007+++In der Sonntagsausgabe des SHZ konnte man am 04.03.07 folgenden Artikel zur Klimaveränderung über S.-H. lesen: (zum Artikel)+++Trotz der Klimadiskussion propagiert die Airgate-SH ihr Projekt in der Märzausgabe der IHK-Zeitung! (zum Artikel)

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Die Airgate-SH versucht die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass ein paar zivile Flugbewegungen einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Region bedeuten werden.

Gegen acht Flugbewegungen am Tag mit relativ leiseren zivilen Jets wird kaum jemand etwas haben können, wenn dieser Umstand wirklich mit der Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze einher ginge. Man bedenke auch, dass die Airgate-SH die schon vorhandene Infrastruktur mitsamt den militärischen Mitarbeitern nutzen will !  Somit dürfte die Anzahl der entstehenden neuen Arbeitsplätze recht begrenzt sein. 

("Hintergrund: Der Flughafen Lübeck hatte im Jahr 2004 ein Aufkommen von rund 600 000 Passagieren und beschäftigt zur Zeit etwa 60 Mitarbeiter. Das Unternehmen erwirtschaftete 2004 einen Umsatz von 2,4 Millionen Euro und einen Verlust in einer Größenordnung von 3,5 Millionen Euro - inklusive Zinsen und Abschreibungen", lt. Text-Nummer: 9994   Autor: Presseamt Lübeck / red   vom 14.04.2005 14.45).

Da die einseitige Darstellung der Airgate-SH jedoch unrealistisch wirkt und die Wirtschaftlichkeit des "kleinen aber feinen" Flugplatzes in der Öffentlichkeit nicht mit einem Business-Plan belegt wird, muss man von dem ursprünglich angedachten schlimmsten Fall ausgehen. Auszüge aus dem Mitbenutzungskonzept der Airgate-SH (klick!)

Aus diesem Grund ist es uns unerklärlich, wie verantwortliche Entscheidungsträger in diversen betroffenen Gemeinden unkritisch das Mitbenutzungskonzept der Airgate-SH gut heißen können, zumal sie durch unsere Aufklärungsarbeit der vergangenen Jahre eine ausreichende Basis für ihre Meinungsbildung haben müssten.

Deshalb gibt es für uns nur folgende Entscheidung:

Ein "kleiner aber feiner" Flughafen - kombiniert mit der ohnehin schon belastenden militärischen Flugaktivität, welche sich gerade so ertragen lässt - erscheint nicht überzeugend das geplante Investitionsvolumen von über 50 Mio. Euro rechtfertigen zu können.

Ein ziviler Flugbetrieb größeren Ausmaßes - kombiniert mit den militärischen Tätigkeiten - wäre für unsere Region nicht zu verkraften..

Klicke hier:   Ein- und Abflugschneisen       Berechnungen zu den Flugbewegungen

 Klicke bitte hier und untermale die Bilder mit Gitarrenmusik von Michael Dossow aus Fahrdorf ! 

Folgende Bilder von Sönke Morsch aus Brekendorf zeigen ein schönes Stimmungsbild der "Noch-nicht-Einflugschneise-Schlei".

 

Beachte bitte auch folgende Links, welche ebenfalls die Schönheit und die Notwendigkeit von Ruhe in dieser Region verdeutlichen:

www.schlei-region.de

www.schlei-online.de

www.kappeln.de

www.schlei-ostsee-urlaub.de

www.schlei.info

www.arnis.de

www.ostseefjord-schlei.de

Diese Bilder aus der Fotogalerie des "Tourismusvereins für Schleswig & Schlei e.V." erweitern den Eindruck.

 
 

Deshalb glauben wir nicht den beschönigenden Argumenten der Airgate-SH und sind generell gegen die zivile Mitbenutzung des Nato-Flugplatzes Jagel, da wir die Vernichtung von Arbeitsplätzen im Tourismusbereich und die Abwanderung jener Bevölkerung befürchten, welche mit ihrer Kaufkraft unsere Region am Leben erhält.

Bei der Bezuschussung des Vorhabens durch die öffentliche Hand kämen Belastungen auf unser durch leere Kassen gebeuteltes Land und die Gemeinden zu, welche wir nicht für vertretbar halten.

Fazit:

>> Sollte der Flughafen nicht defizitär betrieben werden, dann wäre er in einer Größenordnung, welche unsere Region nicht verkraften könnte.

>> Wäre die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens nicht gewährleistet (siehe Weidleplan-Gutachten auf dieser Seite), würden evtl. Steuergelder sinnlos verschleudert, welche besser für die Stärkung der Region verwendet werden sollten. (siehe auch folgenden Link: http://www.zivilflughafen-lechfeld.de/presseerklaerungen/20040902_Wirtschaftlichkeit_von_ Lagerlechfeld.pdf )

Die folgende "Beute" einer Internetrecherche verrät einem, vor welchen finanziellen Problemen die Airgate steht. Unterstellen wir, dass direkte Subventionen von der Airgate an Fluglinien nicht zu zahlen wären (was nur schwer vorstellbar ist (s.u.)), ergibt sich eine Finanzierungslücke in der Betriebsphase:
Nach den Angaben (s.u.) zahlt eine Irische Fluglinie angeblich 2,18 € pro
Passagier. Rechnen wir für die Airgate positiv und verteilen diesen Betrag für
j e d e n Fluggast (also 2 x, da er wegfliegt und wiederkommt):

62.000.000 € nur für die Infrastruktur auf dem Fliegerhorst - finanziert über KG-Anteile oder Darlehen - bei 5 % p.a. = rd. 3.100.000 € p.a. Zinsaufwand

62.000.000 € an Infrastruktur bei unterstellter Nutzungsdauer von 10 - 20 Jahren = rd. 4.650.000 € Afa (Mischkalkulation) = rd. 7.750.000 € Fixkosten p.a. ohne Nutzungsentgelte an die Luftwaffe, ohne Personal, ohne laufende Betriebskosten (Strom, Wärme, Wasser, Abwasser, pp.)

Bei 6 Maschinen täglich und 100 %iger Auslastung, 250 Betriebstage = 300.000 x 2 = 600.000 Fluggäste x 2,18 = 1.308.000 = rd. 1,4 Mio. €

Fazit: mindestens 5 Mio. € jährlicher Verlust!!!

Wer sich vergleichbare Fälle anschaut wird feststellen, dass immer die öffentliche Hand die dann geschaffene Infrastruktur übernehmen musste (Kreis, Umlandkommunen, Land). Das Verhalten der Airgate erscheint nicht plausibel und "wenig" seriös... Was plant die Airgate tatsächlich? Welche Einnahmequellen haben wir übersehen?

Gegenüberstellung der "Subventionen" für Ryanair
am Flugplatz Hahn und dem Rest der Welt
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Flugplatz Hahn
... trotz der kräftigen Rabatte, die Ryanair bei Start-und Landegebühren
aushandelt.
...
Der Flughafen Hahn verdient am Fliegen keinen Pfennig. "Ein Plus mache man im
Hunsrück lediglich durch den Verkauf von Zeitschriften und Brötchen.

(Hunsrücker Zeitung vom 22.10.2002
Kompletter Bericht

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Flugplatz Hahn
Kurt Beck (Ministerpräsident Rheinland-Pfalz) :
... Das alles erreiche man "ohne unzulässige Dumpingpreise" in einer "sauberen
Wettbewerbsposition". Deshalb habe er überhaupt kein Verständnis für
"Ambitionen, uns die Europäische Kommission auf den Hals zu hetzen" ...

(Tacheles Regional vom 14.11.2003
Kompletter Bericht

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Flugplatz Hahn:
Zu angeblich keinen Start- und Landegebühren für Ryanair:
Tatsächlich entrichteten die Iren pro Passagier immerhin eine Gebühr von 4,35
Euro.

Die Gebühren sind von der Landesregierung so genehmigt worden und gelten für
jede Airline, die ab Hahn fliegt

(Spiegel, Ausgabe 07/02)
Kompletter Bericht

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Flugplatz Hahn:
Zweitens fallen bei kleinen Flughäfen geringere Gebühren an: An den Flughafen
Hahn zahlt Ryanair pro Passagier nur 2,18 Euro, in Frankfurt am Main wären es
8,26 Euro.
(Süddeutsche Zeitung vom 13.09.2002)

Kompletter Bericht

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Flugplatz Hahn:
Für eine vollbesetzte 737-800 bezahlt O`Leary weniger als die Hälfte der
Gebühren, die in Rhein-Main fällig würden.

(Financial Times Deutschland vom 29.01.2002)
Kompletter Bericht

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Flugplatz Hahn
Weil das Land Rheinland-Pfalz besondere Unterstützung für die Fluggesellschaft
an das Erreichen des Ziels "eine Million Passagiere pro Jahr" gekoppelt habe,
treffe ein Rückgang der Kunden Ryanair doppelt.

(Kölner Stadtanzeiger vom 18.09.2002
Kompletter Bericht

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Rest der Welt
Flughafen Lübeck:
für jeden ankommenden Passagier fünf Euro an die Iren zu zahlen.
weitere 300 000 Euro würden für jede einzelne Fluglinie fällig, zahlbar
in drei
Jahresraten zu je 100 000 Euro.
500 000 Euro berechnet Ryanair für das Einrichten des Drehkreuzes.
Die Gesellschaft verlangte kostenlose Büroräume und 500 Quadratmeter Land zum
Nulltarif für den Bau eines Hangars.
Zusätzlich sollte das Sozialministerium in Kiel für jedes der drei in
Lübeck zu
stationierenden Flugzeuge je eine Million Euro Beihilfe für die Ausbildung der
Crew zahlen.
(Lübecker Nachrichten vom 3.11.2003)
Kompletter Bericht

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Flughäfen in Bydgoszcz, Gdansk (Danzig), Lodz, Szczecin (Stettin) und Rzeszow
(Polen):
..
7,5 Mio. Zloty (1,91 Mio. Euro) für Werbebanner

(Wirtschaftblatt Online Österreich vom 03.10.2005)
Kompletter Bericht

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Flughafen Santander (Spanien):
..
EUR 1,2 million a year for three years

(Luchtzak vom 18.10.2004)
Kompletter Bericht

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Flughafen Gerona (Spanien):
..
EUR 6,2 million a year for two years

(Luchtzak vom 18.10.2004)
Kompletter Bericht

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Flughafen Reus (Spanien):
..
das gleiche zu zahlen, wie sie an Ryanair zahlt, nämlich fünf Millionen Euro,
zahlbar mit einer Million pro Jahr.

(Taragoner Tageblatt vom 19.12.2003)
Kompletter Bericht

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Flughafen Tampere (Finnland):
..
Ryanair Holdings plc, Dublin, steht wieder auf dem Prüfstand der EU-Kommission
wegen eines Abkommens mit dem finnischen Flughafen Tampere

(Vereinigte Wirtschaftsdienste vom 07.10.2005)
Kompletter Bericht

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Flughafen Straßburg:
- route development payment
- annual promotional/marketing payment
- further annual promotional/marketing payment

(UECNA Union Européenne contre les Nuisances des Avions vom 22.05.2003)
Presseerklärung DFLD

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Die Straßburger Industrie- und Handelskammer (CCI) bezuschusst den irischen
Billig-Flieger nach Angaben von Air France jährlich mit mehr als 1,4 Millionen
Euro.

(Freie Presse Online vom 26.11.2002)
Kompletter Bericht

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Der Vertrag von Ryanair mit dem Flughafen Straßburg

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Flughafen Brüssel-Charloroi:
Danach stellt der Flughafen nicht nur alle Räumlichkeiten gratis zur
Verfügung,
verlangt nur die halben Landegebühren und ein Zehntel der üblichen
Abfertigungskosten. Charleroi zahlt jährlich auch noch 250 000 Euro für die
Hotelübernachtungen der Ryanair-Crews, 768 000 Euro für die Ausbildung der
Piloten und Stewardessen, 160 000 Euro für jede neue Linie, die Ryanair von
Charleroi aus eröffnet und übernimmt auch Ryanairs Werbekosten in und um
Charleroi in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Eine besonders heikle Klausel
verpflichtet den Flughafen sogar, eventuell anfallende Verluste von Ryanair zu
übernehmen.

(Berliner Zeitung vom 29.10.2003)
Kompletter Bericht

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Dort sind die Flughafenkosten für Ryanair reduziert worden. Die
Luftraumkontrolle wird teilweise von der Region Wallonien bezahlt,
Büros werden
zur Verfügung gestellt, Subventionen für die Anlaufkosten neuer Flugstrecken
zugesichert, Kostenbeteiligung bei der Ausbildung des Personals vereinbart.
Presseberichten zufolge soll Ryanair auf diese Weise Subventionen in
Höhe von 11
Millionen Euro jährlich erhalten.

(Luxemburger Tageblatt vom März 2002)
Kompletter Bericht

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The airport charges the airline only one euro per passenger in landing
rights -
half the normal charge - and one euro per passenger for ground-handling -
one-tenth the official rate.

(Buisiness Times vom 22.09.2003)
Kompletter Bericht

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Flughafen Klagenfurt:
Für Einrichtung einer Flugverbindung nach Stansted forderte Ryanair für zehn
Jahre jährlich 580.000 Euro als Marketingbeitrag

(Kleine Zeitung Kärnten vom 29.01.2002)
Kompletter Bericht

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Flughafen Linz
Konkret geht es um 360.000 Euro, die Ryanair per anno drei Jahr will

(Oberösterreichische Nachrichten vom 25.09.2002)
Kompletter Bericht

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Flughafen Bergerac
Bergerac's mayor, Daniel Gareeg, said his town is prepared to spend 550,000
euros ($598,015; £371,831) a year to keep the service running.

(BBC vom 15.03.2003)
Kompletter Bericht

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Grenoble, Marseille, Toulon:
Grenoble airport authorities refused the conditions requested by the airline.
Marseilles and Toulon refused similar requests in the recent past. Ryanair
asked for cancellation of airport fees and for an allowance for each
passenger."

(Luchtzak.be)
Komplette Meldung

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Euro-Airport:

The Irish carrier didn't want to spend more than Euro 10, and that would have
covered all the charges and costs, including flight safety, passenger
handling,
landing taxes.
If Ryanair had set up a base here, the margin would have been only 5 Euro.

(Basler Zeitung vom 18.08.2003)
Kompletter Bericht

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Aarhus (Dänemark):

The airport allegedly charges Ryanair only half the fees it charges other
airlines.

(Travel-Lists UK vom 16.09.2003)
Kompletter Bericht

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Flughafen Söllingen
50.000 Marketingzuschuss und 2,85 Euro je Passagier - Gesamtvolummen:260.000
Euro/Jahr

(Stuttgarter Zeitung vom 25.09.2003)
Kompletter Bericht

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Flughafen Halle/Leipzig:
Ryanair habe für eine Vertragsdauer von 15 Jahren jährlich zwei Millionen Euro
an Subventionen gefordert, sagte Stein.

(Mitteldeutsche Zeitung vom 06.09.2002)
Kompletter Bericht

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Knapp 4 Euro für jeden Passagier. Diese Subvention hatte der irische
Billigflieger vom Flughafen Leipzig-Halle gefordert.

(Thüringische Zeitung vom 08.08.2003)
Kompletter Bericht

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Flughafen Berlin-Schönefeld:
Eine Ryanair-Basis in Schönefeld sei ausgeschlossen, weil der irische
Low-Cost-Carrier unakzeptable Sonderkonditionen vom Flughafen fordere.

(Welt vom 03.05.2005)
Kompletter Bericht

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Flughafen Zweibrücken
Ryanair hat nach Angaben Schmitts bei den Verhandlungen Anfang 2001
einen Betrag
von 100 Euro für Start und Landung einer Boeing B 737-400 geboten. Marktüblich
sei ein Preis von bis zu 1800 Euro.

(Rheinfalz Online vom 11.04.2002)
Kompletter Bericht

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Flughafen Hannover
Nach Angaben der Geschäftsführer Gert Hennighausen und Heinz Eisenberg
hätte der
Flughafen nach den Vorstellungen von Ryanair für jeden Passagier draufgezahlt.

(Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 03.02.2003)
Kompletter Bericht

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Flughäfen Paderborn, Dortmund, Münster-Osnabrück, Mönchengladbach:
Für eine Boeing 737, die auch zum Bestand der Ryanair-Flotte gehört, müssen in
der Regel etwa 3000 Euro pro Umlauf bezahlt werden, damit die Airports einen
knappen Gewinn verbuchen können. Ryanair soll angeblich aber nur rund 350 Euro
bieten.

(Welt vom 23.06.2002)
Kompletter Bericht

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Flughäfen Bremen, Cuxhaven und Hamburg
Gescheitert ist der Plan in Bremen letztlich an den Flughafenentgelten.
Ryanair
sei nicht bereit gewesen, "kostendeckend" Gebühren zu zahlen.

(Bremer Tageszeitung vom 11.11.2002)
Kompletter Bericht

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Flughafen Münster-Osnabrück:
Was Ryanair darunter versteht, konnte kürzlich der Flughafen Münster/Osnabrück
erfahren; Dort wollten die Iren nicht nur keine Gebühren zahlen, sondern vom
Flughafen noch 7,50 Mark pro befördertem Passagier kassieren

(Hamburger Abendblatt vom 23.04.1999
Kompletter Bericht

                Presse-Erklärung nach Vereinsgründung                    Zusatzinformation zur Problematik

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Jagel/Selk 07.06.2006  - Informationsveranstaltung zur ziv. Nutzung Jagels

Arne Hansen hatte im Namen der CDU-Mittelstandsvereinigung zu einer Informationsveranstaltung zur ziv. Nutzung Jagels eingeladen.

Hierbei wurde erwähnt, dass wohl etwa 12 Drohnen ab dem Jahre 2009 stationiert werden.

Anwesend waren Vertreter der Airgate-SH, des Fördervereins der Airgate-SH, interessierte potentielle Investoren - z.T. aus dem Kieler Raum, ein Repräsentant von Otto Stöben-Immobilien, 7 GZNJ-Mitglieder - eingeladen als "Sekundärgäste" durch ein bei uns organisiertes CDU-Mitglied.

Zuerst erfolgte eine Besichtigung des Militärflughafens in einem zivilen, extra gemieteten Bus mit Vortrag durch den Kommodore.

Während des weiteren Gespräches im Quellental in Selk nach einem "neuen" Power-Point-Vortrag" durch die Airgate-SH, "outete" sich ein Repräsentant des bisher nicht erwähnten Großinvestors gegenüber den Mitgliedern der GZNJ.

Demzufolge soll die Allianz-Gruppe mit der Tochter "ACP" - Allianz Capital-Partners - mit einem größeren Millionenbetrag an dem Projekt Jagel interessiert sein.

Zitat sinngemäß: "Dort ist soviel Geld für Investitionsobjekte vorhanden, davon kann der deutsche Staat nur träumen! Die müssen ihr Geld irgendwo unterbringen!"

Bei der Power-Point-Animation wurde deutlich, dass z.B. das Terminal "...bis auf die letzte Schraube..."(Zitat G. Blankenagel von der Airgate) geplant sei. Es existieren Detailpläne des gesamten Vorhabens bis zum Kreisverkehr mit sämtlichen Daten!

Man räumte ein, dass Fluggesellschaften hauptsächlich Interesse an den sogenannten MRO-Diensten (Wartung, Reparatur und Überholung der Flugzeuge) interessiert sind.

Außerdem wurden Luftrettungsdienste und Logistik-Leistungen angesprochen. Charterbetrieb sollte nach etwa 4-5 Jahren eine Dimension erreicht haben, dass man mit "schwarzen Zahlen" rechnen kann.

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SN vom 08.04.06:

Dass eine zivile Mitnutzung des Flugplatzes Jagel Arbeitsmarkt und Tourismus beleben könnte, beurteilten von Gerlach, Görs und Fuhrmann vorsichtig optimistisch. Lütkes hingegen verwies auf ein neues Gutachten zu deutschen Regionalflughäfen mit der Aussage, dass sich dieser Typ Airport nicht rechnen würde.

FlA vom 08.04.06:

Bogislav-Tessen von Gerlach wie auch Olaf Fuhrmann sprachen sich für eine zivile Mitnutzung Jagels aus, weil sie "möglicherweise" Menschen Arbeit biete. Auch Andreas Görs sah darin eine "riesengroße Chance" für die Region. Er sah aber auch die Gefahr, dass die Urlauber sich dann nicht mehr wohlfühlen könnten. Er sei gespannt auf das in Kürze vorliegende Wirtschaftlichkeitsgutachten. Anne Lütkes sprach sich dagegen aus, "mit Illusionen Politik zu machen". Untersuchungen belegten, dass Regionalflughäfen sich nicht rechneten. Sie bedeuteten eine große wirtschaftliche Gefahr und ökologische Belastung, gab sie zu bedenken.

SHZ, 04.12.09:

Der Tourismus beschert der Schleiregion einen Gesamtumsatz in Höhe von 386 Millionen Euro netto pro Jahr. Das sichert 10 300 Vollzeitarbeitsplätze und sorgt für Steuereinnahmen in Höhe von 9,64 Millionen Euro. So geht es aus der bisher umfassendsten Studie zur Wertschöpfung des Fremdenverkehrs in der Region hervor.

 

Gemeinsam unterstützter Landratskandidat der Kreis-CDU und -SPD(...) von Gerlach "gestand ein, für die zivile Mitnutzung von Jagel zu sein. Die Chance, dass privates Kapital dort hineinfließe, müsse ergriffen werden. „Sie kommt nur einmal.“ (SN, 30.03.06)

(...)Das Publikum sprach den Kandidaten (Görs, Anm. Webred.) auf Großprojekte wie den geplanten Zivilflughafen Jagel an. „Ich stehe dieser Entwicklung sehr offen, aber auch neutral gegenüber“, antwortete er. Man müsse abwägen zwischen den Bedürfnissen der Wirtschaft und der von Bürgern befürchteten Verringerung der Lebensqualität. Görs verwies auf einen Kreistagsbeschluss aus dem vergangenen Jahr, in dem die Einrichtung eines Zivilflughafens grundsätzlich befürwortet worden war. In seinem Eingangsstatement hatte Görs zuvor betont, den Tourismus in der Region stärken zu wollen. Er wolle dazu beitragen, mehr Gäste in das Kreisgebiet zu locken. Dabei müsse es darum gehen, „unsere Natur zu erhalten, nicht sie zu zerstören.“ (SN, 29.03.06)

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Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, BVF, Germanwatch, ROBIN WOOD und VCD:

Fliegen schadet Klima stärker als bisher angenommen / Umweltverbände fordern Warnhinweise auf Flugtickets

Berlin, 12.03.04: Umweltverbände haben heute beim Auftakt der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin vor Klimaschäden durch den Flugverkehr gewarnt. Die Gefahr werde weithin unterschätzt. KlimaschützerInnen verteilten Postkarten im Design der Warnhinweise auf Zigarettenschachteln an das Messepublikum: "Fliegen verursacht tödliche Klimaschäden" und "Ihr Bahnschalter oder Ihr Reisebüro kann Ihnen dabei helfen, das Fliegen aufzugeben" stand darauf zu lesen. ROBIN WOOD-AktivistInnen klettern den Funkturm auf dem Messegelände hoch und versuchen, ein Banner mit der Aufschrift "Schützen Sie Kinder - lassen Sie sie nicht Ihre Klimasünden ausbaden" zu befestigen.

Neue, bisher unveröffentlichte Untersuchungen im Auftrag der EU-Kommission belegen, dass Fliegen das Klima etwa doppelt so stark belastet wie lange angenommen. Neben Treibhausgasemissionen wurden weitere klimaschädliche Effekte wie Kondensstreifen und künstliche Wolkenbildung berücksichtigt. Der Anteil des Flugverkehrs am globalen Treibhauseffekt beträgt demnach mittlerweile fast 9 Prozent.

Dietrich Brockhagen, Germanwatch: "Die neuen Ergebnisse sind bestürzend. Der Flugverkehr verändert die Bewölkung und greift damit direkt in das lokale Klima ein. Den Schaden, den ein durchschnittlicher Autofahrer in fünf Jahren verursacht, schafft ein Flugzeugpassagier auf der Reise von Frankfurt nach Los Angeles und zurück."

Monika Lege, ROBIN WOOD: "Die Klimaschäden durch den Flugverkehr sind über Jahre dramatisch unterschätzt worden. Die Konsequenz kann nur heißen: Flugverkehr vermindern." Es sei viel zu wenig bekannt, dass das Flugzeug die schlechteste Klimabilanz von allen Verkehrsmitteln habe. "Schrille Werbung für Billigflüge suggeriert, alle könnten problemlos um die ganze Welt jetten. Umweltschäden werden dabei mutwillig ausgeblendet," so Lege.

Der Arbeitskreis Flugverkehr der Umweltverbände fordert von der Bundesregierung bis Ende 2004 einen Aktionsplan gegen den Trend zu immer mehr Flugreisen. Besonders Finanzminister Hans Eichel und Umweltminister Jürgen Trittin müssten zeigen, wie sie das Problem der Klimaschäden durch den Flugverkehr in den Griff bekommen wollen. Als Sofortmaßnahme müsse die Bundesregierung eine Kennzeichnungspflicht für Flugtickets einführen. Durch deutliche Warnhinweise sollten Reisende über die Klimaschädlichkeit des Fliegens informiert werden.

Zum Arbeitskreis Flugverkehr gehören der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Deutscher Naturschutzring (DNR), Forum Umwelt und Entwicklung, Germanwatch, ROBIN WOOD und Verkehrsclub Deutschland (VCD).

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(...)Aus Kreisen der Wirtschaft und der CDU im Norden des Landes wächst unterdessen der Druck auf den Minister, eine Initiative zur privaten Mitbenutzung des Militärflughafens Jagel zu unterstützen. Es gehe darum, „Kieler Interessen mit denen aus Jagel zum gegenseitigen Nutzen zu verbinden“, erklärten die Unionspolitiker Wolfgang Börnsen und Johannes Callsen gestern in Kiel.(...) (SN, 26.01.2006)

Zivile Mitnutzung des Flughafens in Jagel jetzt fördern

Nach dem Kabinettsbeschluss, die Ausbaupläne für Kiel-Holtenau endgültig fallen zu lassen, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Flensburg die Landesregierung in Kiel aufgefordert, die Pläne der airgate SH GmbH & Co. KG zu unterstützen. Die von Schleswiger Unternehmern gegründete Gesellschaft will den Militärflughafen in Jagel bei Schleswig für die zivile Luftfahrt nutzen. „Die airgate SH verfügt bereits über einen Vorvertrag mit der Bundeswehr zur zivilen Mitbenutzung und ein Konzept für die notwendigen Bauten und Wege“, sagte der Präsident der IHK Flensburg, Walter Braasch. Öffentliche Mittel würden derzeit nicht gefordert.

Die Flugplatz-Infrastruktur sei in Jagel weitgehend vorhanden, erläuterte Braasch die Forderung der IHK Flensburg weiter. Zufahrts-, Parkplatz-, Abfertigungs- und ähnliche Strukturen würden nach Plänen der airgate SH mit privatem Kapital errichtet. „Für die zivile Mitnutzung des direkt an der Autobahn 7 gelegenen Airports spricht außerdem die gute Erreichbarkeit.“ So sei Jagel neben der A7 auch an die Bundesstraße 77 sowie über die Hauptstrecke der Deutschen Bahn Hamburg - Flensburg - Dänemark optimal an die Region angebunden.

Von besonders großer Bedeutung sei jedoch, dass die airgate SH keinen Anspruch auf öffentliche Förderung erhebe. Schon im kürzlich vorgelegten UniConsult-Gutachten über die Perspektiven des Flugverkehrs im Norden sei festgestellt worden, dass die „privatwirtschaftliche Herangehensweise... sicherstellen wird, dass hier nicht über den Bedarf des Marktes ein weiterer Flughafenterminal erbaut, aber nicht ausreichend genutzt werden wird.“ Darüber darf die Landesregierung nicht hinwegsehen und muss die privatwirtschaftliche Initiative in Jagel unterstützen“, so der IHK-Präsident. (IHK-Flensburg, 26.01.06)

(...)Das Land solle eine zivile Mitnutzung des Militärflughafens in Jagel „positiv begleiten“, meinte der FDP-Abgeordnete Heiner Garg. Ähnlich äußerte sich der CDU-Abgeordnete Johannes Callsen.(...) (SN, 25.01.06)

(...) Zuvor hatte Kreishandwerksmeister Hans-Christian Langner „klare Signale und klare politische Entscheidungen“ in Sachen Jagel gefordert. So sei etwa eine klare und eindeutige Positionierung der Landesregierung bezüglich der Ausgleichsflächen notwendig. Denn, so Langner: „Wir alle in Schleswig-Holstein brauchen Jagel.“ Ebenfalls ein klares Bekenntnis zum Airport Jagel forderte Volksbank-Raiffeisenbank-Vorstand Adolf Deeke.(...) (SN, 25.01.06)

(...)Austermann machte deutlich, mit welch hohen Risiken der Betrieb eines Regionalflughafens generell behaftet sein kann. Die meisten Airports schreiben tiefrote Zahlen. Jetzt seien daher die Planer am Zuge, ihre Konzepte und Kalkulationen vorzustellen und dann auch Investoren zu präsentieren. Erst wenn sie ihre Hausaufgaben gemacht hätten, werde sein Ministerium die Initiative abschließend beurteilen. Zudem erklärte Austermann, in keinem Bereich so viele Protestbriefe erhalten zu haben wie beim Airport Jagel. (...) (SN, 25.01.06)

 

Landesregierung soll sich zu Jagel bekennen

Nicht nur immer mehr Umlandgemeinden stimmen zu, auch Kreispolitiker unterstützen die Pläne der „Airgate SH“ für eine zivile Mitbenutzung des Militärflughafens Jagel. Jetzt hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen die Landesregierung aufgefordert, sich deutlich zu Jagel zu bekennen. „Dieses Projekt kann ein Motor für die Region werden.“

(...) Der Vorvertrag mit der Wehrbereichsverwaltung steht und auch der Bund sieht das Projekt positiv, weil es den Verteidigungshaushalt entlasten würde.“

(...) „Die 'Airgate'-Pläne haben jetzt jede Unterstützung verdient. Die zivile Mitbenutzung von Jagel hat von der Idee und dem Potenzial die Voraussetzungen zum Wachstumsmotor für die gesamte Region zu werden“, erklärte Börnsen. Das müsse auch das Land erkennen und Jagel im neuen Luftverkehrskonzept, das in Kürze vorgelegt werden soll, eine zentrale Rolle zukommen lassen.

(...) „Sollte sich eine zivile Nutzung rechnen, müssen starke Partner mit ins Boot“, meinte Degner. (SN vom 16.12.2005)

Aus der "Flüstertüte Nr. 118 der SPD-Busdorf  02/2003:

1. Private Nutzung des Flugplatzes Jagel

Wer erinnert sich noch daran, in der zweiten Hälfte 2001 vertrat die Bürgermeisterkandidatin der Schleswiger CDU vehement eine private Nutzung des Flugplatzes Jagel.

Die SPD Busdorf hat sofort dazu Stellung bezogen:

Wir stellen den Flugplatz Jagel nicht in seiner jetzigen Form in Frage, wir leben mit diesem Flugplatz, viele von uns leben von ihm.

Eine zusätzliche Lärmbelästigung durch eine zivile Nutzung wollen wir unseren Bürgern nicht zumuten.

Anders der Busdorfer Bürgermeister, als der Landrat sich der Initiative zur zivilen Nutzung angeschlossen hatte, es war ja Landratswahlkampf, hatte der Busdorfer Bürgermeister nichts eiligeres zu tun, als dem Landrat in dieser Angelegenheit zuzustimmen.

Einen Tag nach dem Bürgermeisterwahlkampf in Schleswig hatte sich die Angelegenheit erledigt, die Busdorfer können sich auf ihre SPD verlassen, wenn die Initiative wieder aufsteht, dann ist unsere Position unverändert klar in dieser Sache.

 

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SHZ, 04.05.2007:


Mit Investoren im Gespräch über 105 Millionen

Die Umsetzung des Airport-Jagel-Projektes hinkt den Planungen zwar um einige Monate hinterher. Die Initiatoren lassen sich dadurch jedoch nicht von der positiven Einschätzung für das Vorhaben abbringen. Bestärkt fühlen sie sich durch eine Markt- und Potenzialanalyse, die ihnen jetzt vorliegt und auf deren Grundlage in den kommenden Wochen mit potenziellen Investoren für das 105-Millionen-Euro-Vorhaben verhandelt wird.

– Wie Airgate-SH-Geschäftsführer Dietrich Wachtel erklärt, laufen in diesen Wochen intensive Gespräche mit drei Finanzinvestorengruppen. Alle drei hätten sowohl das finanzielle Potenzial als auch die Affinität zur Region, die notwendig sei, um das ehrgeizige Flughafenprojekt zügig zu realisieren, so Wachtel. Ein wichtiges Gespräch sei auf den 18. April terminiert, erklärt er.

Die Investitionssumme für das Paket aus Flughafennutzung, Luftfahrtwerft, Gewerbegebiet und Hotel beziffert die Airgate SH inzwischen auf 105 Millionen Euro. Dieses Paket wird als ganzes angeboten, um den Investoren ein möglichst großes Maß an Sicherheit zu bieten. Denn der Flugbetrieb allein – das weiß auch die Airgate SH – beinhaltet für renditeorientierte Investoren zu hohe Risiken.

Ein gewisser Zeitdruck ist dabei aus Sicht des Flugverkehrs-Fachmanns Wachtel durchaus vorhanden. Denn angesichts des Konzentrationsprozesses bei den Fluggesellschaften und des derzeitigen Booms im Luftverkehr dürfe man keine Zeit verschenken, wolle man in diesen Aufwärtstrend hinein mit seinen Angeboten starten. Anders herum: Wird diese Phase für die Aufnahme des zivilen Flugbetriebes in Jagel verpasst, steht das ganze Projekt auf der Kippe. Als mögliche Deadline bezeichnet Wachtel Ende 2008.

Doch von einem Scheitern geht die Airgate nicht aus. Man hofft auf einen schnellen Abschluss mit den Investoren und darauf, dass alle weiteren Hürden – insbesondere in Detailverhandlungen mit den Behörden – in den kommenden Wochen genommen werden, um dann schnell mit dem Bau des zivilen Zweigs des Airports Jagel beginnen zu können, möglichst noch in der zweiten Jahreshälfte 2007.

Dabei bedingen sich die Fortschritte bei den Gesprächen mit den Investoren und jenen mit Ministerien und Genehmigungsbehörden zum Teil gegenseitig. Nur das einzuwerbende Finanzpolster etwa ermöglicht die schnelle Umsetzung von Lärmschutz, Umweltverträglichkeits- und geologischem Gutachten. Die Gutachten wiederum sind für die Betriebsgenehmigung durch das Amt für Straßenbau und Schienenwesen im Innenministerium notwendig. Andererseits fallen die Verhandlungen mit Investoren umso leichter, je mehr Gutachten erstellt und Genehmigungen erteilt sind. „Hier greift ein Detail ins andere“, sagt Wachtel, „es werden viele Dinge wohl in der letzten logischen Sekunde geschehen“.

Ein weiterer wichtiger Schritt wird der Abschluss des endgültigen Mitnutzungsvertrages mit der Bundeswehr sein, den Wachtel für Ende April/Anfang Mai erwartet.

Die Markt- und Potenzialanalyse der Universität Flensburg bestätigt in weiten Teilen die Prognosen, mit der die Airgate SH bereits bei der Vorstellung ihres Projektes an die Öffentlichkeit gegangen war. Demnach wird für das vierte Jahr nach Aufnahme des zivilen Flugbetriebes ein Fluggäste-Aufkommen von 215 000 im Charter- und 19 000 im Linienverkehr prognostiziert. Im ersten Jahr hält die Studie 45 000 Charter- und 7500 Linienpassagiere für möglich. Will man Hin- und Rückflug berücksichtigen, so werden die Zahlen in der Statistik bei Charter-Passagieren mit dem Faktor 1,95 und bei Linien-Passagieren mit 1,5 multipliziert, so dass man auf maximal 446 000 Fluggäste pro Jahr käme.

Um diese Ziele zu erreichen, auch darauf weist die Analyse ausdrücklich hin, ist es sowohl notwendig, so früh wie möglich einen kostenintensiven Marketingprozess in Gang zu setzen, als auch Fluggesellschaften mit dem Angebot attraktiver Reiseziele und Pauschalangebote für den Standort Jagel zu gewinnen.

Die Chancen, dass dies gelingen kann, sieht Professor Mike Friedrichsen, der die Analysearbeit leitete, durchaus als gegeben an. Entscheidende Faktoren seien neben dem notwendigen erfolgreichen Marketing vor allem der „enorme Kostenvorteil“ gegenüber anderen Regionalflughäfen, der sich aus der zivilen Mitnutzung des Militärflugplatzes ergebe. Hinzu komme im Gegensatz zu anderen Regionalflughäfen die gute Verhandlungsposition gegenüber Fluggesellschaften. Diese ergibt sich auch daraus, dass das Projekt rein privat finanziert werden und somit frei von politischer Einflussnahme sein soll.

„Jagel Airport kann bei diesen Rahmenbedingungen durch das Angebot an Charterverkehren und die Akquisition von ,low cost’ Verbindungen (Billigflieger, d.Red.) auch gegenüber Hamburg durchaus bestehen“, heißt es in der Analyse. Sollten die Potenziale ausgeschöpft werden, so sei zudem mit der Schaffung von 60 direkten und zirka 450 indirekten Arbeitsplätzen zu rechnen.

Allerdings weist Friedrichsen im Gespräch mit unserer Zeitung auch darauf hin, dass der Airport Jagel aus seiner Sicht durchaus mit einer kleiner dimensionierten und damit kostengünstigeren Infrastruktur starten sollte, um so mehr Geld für das Marketing zur Verfügung zu haben.

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Hotel soll „Airport Jagel“ Auftrieb geben (SN, 21.12.2006)

Die „Airgate SH“ will einen „Airport Jagel“ mit weiteren Projekten im Umfeld des Flughafens rentabler machen: Deshalb plant die Gesellschaft vor den Toren Schleswigs ein 150-Betten-Hotel und ein 15 Hektar großes Gewerbegebiet.

– Die Nordzucker AG möchte das Gelände der einstigen Schleswiger Zuckerfabrik am liebsten an einen Hotelinvestor verkaufen. Die Planungsgesellschaft „Team Vivendi“ hat auf dem einstigen Kasernengelände in der Schleistadt ebenfalls ein Hotel vorgesehen. Doch das ficht Arne Hansen, den Geschäftsführer der „Airgate SH“, nicht an. Direkt neben dem Flugplatz Jagel plant er ebenfalls ein Hotel. Das auf ein Niveau von mindestens drei Sternen angelegte Haus mit 150 Zimmern soll die Wirtschaftlichkeit des Airport-Projektes erhöhen.

Bei der Klientel setzen Hansen und der Architekt Werner Schmidt vor allem auf Geschäftsleute, die sich in verkehrsgünstiger Lage zu Verhandlungen treffen wollen. Denn in direkten Nachbarschaft des Flugplatzes verläuft die A 7. 420 Quadratmeter Fläche sind in den Plänen Schmidts deshalb für Konferenzbereiche vorgesehen. Neben Geschäftsleuten soll das Hotel auch weitere Reisende ansprechen, die auf der A 7 unterwegs sind. „Die Autobahn ist hotelmäßig völlig unterversorgt“, hofft Schmidt auf eine Marktlücke.

Er und Hansen sprechen von bisher vier konkreten Bewerbern, „auch aus der Region“, die sich für den Betrieb des Hotels interessieren. Ihnen will die „Airgate SH“ die Entscheidung überlassen, ob es bei einem Haus in der Kategorie „drei plus“ bleibt – oder ob eine Unterkunft der Vier-Sterne-Kategorie angestrebt wird. „Dafür wäre ein Schwimmbad Bedingung“, sagt Schmidt.

Nach außen hin hat er die Immobilie als Rundbau konzipiert – in der Branche einmalig in der Region. Als Standort für das Hotel ist ein Grundstück auf der dem Flugplatz gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße 77 vorgesehen.

Die Unterkunft für Reisende ist als Teil eines 15 Hektar großen Gewerbegebiets geplant. Hansen möchte auch mit der Ansiedlung von Luftfahrt nahen Firmen die Prosperität des „Airport“-Projekts für Investoren erhöhen. Betriebe für die Ver- und Entsorgung des Flughafens, unter anderem von Abfällen, für Catering und Logistik, nennt er als Beispiele für Branchen, die er auf den Grundstücken unterbringen möchte. Kleinteiliges Gewerbe und Dienstleistungen sollen das Gewerbegebiet komplettieren. Schließlich wären auch Transportunternehmen denkbar – das Gewerbegebiet als „Sprungbrett für Port Olpenitz“.

Haddebys Amtsvorsteher Ralf Feddersen hält ein derartiges Gewerbegebiet für „den richtigen Weg zur Aufwertung des Flugplatz-Projektes. Möglicherweise geht es überhaupt nur so.“ Das nächstgelegene Gewerbegebiet Wikingerland in Busdorf sei schon zu 80 Prozent ausgelastet. So wie einst das Wikingerland würde Feddersen auch ein Gewerbegebiet beim Airport Jagel gern als interkommunales Projekt ausweisen – „das verteilt Lasten und Erträge auf mehrere Schultern“. Überhaupt verspricht er sich von den neuen Flächen für Unternehmen „einen Nutzen für die ganze Region, auch für das Mittelzentrum Schleswig.“

Klar ist: Schleswig muss im Rahmen der Stadt-Umland-Planung sein Okay geben, wenn die Ideen Wirklichkeit werden sollen. Bürgermeister Thorsten Dahl will dies von den Beratungen der kommunalpolitischen Gremien abhängig machen, pocht aber grundsätzlich darauf, dass eine Konkurrenz mit städtischen Gewerbeflächen weitgehend ausgeschlossen sein müsse. Besonders wichtig findet es Dahl, dass in Jagel kein großflächiger Einzelhandel entstehen darf. Das sichert „Airgate“-Geschäftsführer Hansen bereits jetzt ausdrücklich zu.

Anmerkung der GZNJ: Man schaue sich bitte einmal das Weidleplan-Gutachten an, in welchem die Ausbauvariante-Nord, für die sich die Airgate-SH entschieden hat, aufgezeigt wird! Dort sind die Grundstücksflächen gegenüber der jetzigen Flugplatzzufahrt eingezeichnet. Arne Hansen plant unseres Erachtens nach also ein Hotel innerhalb der stärksten Geräuschbelastungszone (Lärmschutzzonen). Ob solch eine Art der gewerblichen Wohnbebauung überhaupt zulässig ist, sei dahin gestellt - aber ob  sich eine Klientel findet, welche lieber am lärmbelastenden Flughafen als z.B. im Waldschlösschen logieren möchte, das kommt uns sehr fraglich vor.

 

Geplante Stationierung von Drohnen in Jagel ab 2008

(Eckernförder Zeitung 17.09.05) Geplant ist die Stationierung unbemannter Drohnen....(klick hier und lies Artikel!)

 

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Analyse für zivile Nutzung von Jagel

Für eine zivile Mitnutzung des Militärflugplatzes Jagel bei Schleswig beginnt nun eine internationale Bedarfsumfrage. Sie soll genaue wirtschaftliche Daten zur Notwendigkeit des Projekts liefern, (...) (SHZ, 31.01.2006)

Die Airgate-SH hat ein Gewinnspiel mit "statistischer Erhebung" geplant, um die Nachfrage abzuchecken. Als Köder verlost man einen der "begehrten Jungfernflüge".

Die Vermutung liegt nahe, dass dieser Umstand in der regionalen Presse bekannt gemacht werden soll, um möglichst viele Interessenten zu finden. Mit dem Ergebnis der Umfrage wird man versuchen, ein Nachfrage-Potential hinsichtlich Jagels darzustellen, um im Anschluss evtl. Investoren zu überzeugen. (Kommentar der GZNJ vom 15.01.2006)

 

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Das Luftverkehrskonzept, welches eigentlich spätestens bis Weihnachten 2005 fertig sein sollte, wird nach unseren Informationen frühestens Anfang 2006 fertig.

Die FDP-Eingabe zu Holtenau und Jagel wurde am 15.12.2005 von der FDP selbst zurückgenommen, da man der Partei zugesichert habe, ihre Belange hinsichtlich Holtenau und Jagel in Verbindung mit dem Luftverkehrskonzept zu berücksichtigen. Siehe bitte folgende Links:

http://www.sh-landtag.de/plenumonline/dezember2005/texte/19_flughafenholtenau.htm

http://www.lvn.ltsh.de/infothek/wahl16/drucks/0300/drucksache-16-0390.pdf

Einen sehr interessanten Artikel zum Thema findet man in der TAZ vom 13.12.2005:

http://www.taz.de/pt/2005/12/13/a0285.nf/text

 

 

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Was ist ein Wochenende?

Die Airgate-SH beteuert ständig, dass es sich nur um Flüge zwischen 07.00 und 20.00 Uhr * an Werktagen handeln soll - das Wochenende sei ausgenommen.
Wir - und andere z.B. Gemeindevertreter - gingen bisher davon aus, dass das Wochenende der Militärs am Freitagmittag beginnt und Montagmorgen endet.

In der Flensborg-Avis vom 22.10.05 wird jedoch referiert, dass die Sonntage ausgenommen seien! Klar, Samstag ist ja eigentlich ein Werktag, für viele von uns gehört er jedoch zum Wochenende.....

Also...Schlussfolgerung: im Durchschnitt 16 Flugbewegungen am Tag. Hauptsächlich zum Wochenende hin werden Leute fliegen wollen/können, dies wurde schon 2003 von Arne Hansen geäußert!

Dann würden wir vielleicht hauptsächlich Flugbetrieb von Donnerstag bis Samstagabend um 20.00 Uhr erleben. Drei Tage....auf die sich dann (anfängliche 5x16) 80 Flugbewegungen verteilen sollen. Das macht etwa 27 Flugbewegungen/Tag zum Wochenende hin, also kein friedlicher Freitagabend, Samstagmorgen und Wochenendtag!

Stellt euch das bitte einmal bei den angestrebten 800.000 Passagieren vor, wie Arne Hansen es im RSH am 21.10.05 verbreitet hat!

So betrachtet macht das Mitbenutzungskonzept mit den von uns kritisierten Punkten Sinn:
Man braucht erweiterte Flugzeiten außerhalb der Dienstzeiten des Militärs, nämlich von Freitagmittag bis Samstagabend. Dies lässt sich dann durch den angesprochenen Wochen- und Monatsplan genehmigen. Außerdem kämen dann die zivilen Mitarbeiter zum Einsatz...

Und....die Airgate hätte nicht gelogen, da sie ja nicht nachts und am Wochenende (Sonntag) fliegen will!!!

 

*  In den SN liest man am 25.02.2008 folgende Äußerung des Kommodores in Jagel:

(...)Auf die Frage einer Zuhörerin nach seiner Meinung zur zivilen Mitbenutzung des Militärflugplatzes antwortete der Kommodore, er stehe einer zivilen Nutzung positiv gegenüber. Es gebe jedoch noch keine definitiven Entscheidungen.

Sollte es zur zivilen Mitnutzung kommen, könne der Flugbetrieb nur während der Zeiten des Militärflugbetriebes erfolgen, das bedeutet zwischen 7 Uhr morgens und 24 Uhr.(...)

 



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***Tourismus. Die Kommunen rund um die Schlei wollen althergebrachte Strukturen überwinden und eine gemeinsame organisatorische Grundlage schaffen.

TOLK. Die Stadt Schleswig und die "schlei-region" wollen bei der touristischen Vermarktung das Kirchturmdenken überwinden und zusammenarbeiten. "Wir wollen unsere Tourismus-Aktivitäten in einer Art Schlei-Entwicklungsgesellschaft bündeln", nannte der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe der "schlei-region", Hans-Werner Berlau, das gemeinsame Ziel.
Die Lenkungsgruppe des Schleswiger Stadtmarketing hatte sich Gedanken darüber gemacht, wie Kultur und Tourismus besser zu vermarkten sind. "Wir wollten ausloten lassen, ob es sich lohnt, ein professionelles Tourismus-Management einzusetzen", sagte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe "Kultur und Tourismus" der Lenkungsgruppe, Dr. Thomas Gaedeke, in einem Pressegespräch. Der Auftrag, eine touristische Vermarktungsstruktur für die Schleistadt zu erstellen, ging an das Institut "Inspektour" unter der Leitung von Prof. Bernd Eisenstein. "Weil aber die Stadt das Umland genau so braucht wie das Umland die Stadt, haben wir uns dem Projekt angeschlossen", ergänzte Berlau.
Überkommene Strukturen
"Wir merken in vielen Städten, dass das Marketing nicht mehr greift", erläuterte Eisenstein. Dies liege meistens an der Organisationsstruktur. Sie sei nur auf den Ort und nicht die Region bezogen sowie überorganisiert, kleinstrukturiert und bürokratisch-hierarchisch. 
Um eine gemeinsame organisatorische Grundlage zu schaffen, wurde eine Sondierungsgruppe aus Vertretern des Tourismus, der Politik, des Einzelhandels, der Privatvermieter und der Gastronomen in der Region eingerichtet. Sie kam am vergangenen Montag zu ihrem zweiten Gespräch zusammen. "Dabei wurde deutlich, dass sich alle mit dem Gedanken des Zusammenarbeitens identifizieren und nicht mehr als Einzelkämpfer nebeneinander her arbeiten wollen", so Berlau. "Wir haben Inspektour beauftragt, in Richtung einer Schlei-Entwicklungsgesellschaft weiter zu arbeiten."
Renate Hopfe (Flensburg-Avis, 01.10.´03)

>>>>> Wir - die GZNJ - stehen im übrigen - allein schon aus global-klimatischer Sicht - jeglichem Ausbau von Flughäfen und der Zunahme von Flugverkehr kritisch gegenüber ! <<<<<

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Folgende Anzeige stand in einschlägiger Zeitschrift für das Gaststättengewerbe und mutet wie ein "Panikverkauf" an. Es wird mit einem Flughafen mit  500.000 - 800.000  Passagieren in der Nähe geworben, jedoch wird verschwiegen, dass das Objekt in der Einflugschneise in etwa 7 km Abstand von Jagel liegt. Jeder mag sich selbst einen Reim auf die Sache machen!  ;o)

 

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13.06.2006  -  Jagel Airport wird gebaut werden.

Im NDR-Nordschaumagazin teilte Dietrich Wachtel mit, dass zwei verbindliche Zusagen von Investoren vorliegen, das Gesamtvolumen von über 50 Mio. Euro aufzubringen.

Wirtschaftsminister Austermann sagt seine volle Unterstützung zu.

 

– Die Planung für das Flughafenprojekt Jagel-Airport ist weitgehend abgeschlossen. Dies gab gestern die Geschäftsführung der Airgate SH auf einer Pressekonferenz in der Industrie- und Handelskammer Flensburg bekannt.

(...) Airgate SH jetzt eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben. Diese repräsentative Umfrage soll den Nachfragebedarf unter den über 1,2 Millionen Einwohnern ausloten, die eine Autostunde vom Flughafen entfernt wohnen. Begleitet wird die Umfrage von dem Meinungsforschungsinstitut Emnid und der Flensburger Universität. Gleichzeitig soll es eine Umfrage unter den Arbeitgebern über die wirtschaftlichen Vorteile einer zivilen Nutzung des Flughafens Jagel geben. Die Ergebnisse beider Umfragen sollen bis Ende Februar vorliegen.(...)

(...)Zur Zeit befinde sich die Airgate SH aber in sehr intensiven Gesprächen mit überwiegend deutschen Fluggesellschaften. Doch auch baltische und skandinavische Gesellschaften gehörten zu den Gesprächspartnern, da man den Flughafen in Jagel als „Drehscheibe für das nördliche Europa“ aufstellen wolle. (Flensburger Tageblatt, 27.01.2006)

 

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(Flensborg-Avis, 24.12.2005)  Als gute Signale für die zivile Mitnutzung des Militärflugplatzes Jagel hat der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen das positive Votum des Hauptausschusses des Kreistages und die Anerkennung dieses Projektes im Luftverkehrskonzept des Landes begrüsst. In dem Konzept werde die Motivation der privaten Initiatoren anerkannt und der Fortgang der privatwirtschaftlichen Planung begrüsst. Deshalb geht Callsen davon aus, dass die Luftverkehrsgenehmigung durch das Land erteilt und die Initiative positiv durch das Verkehrsministerium begleitet wird.
Callsen begrüsst auch das Votum der SPD-Kreistagsfraktion, die zivile Mitnutzung in Jagel ergebnisoffen zu prüfen. Dieses Verfahren biete die Möglichkeit, die Chancen des Projektes für die Region und Perspektiven der Umsetzung vorurteilsfrei herauszuarbeiten. Ein direkter Vergleich mit Frankfurt-Hahn sei allerdings nicht möglich, weil es in Jagel um deutlich geringere Passagier- und Fluggrößen gehe. Für Jagel gelte, was auch in Rostock-Laage zum Erfolg geführt habe: dass die zivile Mitnutzung des Militärflughafens wirtschaftliche Vorteile für die Bundeswehr wie auch den privaten Betreiber bringe.

(SN, 27.12.2005)(...) Die zivile Mitnutzung des Flugplatzes Jagel unterscheide sich von anderen Flughafenprojekten im Lande dadurch, dass nicht in erster Hinsicht auf Linienverkehr gesetzt werde, sondern auf Charterverkehr. Dieser sei weitgehend unabhängig vom Bevölkerungs- und Passagierpotenzial im Umkreis und könne eine wirtschaftliche Basis für den Betrieb bieten.

(...)sagte Blankennagel, dass die zivile Nutzung Jagels bislang nicht Teil des Luftverkehrskonzepts der Landesregierung sei, das derzeit erarbeitet werde. Man sei jedoch in Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium. Die Anerkennung des Projekts durch die Landesregierung ist entscheidend, um EU-Zuschüsse einwerben zu können. 40 Millionen Euro kostet es, um den Flughafen passagiertauglich zu machen. Zumindest ein Teil davon soll aus öffentlichen Kassen kommen(...) SN vom 06.09.05

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(...)In der Landeshauptstadt verfolgt man die Entwicklung in Jagel „mit Aufmerksamkeit“. Während Insider davon ausgehen, das „Kiel platt ist, wenn Jagel kommt“, gibt sich SPD-Fraktionsvize Alexander Möller gelassen. „Noch sind wir nicht beunruhigt“(...) appellierte er an Austermann, die Pläne in Jagel zügig in das gemeinsame Luftverkehrskonzept mit Hamburg einzuarbeiten, das im November oder Dezember vorliegen soll. „Die Zeit der Luftschlösser ist jetzt auch für Herrn Austermann vorbei, er muss Entscheidungen treffen“ ... (...)  EZ vom 25.10.2005

 

Kleine Anfrage zum Airport-Jagel an den Bundestag (PDF). Hier wurden in unser aller Sinne 30 relevante Fragen gestellt, deren Beantwortung jetzt abgeschlossen ist. Obwohl die Anfrage von einer politischen Partei gestartet wurde, ist und bleibt die GZNJ parteipolitisch unabhängig und ungebunden! 

 

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SN 16.05.2006 Auszug aus dem Handelsregister: Aircap-Logistik zieht nach Schleswig um.

Gegenstand des Unternehmens:

1. Im-, Export von Luftfahrzeugersatzteilen

2. Logistische Beratung und Betreuung der Luftfahrtindustrie

3. Übernahme von Dienstleistungen im Luftverkehrsbereich

Dietrich Wachtel (Airgate-SH) war bisher Geschäftsführer, wird abgelöst vom Frankfurter Juristen Reinhart Schütt.

Schlüsse mag der kritisch bewusste Leser dieser Mitteilung selbst ziehen !

 

Das Stichwort Charterverkehr bringt aber auch noch einen weiteren Standort ins Spiel – nämlich Schleswig-Jagel. Betrachtet man die Lage des Flughafens in Schleswig-Jagel, so liegt dieser zentral in Schleswig-Holstein, direkt an der Autobahn und an einer wichtigen Bundesstraße. Und darüber hinaus führt eine wichtige Bahnlinie direkt am Flughafen vorbei. Die vorhandenen Flächen sind groß, die Start- und Landebahn ist lang genug. Und die Infrastruktur mit Tower und Wartung ist auf dem neuesten Stand.

Es ist klar, dass sich manch einer in der Region Chancen ausrechnet und es ist auch klar, dass es dort in Teilen der Bevölkerung Widerstand gegen die Pläne gibt. Allerdings muss man ehrlich eingestehen, dass dieser Flughafen in Schleswig-Jagel eine echte Option sein kann. Es kann sein, dass er sich wirtschaftlich rechnet und es ist so, dass die Belastungen für die Bevölkerung vergleichsweise geringer sind als im dicht besiedelten Kiel-Holtenau. Trotzdem muss man die Option des Ausbaus auch hier genau prüfen.

Auch dieser Flugplatz lässt sich nur wirtschaftlich betreiben, wenn man sich auf Charterflugverkehr mit Großflugzeugen einlässt. Für uns als Land ist es dann wichtig abzuwägen, wie groß die Belastungen für die Menschen, die Natur und für den Tourismus in der Region sind und wie viel Arbeitsplätze geschaffen werden und welche Umsätze hier im Land getätigt werden. Und wichtig wäre, dass schon vor der Entscheidung für oder gegen eine zivile Nutzung des Flughafens klar ist, welche Gesellschaften mit welchen Zusagen, diesen Flughafen nutzen wollen. Man sieht schon, hier gibt es noch einige Wenns und Abers, die geklärt werden müssen, bevor man überhaupt sagen kann, dass Schleswig-Jagel Sinn macht. (Lars Harms, SSW, zu TOP 5 & 18 - Zukunft des Verkehrslandeplatzes Holtenau, S.-H.-Landtag, 26.01.2006)

 

Schleswig-Holsteinischer Landtag (15. WP) - 124. Sitzung - Mittwoch, 22. September 2004

(...)Selbst wenn man nach der Erstellung eines Gutachtens zu dem Schluss kommt, dass eine Frachtverkehrsoption Sinn machen könnte, muss man den Leuten reinen Wein einschenken und sagen, dass damit  im Rahmen einer Mischkalkulation auch weitere Verkehre verbunden sind. Ein reiner Frachtflughafen wird sich nicht lohnen. Deshalb muss man von vornherein eine größere Lösung andenken. So ehrlich muss auch die CDU sein, wenn sie einen reinen Frachtflughafen in Jagel vorschlägt.(...) Lars Harms, SSW

 

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Arne Hansen in den SN am 20.10.2005: (...)Er sieht in dem Wunsch der Wehrbereichsverwaltung Nord als Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums, die Vertragsunterzeichnung in feierlichem Rahmen und öffentlich zu vollziehen, eine klare Positionierung Berlins. „Der Bund steht zu dem Projekt“, sagt er.(...)

Am 21.10.2005 von 11:30-15:00 Uhr fand ein großer Empfang im Schleswiger Hotel Waldschlösschen mit umfangreichem Programm und "hochkarätigen" Gästen statt. Anlass war die Unterzeichnung des Vorvertrages zwischen der Airgate-SH und der Wehrbereichsverwaltung Nord. Presse-Erklärung nach der Unterzeichnung (klick!)

Verantwortlich: Günter Blankenagel (Leiter Programm-Management AIRGATE-SH) und Astrid Kurad (Uni Flensburg und Kommunikationsmanagement AIRGATE-SH)

Moderator: Professor Dr. Mike Friedrichsen, Lehrstuhl für Medienmanagement an der Uni Flensburg und Leiter Kommunikationsmanagement der AIRGATE-SH)

Programmpunkte:

Gastrede von Jürgen Koppelin, MdB und FDP-Landesvorsitzender

Ansprache von Brigitte König, Abteilungspräsidentin WBV Nord

Ansprache von Dietrich Wachtel, Geschäftsführer AIRGATE-SH

Gastrede von Ralf Feddersen, Amtsvorsteher Amt Haddeby

Grußworte von Walter Braasch, Präsident IHK Flensburg

Kurzvortrag "Aufwind für die Region" Günter Blankenagel, Leiter Programm-Management AIRGATE-SH

Kurzvortrag "Stand der Planungen" Werner Schmidt, Leiter Bauplanung Umwelt der AIRGATE-SH

Feierliche Unterzeichnung des Vorvertrages

Es wurde deutlich davon gesprochen, dass sich das Vorhaben ab 360.000 Passagieren "rechnen" wird, was mindestens - bei  70% Auslastung der Maschinen - 8 Flugzeuge, also 16 Flugbewegungen täglich erforderlich machen wird. Bisher wurde, lt. Presseberichten, von 8 Flugbewegungen ausgegangen.

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MAIN-ECHO, 04.11.2009

Schöllkrippener Sicherheit in Jagel

Unternehmen: BTS-Consult entwickelt Luftsicherheitsplan für Zivilflüge am Schleswiger Militärflughafen

Schöllkrippen  Die Schöllkrippener Firma BTS-Consult hat den Auftrag erhalten, den Luftsicherheitsplan für die zivile Mitnutzung des Schleswiger Militärflughafens in Jagel zum Ausbau als »Jagel Airport« zu erstellen. Der nun fertige Plan beinhaltet die gesamte Konzeption und Umsetzung künftig erforderlicher Sicherheitsmaßnahmen, erklärt Adalbert Schönweitz von BTS.
Schönweitz ist nicht nur Projektleiter und Sicherheitsberater bei der BTS-Consult, sondern auch Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung des Landes Schleswig-Holstein. Er und sein Team waren mehrere Monate lang mit dem Luftsicherheitsplan für den 600 Kilometer von Schöllkrippen entfernten Jagel Airport beschäftigt.
Unlängst wurde Schönweitz - früher Zeitsoldat im Flugbetriebs- und Sicherheitsbereich der Bundeswehr - als Sicherheitsleiter für den künftigen Flughafen benannt.
Mit dem Umbau des gut 600 Hektar großen NATO- Fliegerhorstes zur leistungsfähigen Verkehrsdrehscheibe will die Betreibergesellschaft Airgate Schleswig- Holstein GmbH & Co. KG mit Unterstützung eines privaten Investors der Region Schleswig wirtschaftlich neue Impulse geben, heißt es. Dabei versprechen sich die Betreiber des Jagel Airports insbesondere einen konstanten Zuwachs an Charterpassagieren aus Dänemark.
Direkt an der Bundesstraße 77, wo rund 50 Hektar Betriebsfläche für die zivile Nutzung zur Verfügung stehen, sei der Bau eines 20 000 Quadratmeter großen Vorfelds mit Kapazität für bis zu vier Großflugzeuge vorgesehen. Dazu komme ein etwa 15 000 Quadratmeter umfassendes Terminal, mit einer Abfertigungsrate von etwa 600 Fluggästen pro Stunde. Darüber informiert die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein in einem Pressebeitrag zur »Zukunftschance der deutsch-dänischen Grenzregion«.
»Die Aufgabe, den Luftsicherheitsplan zu erstellen, ist nicht ganz einfach gewesen. Sie forderte die ganze Kreativität des Teams heraus«, sagt BTS-Geschäftsführerin Marlies Beuchel (69). Innerhalb des Schleswiger Flughafenprojekts mit einem Kostenvolumen von etwa 80 Millionen Euro sei der Schöllkrippener Auftrag zwar nur ein kleiner, aber trotzdem ein wichtiger Baustein, betont Schönweitz.
Die Terminal-Infrastruktur solle Passagieren, Mitarbeitern und Besuchern ein Höchstmaß an Sicherheit garantieren. Wer in geschützte Bereiche gelangen wolle, muss sich laut Schönweitz neben dem Nachweis der Berechtigung umfangreichen Personen-, Gepäck- oder Fahrzeugkontrollen unterziehen. Zu den vielen Plandetails gehören elektronische Zutrittskontrollen, Kameraüberwachungssysteme, Zäune, Tore, Ampeln sowie Lichtschranken.
Passagiere aus Dänemark
»Wir haben auch die Positionierung des Roadblockingsystems geplant«, berichtet Schönweitz. Sollten unberechtigte oder verdächtige Fahrzeuge die Durchfahrtsschleuse in das Flughafengelände passieren wollen, hindert sie eine aus dem Boden fahrende Sperre, die Reifen und Unterbau zerstört. Im Luftsicherheitsplan sind ferner die Lenkung der Personenströme und die Abläufe von Kontrollen für Passagiere des Schengen- und Non-Schengen-Bereichs beschrieben.
Auch der Lübecker Flughafen hoffte bislang auf wachsende Passagierzahlen aus Dänemark, erklärt Adalbert Schönweitz. Sollten jedoch die Fraktionen des Senats der Hansestadt - wie aktuell angedeutet - beschließen, dass große Flieger künftig in Lübeck nicht mehr starten und landen dürfen, hätte dies seiner Einschätzung nach positive Auswirkungen auf den Jagel Airport. »Zumindest ein Teil der Lübecker Passagiere, zusätzlich zu denen, die bislang aus Hamburg abgeflogen sind, kämen dann nach Jagel.« Dies, so der Schöllkrippener Sicherheitsexperte, würde einen Aufschwung bedeuten, der die Region an der Schlei »wirklich nach vorne brächte«.
Doris Pfaff

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SN, 26.04.2008

Ausgetreten wegen Jagel-Airport

Aus Protest gegen die Haltung der Ostseefjord-Schlei GmbH zur zivilen Nutzung des Flugplatzes Jagel will die Gemeinde Goltoft aus dem Touristikverband austreten.

– Mit ihrer Lösung von der Ostseefjord Schlei GmbH gibt sich die Gemeindevertretung von Goltoft als entschiedene Gegnerin der zivilen Nutzung von Jagel zu erkennen. Sie sieht sowohl die Lebensqualität und die Gesundheit als auch den wirtschaftlichen Besitzstand der Goltofter Bürger durch das Vorhaben in großem Maße gefährdet. Darüber hinaus befürchtet sie, dass mit diesem Vorhaben alle bisherigen Anstrengungen zur Förderung des sanften Tourismus und zur Gründung des Naturparks Schlei zunichte gemacht werden.

Die Bestrebungen, den Flughafen Jagel auch zivil zu nutzen, reichen bis ins Jahr 1994 zurück. „Vielleicht ist diese lange Zeitspanne der Grund, warum niemand mehr so recht glauben mag, dass die Schlei und damit auch Goltoft bei Tag und Nacht zur Einflugschneise von Personen- und Frachtfliegern werden könnte“, meint Bürgermeister Hans-Joachim Thomsen.

Die Operation „Jagel ans Netz“ werde von nahezu allen örtlichen Wirtschaftsverbänden und -vertretern befürwortet. Sogar die Ostseefjord-Schlei GmbH, zuständig für die Entwicklung einer Marktnische im hart umkämpften Tourismusgeschäft, geselle sich zu den Befürwortern der Pläne der Airgate Jagel GmbH.

In der örtlichen Presse erschienen laut Thomsen fast nur die Versprechungen der zukünftigen Betreiber. Zum Beispiel werde behauptet, so der Goltofter Bürgermeister weiter, dass lediglich ein nur zu geringer Belastung führender Personenflugverkehr geplant sei und auf einen Frachtverkehr oder Nachtflugverkehr verzichtet werde. „Schon ein mittelmäßiges Wirtschaftsverständnis reicht aus, um sagen zu können, dass sich die Investitionen dann nicht lohnen werden“, stellte Thomsen fest.

Deshalb beschloss die Gemeindevertretung Goltoft einstimmig zum nächstmöglichen Zeitpunkt aus der Ostseefjord-Schlei GmbH auszutreten und vorhandene Kontakte zu nutzen, um weitere Schleigemeinden und umliegende Gemeinden zur Nachahmung anzuregen.

Die Mandatsträger billigten die Jahresrechnung 2007. Der Sollüberschuss von 16 000 Euro wurde der Rücklage zugeführt.

 

SN, 18.04.2008

 

Tourismus-Chefin will die Therme

Anke Lüneburg sprach vor dem Schleswiger Bürgerverein über Urlauberströme und Perspektiven

– Die Geschäftsführerin der Ostseefjord-Schlei GmbH, Anke Lüneburg, hat sich für die Schaffung neuer touristischer Angebote in der Stadt Schleswig ausgesprochen. „Wir brauchen die Therme“, sagte sie auf der Jahresversammlung des Schleswiger Bürgervereins. In ihrem Vortrag über die Arbeit der Ostseefjord-Schlei GmbH erläuterte sie zudem, dass auch der Bau weiterer Hotels sinnvoll sei.

Eine Gesundheitstherme, wie sie im neuen Stadtteil auf der Freiheit entstehen soll, würde den touristischen Aspekt „Entspannung“ stärken. Dies könnte Schleswig in der Nebensaison mehr Gäste bescheren. Lüneburg: „85 Prozent aller Besucher in der Nebensaison gehören der Generation 55 plus an“ – laut Gutachten die Hauptzielgruppe der Therme. Ein besseres touristisches Angebot könnte zudem die Verweildauer der Urlauber in Schleswig erhöhen. Derzeit bleiben die Gäste nur zwei Tage. In der Region Kappeln sind es über fünf Tage.

Von den Mitgliedern des Bürgervereins wurde Lüneburg auf die Haltung der Ostseefjord-Schlei GmbH in Sachen Airport Jagel angesprochen. Die Tourismus-Chefin sagte, dass sie durchaus Chancen für die Region sehe, wenn der Militärflugplatz Jagel auch von Passagierjets angeflogen werden dürfe. Allerdings müsse man den Flugplatz nutzen, um die Gäste herzulocken, „nicht, um sie wegzufliegen“. Fracht- und Nachtflügen erteilte sie eine Absage, kritisch zeigte sie sich auch gegenüber dem militärischen Flugbetrieb: „Die Tornados hätte ich am liebsten gleich weg. Die sind kontraproduktiv.“

Vor dem Vortrag von Anke Lüneburg hatte der Bürgerverein seine Regularien abgearbeitet. Der gesamte Vorstand mit Wolfram Weiss an der Spitze wurde einstimmig im Amt bestätigt. Wie Weiss berichtete, sei die Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Derzeit gehören dem Bürgerverein 208 Schleswiger an. Zu den herausragenden Ereignissen des vergangenen Jahres habe der Neujahrsempfang im Rathaus gehört, der gemeinsam mit der Stadt und dem Friedrichsberger Bürgerverein organisiert worden sei. Die nächste größere Veranstaltung ist auf den Donnerstag, 8. Mai, terminiert. Der Bürgerverein lädt aus Anlass der Kommunalwahl zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aller Parteien ein.

– „Ich bin begeistert von dem großen Interesse an der Schlei-Ostsee-Region“, freut sich Anke Lüneburg, Geschäftsführerin der Schlei Ostsee GmbH, zur Halbzeit der Messe „Reisen Hamburg“. ... „Ostsee-Fjord-Schlei“. ... gemeinsam mit Partnern aus Eckernförde, den Hüttener Bergen ... vertreten.

... „Viele Standbesucher interessieren sich zum Beispiel für die Fahrpläne der Schleischifffahrt oder sind auf der Suche nach Geheimtipps für kuschelige Hotels, gemütliche Cafés oder schönen Radstrecken.“ Auch der neue Imageprospekt und das Gastgeberverzeichnis 2006 erfreuen sich auf der Hamburger Reise-Messe großer Nachfrage. „Dabei werden wir manchmal darauf angesprochen, dass nicht alle Quartiere rund um die Schlei in unserem Verzeichnis zu finden sind“, berichtet Anke Lüneburg. Das bestärkt sie in der Absicht, für das nächste Gastgeberverzeichnis auch die Vermieter aus Kappeln und Gelting mit einzubinden.

... Große Nachfrage herrsche zudem bei den Radreise-Angeboten. Der neue Flyer über die Eider-Treene-Sorge Region gehe weg „wie warme Semmeln“(...) (SN, 11.02.06)

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(SN, 04.06.2005, S.14):
Busdorf sagt Ja zum Konzept für „Airport Jagel“
Die Busdorfer Gemeindevertretung hat das Konzept für die zivile Mitbenutzung des Flugplatzes Jagel durch die „Airgate SH“ gebilligt.


Gesellschaft will mit den Gemeinden an die Öffentlichkeit


Bemerkung gegenüber Kritikern:... „wo relativ wenige sehr laut geschrien haben, um ihren Willen durchzusetzen“, habe man einen Förderverein gegründet, in dem stille Befürworter Gelegenheit hätten, durch eine Mitgliedschaft das Projekt zu unterstützen


Bürgermeister Ralf Feddersen möchte als Gemeinde diesem Förderverein sofort beitreten 

....Planungsphase 2006, Baumaßnahme 2007: Verbreiterung der Landebahn, die Einrichtung eines von der Bundeswehr unabhängigen Kommunikationszentrums ..... Bau des Terminal für die Abfertigung .....bis zu 800 000 Passagiere jährlich ausgelegt.


.... privat finanziert, .. nicht an Ausschreibungsbedingungen gebunden.


......ausschließlich in den Dienstzeiten des Militärflugplatzes - in der Regel tagsüber


„Das Konzept gefällt mir sehr gut, es ist die Chance für Wirtschaft“, sagte Gemeindevertreter Kay-Michael Heil (CDU).

Skeptiker im Gemeinderat sehen trotz Bedenken, dass Arbeitsplätze in der Region entstehen
Wenige Zuhörer.....nicht alle grundsätzlich gegen die zivile Mitbenutzung des Flugplatzes in Jagel, aber ...... meinten, dass vor der positiven Stellungnahme der Gemeindevertretung die Bürger zu diesem Thema hätten befragt werden sollen.


Überraschung wurde geäußert, dass diese Informationsveranstaltung nicht angekündigt war.

...keine Möglichkeit, während der Sitzung Fragen zu stellen.

Auf einer Versammlung in Kropp: (...)Eine große Chance für die wirtschaftliche Stärkung der Region sahen die Teilnehmer in der zivilen Mitbenutzung des Militärflugplatzes Jagel. Deshalb sollte man mit dem Amt Haddeby enger zusammenarbeiten.(...) Landeszeitung, 28.10.2005

 

Bei Regierungswechsel im Frühjahr 2005 in S.-H. gibt es für Peter Harry Carstensen folgende Prioritäten hinsichtlich eines Verkehrskonzeptes:

(...)...eine Elektrifizierung der Westküsten-Eisenbahn und die Umfunktionierung eines Militärflugplatzes in Südschleswig für die zivile Nutzung...(...) (Aus dem Dänischen übersetzt, Flensborg-Avis, 08.04.´04)

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Unternehmer Jörg Zander will Airgate beflügeln

Die Pläne stehen seit langem, die Investoren sind bereit, nur die Zustimmungen des Landes und des Verteidigungsministeriums fehlen: Die Airgate Schleswig-Holstein tritt mit ihrem Projekt einer zivilen Mitnutzung des Militärflugplatzes Jagel derzeit auf der Stelle. Für neuen Schwung will jetzt der Unternehmer Jörg Zander sorgen, der als Kommanditist mit einem sechsstelligen Beteiligungsbetrag in die Airgate eingetreten ist und große Ziele verfolgt. Auch das Konjunkturpaket II könnte zur Beschleunigung des ins Stocken geratenen Verfahrens beitragen.

Schleswig-Flensburg

– Die Airgate hat sich zum Ziel gesetzt, den Militärflugplatz zivil mit zu nutzen, um so wirtschaftliche Impulse für die Region zu schaffen. Das Projekt, gegen das sich in der Region auch eine Bürgerinitiative formiert hat, soll als erstes seiner Art ohne öffentliche Zuschüsse realisiert werden. In Terminal, Hangar und Infrastruktur sollen 62 Millionen Euro investiert werden. Und geht es nach Jörg Zander, der seit 17 Jahren eine japanische Firmengruppe leitet, soll es dabei nicht bleiben.

Er will durch sein Engagement nicht nur das Projekt Airgate befördern, sondern die Region auch in den Fokus japanischer Firmen rücken. „Es bedarf aus unserer Sicht einer Erweiterung des Spektrums“, sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. Und dafür will er auch mit seiner Firmengruppe sorgen. So plant er für Jagel die Ansiedlung eines Unternehmens zur mechanischen Prüfung elektrotechnischer Bauteile für die Automobilindustrie sowie eines Institutes für Sicherheitstechnik. Bis zu 150 neue Arbeitsplätze peilt er in diesen Firmen an.

Hintergrund ist das Aufgabenspektrum der deutschen Tochterunternehmen der japanischen C-Lux Company Ltd. Eine der Firmen ist tätig in der Entwicklung und im Vertrieb von Bauteilen für Bosch und ist in diesem Segment nach Aussage Zanders „führend in ganz Asien“. Außerdem sei man an der Entwicklung von so genannten E-Call-Systemen beteiligt, die bald zum Standard in der Automobilentwicklung werden könnten.

Dreh- und Angelpunkt für die weitere Entwicklung auf dem Flugplatzgelände ist allerdings der endgültige Mitbenutzungsvertrag zwischen dem Bund und der Airgate. Er regelt die Modalitäten für das reibungslose Nebeneinander von militärischer und ziviler Nutzung des größten Fliegerhorstes in Europa. Nach Angaben des Airgate-Geschäftsführers Dietrich Wachtel liegt das umfangreiche Vertragswerk inzwischen vor und müsste eigentlich nur noch unterschrieben werden.

Doch so einfach ist das nicht, das weiß auch der Airgate-Geschäftsführer. Denn das Verteidigungsministerium macht die luftfahrtrechtliche Betriebsgenehmigung durch das Land zur Voraussetzung für die Unterschrift. Die Landesregierung ihrerseits hat sich zwar klar für das Projekt ausgesprochen, benötigt für die Betriebsgenehmigung aber zahlreiche Gutachten.

Und die kosten viel Geld – insgesamt rund 600 000 Euro –, die die Airgate-Gesellschafter allein nicht ohne Weiteres aufbringen können, sondern gern vom Konto der bereit stehenden Investoren abbuchen möchten. Die Investoren wiederum fordern von der Airgate etwas Handfestes, das ihnen zeigt, dass das Airport-Projekt vorankommt – am besten also den unterzeichneten Mitbenutzungsvertrag.

Derzeit werden daher im Verteidigungsministerium Lösungen diskutiert. Am wahrscheinlichsten erscheint derzeit, dass man in Berlin zwar weiterhin auf der Luftfahrtgenehmigung durch das Land beharren wird, diese jedoch auch nachgeschoben werden kann. Mit dieser Lösung wäre der Gordische Knoten durchschlagen.

Bisher hatte die Airgate zu diesem Zweck eine Paraphierung der Vereinbarung gefordert, das heißt die beiderseitige Festlegung auf den ausgehandelten Inhalt ohne die endgültige Unterschrift. Der Vertrag selbst ist nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium inzwischen „ausverhandelt“. Thorsten Ilg, Referent von Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey: „Der Vertrag ist in naher Zukunft entscheidungsreif.“

Allerdings weist Ilg darauf hin, dass das Verteidigungsministerium zwar alles tue, um die Investitionen nicht zu behindern, aber auch die Interessen des Bundes – vor allem auch mit Blick auf mögliche Umstrukturierungen auf dem Flugplatz – berücksichtigt werden müssten. Ilg spielt damit auf einen weiteren bislang ungelösten Punkt an.

Unterdessen hat die Airgate das vom Land geforderte Umweltverträglichkeitsgutachten in Auftrag gegeben. Der Luftsicherheitsplan soll bis Mitte März fertig sein. Er wird von einer Firma Zanders, der ZST Security Service Consulting and Technology GmbH aus Bordesholm, in Kooperation mit der FH in Flensburg erstellt. Und auch für das kostspielige Lärmschutzgutachten sei alles vorbereitet, sagt Wachtel.

Mitgeschäftsführer Arne Hansen glaubt zudem an zusätzlichen Rückenwind aus Kiel: Angesichts des Konjunkturprogramms II hätten sich die Voraussetzungen für das Projekt insgesamt verbessert, glaubt er. Das Land suche schließlich nach Möglichkeiten, ein Drittel der 450 Millionen Euro für Schleswig-Holstein zügig in Infrastrukturprojekte zu investieren. Da passe das Flugplatzkonzept optimal ins Bild. „Und hier wird nicht einmal staatliches Geld gebraucht.“

Hannes Harding SHZ, 02.02.2009

 

Marnette spricht sich für Airport Jagel aus

Wirtschaftsminister sichert Initiatoren zügige Bearbeitung des Genehmigungsverfahrens zu

 

– Wirtschaftsminister Werner Marnette hat sich für die zivile Mitnutzung des Militärflughafens Jagel ausgesprochen. Der Flughafen könne sich zu einem Motor für die Wirtschaft in der Region entwickeln, sagte er am Montagabend in Schleswig auf einer Wahlkreismitgliederversammlung der CDU.

Der Airgate Schleswig-Holstein sicherte der Minister eine zügige Bearbeitung aller Genehmigungsverfahren zu. Zudem wolle er die Airgate bei den anstehenden Verhandlungen mit dem Bund unterstützen.

Allerdings könne das Land sich nicht finanziell beteiligen, sagte der Minister. Ein Vertrag über die zivile Mitnutzung wird derzeit im Bundesverteidigungsministerium vorbereitet. Als weiteres wichtiges Infrastrukturprojekt nannte Marnette den geplanten Ausbau der Autobahn 7.

SN, 04.02.2009

 

Die meisten Leute denken an Fluglärmbelastung in Verbindung mit Flugverkehr!

Wie komplex die Problematik hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen und wie umfangreich die Schadstoffbelastung ist, macht der Beitrag von Dr. Matthias Klinger deutlich. Lies den Vortrag als PDF-Datei!

 

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Billund hatte fast 2.000.000 Passagiere im Jahre 2005.

Es waren 130.000 Pass. und 4000 Tonnen Fracht mehr als 2004.

Es wurden 12 Mio. Kronen mehr verdient, was den Gesamtjahresverlust auf 5 Mio. Kronen verringern konnte (FlA, 01.04.2006)

Fazit:

Selbst bei dem Umsatz konnte kein Überschuss erwirtschaftet werden! Die Airgate-SH muss über sehr kompetente Fachleute verfügen, wenn sie sich Erfolg mit der ziv. Nutz. Jagels verspricht.

Es muss eine ganz andere lukrative Sache - was wir ja immer noch befürchten - hinter dem Projekt Jagel stecken, sonst lässt sich das Engagement der Airgate-SH unserer Meinung nach nicht erklären!

 

Folgende Infoseite der Sendung "Panorama" zeigt einiges über die Unwirtschaftlichkeit deutscher Flugplätze, u.a. auch Rostock-Laage, welcher als Beispielflughafen von der Airgate-SH angeführt wird: http://www.ndrtv.de/panorama/archiv/2006/0112/billigflieger.html

Deutsche-Bank-Research zum Thema "Ausbau von Regionalflughäfen" (Studie hält Privatisierung für sinnvoll): http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000192158.pdf

Eine Studie über den Vergleich der Wirtschaftlichkeit diverser Flugplätze - darunter auch Rostock-Laage - zeigt auf, dass es keinen Flughafen gibt, dessen Betrieb nicht defizitär ist: http://www.zivilflughafen-lechfeld.de/presseerklaerungen/20040902_Wirtschaftlichkeit_von_Lagerlechfeld.pdf

Lest bitte auch folgenden Artikel von Martin Gaebges, Generalsekretär des Board of Airline Representatives in Germany, welcher im Mai in der Frankfurter Rundschau zu lesen war: http://www.foes.de/news35/6artikel7.html

Im Handelsblatt wird von typischen Kannibalisierungseffekten gesprochen, da subventionierte Flughäfen anderen ebenfalls schon subventionierten Flugplätzen die Arbeitsplätze streitig machen. Die einzigen Nutznießer sind dann Billigfluganbieter wie z.B. Ryan Air: http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1133545

 

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>>> Antrag auf Genehmigung zur Errichtung eines Abfertigungsterminals und dazu gehörenden Parkplätzen soll wohl gute Aussichten auf positiven Bescheid haben.

>>> Bei den zivilen Luftfahrbehörden wird Genehmigung des Luftverkehrs beantragt. (Man bedenke, dass der Wirtschaftsminister S.-H. vor einigen Wochen in der Presse erwähnte, dass er nichts dagegen hätte, wollten einige private Investoren einen zivilen Flugbetrieb in Jagel "ausprobieren"!)

>>> Das Vorhaben kann - laut Arne Hansens Aussage - frühestens 2006 beginnen. Der Terminal soll 1.800 qm groß sein, die 2 Parkplätze ca. 15.000 qm.

>>> Man geht davon aus, dass der militärische Flugbetrieb durch diese "Symbiose" gesichert werden soll.

>>> Ca. 10 Maschinen sollen anfänglich täglich zwischen 08.00 und 18.00 Uhr fliegen. Es handelt sich dann fast ausschließlich um Chartermaschinen. Etwas Cargo als Begleitlast, wenige Linien-, Geschäftsflüge. (Informationen aus dem Dänischen Übersetzt, Flensborg-Avis, 11.11.´04)

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SN, 21.09.07

 

(...)Verträgt sich eine zivile Nutzung des Flugplatzes Jagel mit dem noch auszubauenden Touristenziel Schleiregion? Und wie sehen Sie überhaupt den Bedarf für eine zivile Mitnutzung von Jagel, nicht zuletzt im Hinblick auf Port Olpenitz in Kappeln?

Wenn wir Tourismus groß schreiben, müssen wir auch dafür sorgen, dass die Touristen zu uns kommen können. Hier geht es auch um Fragen der Wirtschaftskraft. Ich habe mich immer für eine begrenzte zivile Mitnutzung * 1 des Flugplatzes ausgesprochen. Die Intensität des Flugbetriebes muss aber genau definiert werden. Im Übrigen stehen Flugplätze nicht dem Tourismus entgegen. Fragen Sie mal die Sylter, ob die auf ihren Flugplatz verzichten wollten .* 2 (...)


* 1

Peter Harry Carstensen am 27.08.´04 in der SHZ, Seite 3: Möglichkeit soll geprüft werden, ob Jagel sich für Frachtflugverkehr rund um die Uhr eignet.

* 2

Man denke an die vielen Artikel hinsichtlich des Sylter Flughafens in letzter Zeit! - Außerdem erfolgt der Anflug nach Sylt hauptsächlich über das offene Meer und nicht wie bei uns über die gesamte Schleiregion!

Artikel in der DVZ Deutsche Verkehrs Zeitung vom 4.7.06:

In der SH-Landeszeitung wird in einem Artikel auf Seite 5 am 21.08.´04 gefordert, Jagel als ernsthafte Alternative zum Ausbau Holtenaus ins Spiel zu bringen.

 

Erste Flugzeuge werden bald den Airport Jagel testen

– In „nicht all zu ferner Zukunft“ ist mit Anflügen verschieden großer Passagierflugzeuge auf dem Airport Jagel zu rechnen.(...) 

... Gespräche mit den Investoren seien weit fortgeschritten. Auch seien Gespräche mit den Fluggesellschaften, die Jagel anfliegen wollen, aufgenommen worden, erklärte Blankenagel. Noch in diesem Jahr wolle man die Investoren vorstellen. (...) Bauarbeiten Ende des Jahres beginnen...

Bis 2009 wird das Geschwader eine Staffel abbauen, aber dafür werden ab 2009 bis zu 25 unbemannte Aufklärungsflugzeuge stationiert. (SHZ, 26.06.2006)

 

Hinsichtlich eines Artikels über die Renovierungsarbeiten in Jagel zum Sommer 2004 heißt es:

(...)Die zweite Startbahn bleibt erhalten. Sie dient als Abstellfläche für Großraumflugzeuge.(...) SHZ, 08.04.´04

 

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Lübecker Nachrichten 23.09.06

(...) In dieser Situation (wo Holtenau vor dem Aus steht und Lübeck-Blankensee nicht sicher erscheint, Anmerkung Webredaktion) rührt die Lobby des Landesteils Schleswig erneut und verstärkt die Trommel für die zivile Mitnutzung des Militärflugplatzes Jagel. Die Genehmigung durch die Bundeswehr besteht. Und mit der Airgate SH GmbH & Co. KG existiert eine private Investorengruppe, die nach den Worten ihres Projektplaners Günter Blankenagel spätestens ab 2008 zivilen Charter-, Fracht- und Geschäftsreiseverkehr anbieten will. Allerdings hat sich auch hier bereits eine Interessentengruppe von Anliegern zusammengefunden, die das Vorhaben – zunächst verbal – nach Kräften bekämpft.(...)

Folgender Artikel im SHZ dementiert offensichtlich die Behauptung der Verkehrskreuz-SL-Jagel-GmbH, dass es keinerlei Grundlage für Cargo-Flugbetrieb in unserer Region gäbe. Wir (GZNJ) haben ja schon aus dem Weidleplan-Gutachten her abgeleitet, dass eine Basis durchaus gegeben zu sein scheint. Wenn jetzt sogar der Wirtschaftsminister folgendes äußert, dann spricht dies wohl für sich!

"Es ist eigentlich ein Jammer", zog Rohwer das Fazit nach dieser Visite, "dass wir das Gelände (gemeint ist der Militärflugplatz in Eggebek - Anmerk. Webmaster) nicht länger nutzen". Vielleicht zeigte er sich deshalb einem Thema besonders aufgeschlossen: die weitere Nutzung als Flugplatz, eventuell in Verbindung mit einem Logistikzentrum. "Nach meinen Eindruck könnte das Thema Frachtflug interessant sein", sagte der Minister, der die Stärke der Region darin sieht, dass hier zurzeit auch nachts geflogen werden kann. (SHZ v. 04.03.´04)

Weitere Folgerung: Eigentlich ist Eggebek nicht für zivile Flugzeugstarts geeignet, da die infrastrukturellen Gegebenheiten stark begrenzt sind. Fazit: Cargo in Eggebek wäre nicht realisierbar....Basis für Frachtflüge in unserer Region ist aus Sicht des Wirtschaftsministers wohl vorhanden....Sind also doch Kräfte am walten, ein Logistikzentrum mit Cargoflugbetrieb in unserer Region (Jagel?) realisieren zu wollen!?!?

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Schleswiger Nachrichten, 26.11.´03, S. 17

Caroline Schwarz am 24.11.´03: (...)"Und so wie mit der Landesgartenschau kriegen wir das auch noch mit dem Flughafen in Jagel hin."(...)

Dr. Rainer Wadephul: (...)"Schleswig-Holstein braucht ein schlüssiges Flughafenkonzept"(...)

 

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(Flensborg-Avis vom 19.11.´03) Wirtschaft. Bis auf den Initiator der Zivilnutzung erteilten ihr alle Teilnehmer einer Podiumsdiskusion aus technischen und wirtschaftlichen Gründen eine Absage.

SCHLESWIG. "Die Initiative von Herrn Hansen ist sehr lobenswert. Aber die Rahmenbedingungen machen sie kaum umsetzbar." Mit diesen Worten fasste Manfred Bühring von der Wirtschafts- und Regionalentwicklungsgesellschaft (WiREG) seine Bedenken gegen eine zivile Mitnutzung des Militärflugplatzes Jagel zusammen. Er vertrat damit die gleiche Meinung wie Sprecher des Verkehrsministeriums, des Landtags und der Bürgerinitiative gegen den Zivil-Flugplatz, die die SPD-Kreistagsfraktion zu einer Podiumsdiskussion eingeladen hatte.
Zu Beginn der Veranstaltung hatte Arne Hansen, Geschäftsführer der "Verkehrskreuz Schleswig-Jagel GmbH", 45 Minuten lang Gelegenheit, die Idee des Zivil-Flughafens auszubreiten. Zusammen mit seinen Partnern wolle er etwas gegen das "Ausbluten der Region" tun, der "wirtschaftlichen Negativentwicklung entgegen wirken" und "Aufwind für die Region" bringen, sagte Hansen. Seinen Berechnungen zufolge kann der Flugplatz wirtschaftlich betrieben werden, wenn er von 400.000 Passagieren im Jahr genutzt wird. Wegen der militärischen Nutzung sei dies nur von montags bis freitags möglich, was bei 100 Passagieren je Flug zwölf Flüge pro Tag bedeute.
Über Geld verlor Hansen kein Wort, was den SPD-Landtagsabgeordneten Holger Astrup sehr "beunruhigte". Seit 13 Jahren höre er immer wieder von einer Zivilnutzung Jagels, aber er habe in der Zeit noch niemanden getroffen, der von dort fliegen wolle, sagte Astrup des Themas deutlich überdrüssig. Er bezweifelte den regionalwirtschaftlichen Effekt und machte gleichzeitig deutlich, dass es "null Euro Zuschuss" geben wird. Ausserdem fordere das Verteidigungsministerium, dass vor Abschluss eines Mitbenutzungsvertrages ein grösstmöglicher Konsens erzielt werden müsse. 
"Herr Hansen, das kriegen Sie nicht hin", betonte Astrup angesichts des Widerstandes in der Bevölkerung.
Fünf Millionen Euro für Anflugsystem
Bernd Küpperbusch, Referent für Luftfahrt im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, wies auf die Technik- und Sicherheitsprobleme für eine zivile Mitnutzung von Jagel hin. Es müsse ein ziviles Anflugsystem installiert werden, was mindestens fünf Millionen Euro koste, und die deutsche Flugsicherungsgesellschaft werde sich nicht auf die zeitlich beschränkte Anfliegbarkeit einlassen. Ausserdem müssten die strengen EU-Sicherheitsvorschriften auch bei einer "Billig-Variante Jagel" beachtet werden. Schliesslich seien Landesmittel an den Ausbau von Kiel-Holtenau gebunden und halte die Landesregierung an Kaltenkirchen als Erweiterung für Hamburg-Fuhlsbüttel fest, was frühestens im Jahr 2030 zur Diskussion stehe.
Bühring, der auch Geschäftsführer des Flugplatzes Flensburg-Schäferhaus ist, sah von einer zivilen Nutzung Jagels "erhebliche Kannibalisierungseffekte" ausgehen. Er räumte weder dem Charter-, dem Linien-, noch dem Frachtluftverkehr eine wirtschaftliche Chance ein. Das Land werde sich nicht finanziell beteiligen, und der notwendige Flugplatzausbau sei nicht aus EU-Mitteln förderfähig, betonte Bühring.
"Es lohnt sich nicht, sich ernsthaft mit dem Thema zu befassen", schloss Astrup.
Renate Hopfe

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Jageler Gemeinderat will sich nach Willen der Bürger richten

(...)"Die Frage, ob ... eine zivile Nutzung des Flugplatzes zuzumuten sei, könne er allerdings erst beantworten, wenn die Marineflieger in Jagel seien. "Wir Gemeindevertreter werden uns in dieser Frage auf jeden Fall nach dem Willen der Bürger richten", erklärte Ketelsen.

Er verwies darauf, dass die Mehrheit der Anwesenden in der Informationsveranstaltung der "Verkehrskreuz Schleswig-Jagel GmbH" am 2. Oktober in Selk einer zivilen Mitbenutzung des Flugplatzes ablehnend gegenübergestanden habe. Zudem habe eine Internet-Umfrage von Amtsvorsteher Ralf Feddersen ergeben, dass 97 Prozent der Teilnehmer gegen dieses Vorhaben seien."(...) (Schleswiger Nachrichten, 23.10.´03)

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Grüne gegen die zivile Nutzung Jagels

(...)Als „Problemfeld“ sehen die Grünen den geplanten Ausbau des Militärflughafens Jagel an. Zu befürchten sei, dass die Flugbewegungen „in weitaus größerem Ausmaß stattfinden als angekündigt, denn sonst würde es sich nicht rechnen. „Ich möchte als Feriengast nicht an der Schlei Urlaub machen, wenn häufig die Maschinen über einen hinweg düsen.“(...)  (SN, 14.09.2006)

B.U.N.D. und IGU einhellig gegen die zivile Nutzung Jagels

Auf ihrer Monatsversammlung widmeten sich die BUND-Kreisgruppe und die Interessengemeinschaft Umweltschutz Schleswig und Umgebung (IGU) aktuellen Themen aus dem Schleswiger Raum. Nach kurzer Diskussion sprachen sich die Mitglieder der beiden Umweltgruppen einhellig gegen die zivile Nutzung des Flugplatzes Jagel aus. Man glaubt absolut nicht daran, dass die Beteuerungen der Airgate-Vertreter, man wolle sich auf vier Flüge täglich beschränken und auf Wochenend- und Cargoflüge sowie Steuergelder verzichten, haltbar sein werden. Der Zwang zur Wirtschaftlichkeit werde zwangsläufig dazu führen, dass jede Erweiterung des Flugbetriebs angenommen würde.

Die Umweltgruppen halten die Bemühungen der Airgate für kontraproduktiv in einer Region, die auf die Arbeitsplätze im Sanften Tourismus angewiesen ist und ihre Bemühungen verstärken will, Gäste zum Verweilen in einer Region zu bewegen, deren Attraktivität in einer weitgehend intakten Natur und der Aussicht auf einen ruhigen, erholsamen Urlaub besteht.

Die Umweltgruppen verstehen, dass die Aussicht auf neue Arbeitsplätze zur Zustimmung reizt, doch sollte man nicht unterschätzen, dass die Aussicht auf Fluglärm für viele Menschen abschreckend wirkt, wenn es um Urlaubsziele oder auch einen neuen Wohnsitz etwa auf der Freiheit geht. Den Anwesenden waren mehrere Familien bekannt, die angekündigt haben, bei Realisierung des Zivilflughafens in ruhige Regionen zu ziehen. (Pressemitteilung, 10.11.2005)


(...) "Abgelehnt wurde von den Umweltschützern eine zivile Mitnutzung des Flugplatzes Jagel. Die Region habe nur die Chance, auf "sanften Tourismus" zu setzen, und hier sei die Landschaft an der Schlei das entscheidende Gut, das Urlauber zur Entscheidung für dieses Ziel bringen könne. Zudem überschreite die Belastung durch Fluglärm schon jetzt oft die Grenzen des Zumutbaren. "(Flensborg-Avis, 17.10.´03)

 

 

So vielfältig und konkret wird hinsichtlich der zivilen Mitbenutzung Jagels schon geplant:

IHK-Vertreter soll gegen folgendes Projekt Einspruch eingelegt haben, weil bei Renaturierung die zu erwartenden Zugvögel die zivile Nutzung beeinträchtigen könnten.

Der Dannewerker See

Eine Chance für Naturschutz und Denkmalpflege

Kaum jemand in Dannewerk weiß heute noch, dass sich zwischen Groß- und Kleindannewerk früher ein langer, schmaler See hinstreckte.

Heute ist dieser Dannewerker See nur noch als Tal mit saftigen Weiden zu erkennen; dem Wanderer fällt auf, dass der Wall des Danewerks an der Thyraburg plötzlich aufhört und erst jenseits des Tales auf der Ostseite wieder auszumachen ist. Wasser und Sumpf ließen diese Stelle unpassierbar für Angreifer machen; doch hatte man zur Überquerung des Sees auf dem moorigen Untergrund ein System aus Senkkästen angelegt, die aus sandgefüllten Eichenbohlen bestanden. Dieses Verbindungsstück wird sich nur schwach über die Wasseroberfläche erhoben haben, sicherte aber Bewegungsfreiheit auf dem Wall. Seit ca. 1830 erscheint dieser See nur noch als ausgetrocknete Sumpffläche auf den Karten; extensive Landwirtschaft wird möglich.
Während der Nazizeit wurde dann die Trockenlegung verstärkt. In den fünfziger Jahren wurde die durchgehende Au kanalisiert und teilweise verrohrt. Trotzdem ist die Niederung im Zuge der landwirtschaftlichen Neuorientierung als feuchte Weidefläche nicht mehr von überzeugender Bedeutung für die Bauern des Dorfes.
So bietet sich heute die günstige Gelegenheit, Pläne wiederzubeleben, den Dannewerker See mit Wasser zu füllen. Etwa 40 ha Land müssten aufgekauft werden, um diesen Teil des Festungswerkes wieder sichtbar zu machen. Neben den Historikern sind die Naturschützer an dem Projekt äußerst interessiert, und so ist es kein Wunder, dass die Interessengemeinschaft Umweltschutz Schleswig und Umgebung (IGU Schleswig) die treibende Kraft für die Wiederherstellung geworden ist. Gemeinsam mit der Gemeinde Dannewerk, vielen Behörden und den Landwirten versucht man, Gelder für den Grunderwerb zu beschaffen. Wegen der überstaatlichen Bedeutung wird gegenwärtig sondiert, ob die EG das Projekt finanzieren wird.
Da neben Umweltminister Heydemann auch die Landesbehörden Schleswig-Holsteins sowie selbstverständlich die dänische Minderheit den See wiederherstellen wollen, kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis hier wieder ein Fischer seine Reusen auslegen kann. (aus der Zeitschrift "Slesvigland")

 

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NDR - Das Magazin am 10.10.2003 im Vorabend-Programm:

Kurzer Bericht über Hannover-Langenhagen, ein ziviler Flugplatz...

>>> wurde vor 3 Jahren ausgebaut,

>>> mit Nachtflug-Erlaubnis ausgestattet,

>>> allein im Jahr 2002 gab es 12.000 Anlieger-Beschwerden.

>>> Nach Querelen mit der Messdatenerfassung stellte die örtliche Initiative eine eigene Messstation auf.

>>> Deren Daten weichen von den Angaben der Flughafenverwaltung ab. So wird jetzt der Mittelwert errechnet.

>>> Tiefflüge werden bestritten.

>>> Bisher 2 x geklagt, ohne Erfolg.

>>> Betroffene Bürger zahlen wegen Belastung jetzt erst einmal keine Grundsteuer mehr.

Eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Finanzamt steht an.

 

Freunde und Mitstreiter,

als unsere Schleswiger Nachrichten am 02. Februar 2009 nach langer Pause wieder mal einen ihrer Luftballons über die airgate-sh startete, stockte manchem ja vielleicht der Atem: „Jetzt geht’s los!“.

Andererseits wissen SN-Leser aus jahrelanger Erfahrung, dass derartige Werbeartikel irgendwann völlig in sich zusammenfallen. Es ist 15 Monate her, da erfuhren wir, dass Müllentsorger Remondis, Asphaltwälzer Strabag und Kieler Stadtwerke demnächst Flughafenbetreiber sein wollen. Keiner von ihnen mochte sich vor uns dazu bekennen. Erinnern Sie die Schlagzeile in den SN vom Rückzug der Betreiber? Wir nicht!

Dass eine objektive Berichterstattung möglich ist, die auch Hintergründe recherchiert und gegebenenfalls kritisch beleuchtet, das wollte der Vorstand der GZNJ Herrn Hannes Harding gern bei einem gemeinsamen Gespräch verdeutlichen. Der nämlich ist als Journalist der Verfasser des oben erwähnten Artikels, in welchem er Herrn Zander als neuen Kommanditisten und - da mit einer 6-stelligen Summe einsteigend – gewissermaßen als Retter der airgate-sh anpreist. Sogar einen Luftsicherheitsplan hätte der schon so gut wie in der Tasche.

Den angebotenen Termin am 17. Februar wollte Harding gern wahrnehmen, sagte dann aber leider kurzfristig ab. Ein Vorstandsmitglied suchte ihn sodann in seinen Redaktionsräumen auf. Er versprach auf jeden Fall den nächsten Termin einzuhalten und trug ihn - nicht ganz unwitzig - unter den Augen von Angela P. in gleich drei unterschiedliche Terminplaner ein, auf dass er ihn in seiner Wichtigkeit nicht etwa verlöre. Am 10. März wartete der halbe Vorstand abends ab 19:00 h an neutralem Ort allerdings vergeblich auf den wortbrüchigen Journalisten. Am nächsten Tag warf ein anderes Redaktionsmitglied der SN unserer nachfragenden Angela P. vor, wo denn wir am Mittag um viertel nach Eins bloß gewesen seien. Den Kommentar zu so durchsichtigem Vorgehen wollen wir uns hier sparen.

Für SN und Öffentlichkeit wäre der Termin mit Harding durchaus von besonderer Bedeutung gewesen, hatten wir doch vor drei Jahren mit ihm und dem gerade neu eingestiegenen Chefredakteur Jung ein Gespräch über die unseres Erachtens höchst undifferenzierte Art der Berichterstattung immer dann, wenn es um die Absichten der airgate-sh geht.

Wir wollten die Gelegenheit nutzen, Herrn Harding eindringlich darauf aufmerksam zu machen, dass die Zeitung lesende Öffentlichkeit noch nie über Details informiert wurde, die wir dezidiert belegen können. Hier unsere Beispiele, die wir nun etwas ausführlicher erörtern, da wir Herrn Harding wohl kaum noch damit konfrontieren können:

1.    Die betroffenen Gemeinden wurden im Jahre 2005 eine nach der anderen durch schöne Lichtbildervorträge vom Vorhaben der airgate-sh unterrichtet. Begleitend zum Unternehmenskonzept in der Version 2.0 vom 29.04.2005 erhielten die Bürgermeister ab dem 26.05.2005 vom Leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes Haddeby Hansen ein Schreiben auf amtlichem Briefbogen mit der Aufforderung dem Vorhaben zuzustimmen. Die Zustimmung der Gemeinden war seinerzeit jene besondere von der Bundeswehr verlangte Voraussetzung, damit es überhaupt zum Abschluss eines Vorvertrages kommen könne. Die Zustimmung erfolgte, so konnte der Vertrag dann auch am 21.10.2005 geschlossen werden. Doch das passierte nicht – wie den Gemeinden im Begleitschreiben zum Konzept versprochen wurde - mit der vorliegenden aktuellen Version 2.0 als Grundlage sondern mit einer zwei Jahre älteren Fassung. Deren Inhalt kennt bis heute nicht ein einziges der zur Zustimmung verführten Gemeinderatsmitglieder.

2.    Um vollständige Einsicht in die Unterlagen bei Ämtern und Behörden zu erhalten, sah sich die GZNJ im Juli 2006 gezwungen, Klage vorm Verwaltungsgericht in Schleswig einzureichen. Bis dahin war es uns zwar gelungen, Einblick in einen großen Teil der vielen Versuche zu nehmen, durch welche die Landesregierung bewegt werden sollte, Jagel zu einem zivil mitgenutzten Flughafen zu machen. Das älteste Bittschreiben in der Akte 6007/ 21 beim Luftverkehrsamt stammt von der CDU und datiert vom 24. August 1990. Interessanterweise zitiert ein Dannewerker Gemeindemitglied als Gegner dieser Anfänge in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten Björn Engholm vom 18.10.1990 aus dessen Regierungsprogramm: „Innerdeutsche Flüge sind zu reduzieren und der Flugverkehr ist möglichst auf die Schiene zu verlegen“. Und nicht nur jener Dannewerker wendet sich bereits gegen die Richtung des Inhalts der Berichterstattung in der Presse. Die jüngsten Vorgänge in der Akte, dazu gehört nun mal der Vorvertrag, unterlagen – das durften wir am 31. März 2006 erfahren – nun plötzlich der Geheimhaltung. Und so mussten wir uns durch etliche extra für uns geschwärzte Passagen durchwühlen, die wir bis jetzt nicht zu Gesicht bekommen sollten trotz der eigens für den verantwortungsbewussten Bürger gemachten Gesetze IFG für Informationsfreiheit und UIG für Umweltinformationen. Nun aber hat uns nach drei langen Jahren des Wartens und Klagens das Bundesverwaltungsgericht den Weg freigeräumt, um den ganzen Vorvertrag und weitere vor uns verborgen gebliebene Anlagen einsehen zu dürfen. Wir werden darüber berichten.

3.    Und zu guter Letzt erscheint jüngst am 02. Februar ein Artikel über den Unternehmer Jörg Zander, der als Kommanditist der 'Airgate SH GmbH & Co. KG' beigetreten sei. Es ist allerdings so, dass selbst am 23.02.2009 kein solcher Kommanditist im neuesten Auszug des Handelsregisters aufzufinden ist. Dafür erfährt der tatsächlich nach Hintergründen suchende interessierte Bürger, womit Herr Zander in seiner beruflichen Welt befasst ist, aus dem Internet: In Bordesholm betreibt er einen Waffenhandel. Die Internetseite http://mjs-waffen.de zeigt, dass dort nicht nur Jagdmesser und Schreckschusspistolen ausgestellt sind. Ein animierender Rundblick durchs ganze Geschäft endet mit der Frage: „Konnten wir Sie begeistern?“.

Uns nicht, Herr Harding! Und soviel zu fehlenden Hintergründen und interessengeleiteter Information.

Ihre GZNJ

Der Vorstand  -  (eine Kopie dieses Kommentars ging am 17.03.2009 via Email an den Chefredakteur des SHZ, Herrn Richter)

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SN, 19.07.2008

Flugplatz Jagel:
Standort für neue Nato-Aufklärer?

Für die strukturschwache Region wäre es ein
echter Paukenschlag: Der Fliegerhorst Jagel bei Schleswig hat große Chancen, Heimat für neue Überwachungsflugzeuge der Nato zu werden.

– Im Jahr 2012 will die Nato das milliardenschwere luftgestützte Bodenüberwachungssystem „Alliance Ground Surveillance“ (AGS) starten. Dazu gehören nach bisheriger Planung vier Airbusse des Typs A 321 und bis zu sieben unbemannte Maschinen vom Typ Global Hawk. Als Standort kamen ursprünglich mehrere Fliegerhorste aus verschiedenen Nationen in Frage. In der Endauswahl sind jetzt Sigonella (Italien) und Jagel bei Schleswig, wie das Bundesverteidigungsministerium unserer Zeitung bestätigte.

Bekäme Jagel den Zuschlag, wäre damit die Aufstockung des Personals um mehrere hundert internationale Fachkräfte verbunden – eine interessante Perspektive für die wirtschaftsschwache Region. „Jagel hat sehr, sehr gute Karten“, glaubt der Itzehoer SPD-Verteidigungsexperte Jörn Thießen an eine Entscheidung der Nato zugunsten des schleswig-holsteinischen Standorts. In Jagel nämlich stationiert die Bundeswehr in zwei Jahren ohnehin ein eigenständiges unbemanntes Aufklärungssystem. Daher könnten für AGS „entsprechende Synergien“ genutzt werden, betonte auch ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Was aber wäre mit der geplanten zivilen Mitnutzung des Flugplatzes? Das Ministerium gibt dazu keine Prognose ab, verweist auf die „laufenden Vertragsverhandlungen“. In Militärkreisen glaubt jedoch kaum jemand, dass Ferien-Flieger und Nato-Drohnen den selben Flugplatz nutzen werden. „Das scheint fast unmöglich“, sagte ein Insider gegenüber unserer Zeitung.


Rosige Aussichten für den Norden: Wird Jagel das „Auge“ der Nato?

Kommen Nato-Militärs auf die Leistungen der Bundeswehr-Aufklärungsjets zu sprechen, hört man fast ausnahmslos positive Worte. Seit vergangenem Jahr fliegen sechs Tornados vom Aufklärungsgeschwader (AG) 51 „Immelmann“ aus Jagel bei Schleswig über Afghanistan und liefern den Nato-Truppen wichtige Lagebilder. Die Jageler – so der Tenor – verstehen ihren Job.

Diese Meinung könnte eine wichtige Entscheidung beeinflussen, die die Nato-Staaten bald treffen werden. Jagel ist nach Informationen unserer Zeitung heißer Kandidat für die Stationierung des luftgestützten Bodenüberwachungssystems „Alliance Ground Surveillance“ (AGS). Die Planungen dafür sehen einen Mix aus vier bemannten Maschinen auf Basis des Airbus A 321 und fünf bis sieben unbemannten Luftfahrzeugen (Unmanned Aerial Vehicles/kurz: UAV) vom Typ Global Hawk vor. Die bemannten Flugzeuge werden mit einem dem Awacs vergleichbaren Radarsystem ausgerüstet. Mit AGS will sich die Nato ab 2012 in die Lage versetzen, mögliche Einsatzgebiete weiträumig zu überwachen – und das mit in Echtzeit übermittelten Bildern. Zum Vergleich: Ein Recce-Tornado kann seine Fotos nicht direkt senden. Sie müssen am Boden erst ausgewertet werden. Ein weiterer großer Vorteil der UAV: Kein Pilot muss mehr sein Leben riskieren, um zum Beispiel in Afghanistan Taliban-Stellungen auszuspionieren. Die Drohne wird ganz einfach vom Boden aus gelenkt. Bereits im Irak-Krieg haben die Amerikaner den Global Hawk eingesetzt.

Die Kosten des von einem internationalen Industriekonsortium geschnürten AGS-Pakets belaufen sich Schätzungen zufolge auf 3,3 Milliarden Euro. Etwa ein Fünftel davon dürfte die Bundesrepublik tragen.

Unabhängig davon beginnt das „Drohnen-Zeitalter“ in Jagel bereits im Jahr 2010. Dann nämlich wird eine Tornado-Staffel durch fünf UAV vom Typ Euro Hawk – einer europäischen Variante des Global Hawk – ersetzt. Der Bau einer für die Drohnen tauglichen Start- und Landebahn steht unmittelbar vor dem Abschluss. Wenn sich das System bewährt, will die Bundeswehr eine zweite Tranche von fünf Euro Hawk beschaffen. Auch sie sollen in Jagel stationiert werden.

Nun aber winkt sogar die ganz große Lösung. Jagel könnte Heimat für die „Augen“ der Nato werden, wenn das Militärbündnis die entsprechende Entscheidung fällt. Allerdings ist der letzte verbliebene Konkurrent im Kampf um AGS ein dicker Brocken: Der Flugplatz Sigonella auf der Insel Sizilien. Er beherbergt nicht nur Seefernaufklärer der italienischen Luftwaffe und der US Navy, auch Tank- und Transportflugzeuge der US Air Force fliegen von dort aus. Die Amerikaner bezeichnen Sigonella daher gerne als „Drehkreuz für das Mittelmeer“.

Dennoch ist man in Berlin guter Dinge, das Rennen zu machen. „Da die Luftwaffe alle einzuführenden UAV in Jagel stationieren wird, können entsprechende Synergien genutzt werden“, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. „Jagel ist ein sehr bewährter Flugplatz“, findet auch der Itzehoer SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen, Mitglied des Verteidigungsausschusses, mit Verweis auf die Leistungen der „Immelmänner“. Natürlich wittert auch er die große strukturpolitische Chance. Schleswig-Holstein hat unter der Transformation der Bundeswehr besonders stark gelitten. Tausende Soldaten haben das Land zwischen den Meeren verlassen – mit ihnen ging viel Wirtschaftskraft verloren. Nun könnte der Standort Kropp/Jagel, in dem etwa 1850 Soldaten und Zivilangestellte beschäftigt sind, sogar an – internationalem – Personal dazugewinnen. Unabhängig davon steht fest: Ein Standbein der Luftwaffe der Zukunft ist die unbemannte Fliegerei. Und da hat Jagel zumindest auf nationaler Ebene die Nase vorn. Alf Clasen

 

SN, 22.07.2008

 

Die am Sonnabend durch unsere Zeitung bekannt gewordene Chance des Fliegerhorstes Jagel, Heimat für neue Überwachungsflugzeuge der Nato zu werden, hat ein positives Echo ausgelöst, wenn auch aus verschiedenen Gründen.

– Bringt eine mögliche Nato-Nutzung des Flugplatzes Jagel Schleswig und Umgebung womöglich größere Chancen als eine zivile Mitnutzung? Oder geht sogar beides zusammen, auch wenn sich dann Ferienflieger und unbemannte Drohnen ein und dasselbe Gelände teilen müssen? Die Diskussion darüber ist im vollen Gange, seitdem bekannt wurde, dass das Militärbündnis auf der Geest eventuell neue Überwachungsflugzeuge stationieren will.

Frank Neubauer (CDU), derzeit in Vertretung des urlaubenden Thorsten Dahl amtierender Bürgermeister, hofft auf die die mehreren hundert Arbeitsplätze, die mit dem luftgestützten Bodenüberwachungssystem „Alliance Ground Surveillance“ verbunden sein könnten. Das bedeute beste wirtschaftliche Aussichten für die Region Schleswig, freut er sich. „Diese Familien sind mit Sicherheit auch eine Zielgruppe für den neuen Stadtteil auf der Freiheit.“ Zudem sieht Neubauer eine eventuelle Stationierung von vier bemannten Maschinen auf Basis des Airbus A 321 und fünf bis sieben unbemannten Luftfahrzeugen (Unmanned Aerial Vehicles) vom Typ Global Hawk als langfristige Sicherung des Truppenstandorts Jagel: „Die Bundeswehr wird dadurch über Jahre gestärkt.“

Zu den möglicherweise negativen Konsequenzen des militärischen Ausbaus für eine gerade von seiner Partei positiv begleitete zivile Mitnutzung sagt er: „Ich bin da überhaupt nicht involviert, habe seit Monaten keine Pläne gesehen.“ Man müsse sehen, ob die Gesellschafter der Airgate Schleswig-Holstein GmbH damit klar kommen. Die erweiterte militärische Nutzung sei dagegen konkreter: „Es ist eine greifbare Sache.“

Die Nato-Aufklärer als Verhinderer einer zivilen Nutzung – für Berthold Diestel ein denkbares und sogar wünschenswertes Szenario. Der Vorsitzende der „Bürgervereinigung gegen die zivile Nutzung Jagels“ glaubt nicht, dass sich eine gemeinsame Nutzung des Fliegerhorstes organisieren lassen wird. Die Pläne für die zivile Nutzung seien hinfällig, wenn das Militär das Gelände komplett eigenständig brauchen oder die Mitnutzung andere Probleme verursachen würde. „Das Militär hat jederzeit die Option, zivile Einrichtungen wieder zurückbauen zu lassen“, bezieht er sich auf eine Klausel im Vertrag mit den Investoren. Und mit der Nato sei ja ein weiterer Akteur im Boot, der mitbestimmt. „Die Unsicherheit bleibt“, so Diestel.

Nach Einschätzung von Airgate-Geschäftsführer Arne Hansen, der die Pläne für eine zivile Mitnutzung vorantreibt, hat sich Diestel jedoch zu früh gefreut. „In dieser Konkretheit war das auch für uns relativ neu“, sagt er über den Bericht über die Nato-Pläne in der Sonnabend-Ausgabe. „Wir sehen das jedoch sehr positiv“. Die Aufwertung sei „für den Standort Jagel lebenserhaltend – jede weitere militärische Aufgabe ist deshalb auch für uns gut, weil unsere zivile Mitnutzung ja einen militärischen Betrieb voraussetzt.“ Obwohl in Militärkreisen kaum jemand daran glaubt, dass Ferien-Flieger und Nato-Drohnen denselben Flugplatz benutzen, kann sich Hansen dies sehr gut vorstellen. Er sieht nicht, dass sich die Zahl der Starts und Landungen im Vergleich zu den heute zwei Tornado-Staffeln wesentlich erhöhen würde. Sein Argument: Die Tornados bleiben oft nur anderthalb Stunden in der Luft – ein Airbus jedoch bis zu acht Stunden, eine Drohne bis zu 40 Stunden. „Was sich durch die Nato-Pläne noch an baulichen Entwicklungen in Regie der Bundeswehr tut, muss man sehen“, schiebt Hansen hinterher. Ob dies zu Verzögerungen für seine Mitnutzungsabsichten führen könnte? Es sei „zu früh, um darüber zu spekulieren“.

Ulrich Spitzer, Abteilungsleiter Standortpolitik bei der Industrie- und Handelskammer Flensburg, sagt: Von Untersuchungen zum einstigen Fliegerstandort Eggebek wisse man, dass pro stationiertem Soldaten eine weitere Person zusätzlich in die Region kommt. Die genannte Zahl von mehreren hundert neuen Arbeitsplätzen zweifelt er jedoch an, nennt das Ziel „sehr ambitioniert“. Spitzer gibt zu bedenken, dass nicht sicher sei, ob es bei der Jagel-Entscheidung, um zusätzliche normale Dienstverhältnisse geht. „Womöglich sind es ausländische Nato-Angehörige, die nur kurzfristig bleiben.“ Davon habe die Wirtschaft wesentlich weniger. Die zivile Mitnutzung hält er weiter für möglich. Hier gebe es aber viele Unsicherheiten, vor allem in Hinblick darauf, welche Fluggesellschaften und Reiseveranstalter den Flugplatz eigentlich nutzen sollen. Als besseren Faustpfand für die Zukunft mag Spitzer die erweitere militärische Nutzung nur bedingt bewerten. Ankündigungen der Bundeswehr seien ebenfalls alles andere als sicher. Neue Arbeitsplätze wären zwar erfreulich, aber „es besteht kein Anlass für Jubelstimmung“.

 

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Keine wirtschaftliche Grundlage für privat finanzierte zivile Nutzung Jagels !?

Diskussionsveranstaltung am 06.03.2008 im Fahrdorfer Fährhaus zur zivilen Nutzung Jagels

Holger Astrup stellte bei seiner gekonnt und überzeugend vorgetragenen einstündigen Power-Point-Animation klar, dass sich das Vorhaben der Airgate-SH unter den von ihr propagierten Vorraussetzungen mit 4 – 5 Maschinen täglich (8 – 10 Flugbewegungen) von montags bis freitags in den Zeiten ca. 07.00 – 20.00 Uhr niemals gewinnbringend realisieren ließe.

Der parlamentarische Geschäftsführer einer der an der Landesregierung beteiligten Parteien hatte durch imponierende Recherchearbeit Hintergrundmaterial über u.a. Flughafendichte und -bedarf, erforderliche Genehmigungsverfahren, private/öffentliche Finanzierungsmodelle gesammelt und dies übersichtlich geordnet aufgebaut in seine Präsentation eingebracht.

Im Laufe der anschließenden Diskussion im Fahrdorfer Fährhaus schien sich ganz klar herauszukristallisieren, dass eine zivile Mitnutzung Jagels unter den von der Airgate verbreiteten Voraussetzungen nicht realisierbar scheint.

Kommentar: So viel Wasser auf unsere Mühlen nährt bei uns einen gewissen Anfangsverdacht.
Es wurde von uns zweimal explizit die Frage nach dem landesplanerischen Standpunkt der LR gestellt, und dazu ist H.A. jedes Mal ausgewichen. Zitiert hat er dann aus einem veralteten Konzept eines gemeinsamen Luftverkehrskonzeptes von SH und HH:" Ach, ja, und dann gibt es da ja auch noch ein Vorhaben in Jagel".

Das ist aber nicht das, was das Land an Kompetenz im Rahmen seiner Landesplanung regeln kann, insbesondere nicht, wenn um die Errichtung eines Flughafens oder die umfassende Nutzungsänderung eines bestehenden anderen, hier militärischen geht, gerade wenn dort die Zielstellung eines profitablen Unternehmens geplant ist. Die dazu notwendige Kapazität hat H.A. uns ja deutlich vor Augen geführt. Diese Diskrepanz ist aber genau der „Juckepunkt“ in dem ganzen Spiel von Tarnen und Täuschen.

Redet man die Sache klein und schlägt dann wie der Kasper noch mit Klatsche drauf, ist es natürlich leicht, die Verantwortlichkeit der LR so weit herunterzuspielen, dass letztlich die Sitzkommune den schwarzen Peter der Entscheidung hat. Würde dagegen die Zielstellung eines profitablen Flughafens von vornherein mit der dazu notwendigen Projektgestalt auf dem Tisch liegen, wäre es weitaus schwieriger sich darauf zurückzuziehen, dass nur der Tatbestand entscheidungsrelevant sein soll, ob hier öffentliche Mittel in die Finanzierung einzubringen sind oder nicht.

Uns beunruhigt die in unzweideutiger Klarheit ausgedrückte Haltung sowohl bei Austermann wie bei Astrup: "Wenn diese Finanzierung steht, werden wir die Genehmigung erteilen". Nachsatz von H.A.: "Dann können Sie klagen." Letzteres war wohl an uns adressiert. Die in diesem Kontext gefallene Feststellung, dass die Airgate einen Rechtsanspruch auf Erteilung der Genehmigung habe, dürfte in dieser Form wohl nicht haltbar sein, denn das Land hat sehr wohl das Recht, landesplanerische Interessen zu gewichten. Lediglich eine rechtsmissbräuchliche Ablehnung steht dem Land nicht zu.

Man kann die Befürchtung hegen, dass diese vorweg in den Raum gestellte Bereitschaft zu einer Genehmigung, bei der zu allen Unterlagen eines noch zu verifizierenden Antrags die Anmerkung in der Präsentation stand "liegt noch nicht vor“, ein späteres Zurück verhindern helfen soll.

Aus unserer Sicht ist trotz aller Eleganz des gestrigen Vortrags die Gefahr aus der „Kiste“ nicht heraus. Die von uns gestellte Frage, was die Airgate denn umtreibt, ist offen geblieben. Dies veranlasst uns zu der Frage, was denn mit den Offiziellen des Landes, z. B. im Verkehrsausschuss, eigentlich Belastbares (oder war es Belastendes) besprochen wurde.

 

Ein bisher nicht behandelter Aspekt zum Thema wurde ebenfalls bei oben genannter Diskussionsveranstaltung angesprochen:

Gefährdung der Anerkennung von Haithabu und Danewerk als Unesco-Weltkulturerbe durch geplante zivile Nutzung Jagels:

 

- Verkehrliche Inanspruchnahme von insbesondere Haithabu (Flugroute geht direkt darüber hinweg) – hierbei Gefährdung der Imagination des Betrachters, da große Verkehrsflugzeuge absolut nicht in das Bild der Wikingerzeit passen – man hat ja schließlich die neuen Reetdachhäuser gebaut, um die Illusion einer bestehenden Wikingersiedlung zu begünstigen

 

- zwingend erforderliche Ausgrabungen in Jagel auf dem Fliegerhorst bei Baumaßnahmen für die zivile Nutzung, da es sehr viele Bodendenkmäler gibt (Ochsenweg/Kograben verliefen ursprünglich ja durch das Gelände)

 

- Zerstörung der Sichtachsen in Jagel hinsichtlich der noch bestehenden Wälle – bei u.a. Bau des Terminals liegt auch hier eine Gefährdung der Imagination vor. Man denke an den Fall der Brücke in Dresden, wo ein ähnlicher Aspekt große Relevanz für die Unesco-Inspektoren hatte.

 

Außerdem:

 

Die alte Eisenbahntrasse der im Jahre 1854 von  Frederik VII. eröffneten Südschleswigschen Eisenbahn, die als Stichstrecke nach Schleswig errichtet wurde – noch immer als Teilstück sichtbarer Damm beim Klosterkruger Bahnhof - stellt ebenfalls ein erhaltenswertes Denkmal der frühindustriellen Zeit dar, zumal es keine erhaltenen Bahnstrecken dieser Art - wegen Überbauung - mehr gibt.

 

Ein ökologisch-historischer Aspekt hinsichtlich Jagels wäre der folgende:

 

Die Rasenflächen auf dem Fliegerhorst bestehen aus vielen Hektar ökologisch sehr wertvollem Magerrasen, wie er kaum noch zu finden ist. Dieser würde z.T.  durch einen zivilen Ausbau gefährdet/zerstört.

 

GZNJ, 08.03.2008

 

 

Anzeige aus der Beilage in der Moin-Moin für die Kropper Messe (K.I.S.) im April 2007:

 

 

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"Schleswiger Ansichten" der SN am 20.01.07:

"Gleichgültig wie man zum geplanten Zivilflughafens Jagel steht, eines kann man den „Airgate SH“-Geschäftsführern Arne Hansen und Dietrich Wachtel nicht absprechen: Ihre Werbung ist originell. In diesen Tagen verschickten sie an Menschen, die sich mit dem Airport Jagel beschäftigen, einen postalischen Gruß. Dem Schreiben war ein Bastelbogen beigelegt. Wer sich die Mühe machte, diesen Bogen nach mitgelieferter Anleitung zu falten, erhielt auf diese Weise einen Privatjet aus Papier. Die Luft- und Raumfahrtingenieure in der Redaktion prüften den Jet auf Herz und Nieren. Und siehe da: Die Konstruktion mit der Aufschrift „Ich flieg auf Jagel Airport“ erwies sich als das beste Papierflugzeug, das jemals durch die Redaktion geflogen ist. Eine Strecke von zehn Metern war für den Jet kein Problem. Dann legte er eine sanfte Landung hin und war dabei ausgesprochen leise. Kein schlechtes Omen für die Airport-Befürworter."

 

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Schleswig, den 11.06.2006

Liebe Freunde und Mitstreiter,

heute ging das Einschreiben der Wehrbereichsverwaltung Nord hier ein, mit dem uns ausdrücklich erklärt wird, dass eine Mitteilung an uns über den Inhalt der Anlagen, die dem Vorvertrag zwischen Bundeswehr und Airgate beigefügt wurde, nachteilige Auswirkungen auf die Verteidigung hätte, weil dabei schutzwürdige sicherheitsrelevante Sachverhalte offengelegt würden.

Gegenüber den ein wärmendes Plätzchen für ihr Geld suchenden Investoren gilt solches nicht, denn da die Airgate Vertragspartner der Bundesrepublik Deutschland sei, wurde sie "verpflichtet die ihr am 21.10.2005 überlassenen Unterlagen vertraulich zu behandeln. Dies schließt auch die Weitergabe an Dritte mit ein." Insofern bestehe ein wesentlicher Unterschied zu uns, die wir keiner enstprechenden vertraglichen Verpflichtung unterliegen. Die Logik dieser Argumentation erschließt sich einem da nicht so ganz! Also: Investoren, die ja erst welche werden wollen oder vielleicht sogar nur vorgeben, welche werden zu wollen, erhalten von der Airgate Einsicht in die Unterlagen. Und das ist deshalb nicht sicherheitsrelevant, weil sich die Airgate ja vertraglich zur Vertraulichkeit verpflichtet hat. Wir hingegen sind Terroristen gleichgestellt, weil uns das Wohl unserer Region und unserer Kinder am Herzen liegt und wir vor weiterer Zunahme von Lärm und Luftverschmutzung warnen.

Es ist also nötiger denn je, weiterhin aufmerksam zu machen auf das, was uns hier drohen könnte: Eine unter Geheimniskrämerei verborgen bleibende Entwicklung und eine Informationspolitik die unseren Mitbürgern die Augen und Ohren so lange verschließen möchte, bis es zu spät sein wird zu reagieren, um die Entwicklung noch verhindern zu können!

Berthold Diestel, 1. Vorsitzender GZNJ

 

Airgate lehnt Einsicht in Vorvertrag ab

Anfang November hatte der Pressesprecher der GZNJ ein längeres und sehr positiv verlaufendes Telefonat mit der Präsidentin der Wehrbereichsverwaltung, Frau König, welche bei der Unterzeichnung im Waldschlösschen mit dabei war.

Sie teilte mit, dass sie der GZNJ den Text des Vorvertrages zu kommen lassen könne, wenn beide Vertragspartner einwilligen. Sie selbst schien das Argument zu verstehen, dass wir gerne wissen wollen, gegen was wir eigentlich konkret kämpfen und dass gerade die Ungewissheit  Ängste schürt. 

Am 17.11.2005 bekamen wir einen Brief von der Wehrbereichsverwaltung, in dem besagte Frau König uns mitteilte, dass die Airgate es ablehnt, uns den Vorvertragstext zugänglich zu machen.

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Offener Brief

Ende Oktober 2003 haben wir an alle Entscheidungsträger innerhalb der betroffenen

Gebiete und an diverse Zeitungen einen offenen Brief gesandt.

               Download hier als PDF-Datei.

 

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Luftwaffe bleibt eine stabile Größe im Norden

(...)" Das AG 51 ist das einzige Aufklärungsgeschwader der Bundeswehr und hat daher zurzeit keine Existenzsorgen...(...)"
(...)" Personalumfang von derzeit rund 1300 Soldaten und etwa 500 zivilen Mitarbeitern sogar wachsen, wenn das Marinefliegergeschwader (MFG 2) in Tarp/Eggebek Ende 2005 aufgelöst wird, sagte der stellvertretende AG 51-Kommodore..."(...) (Schleswiger Nachrichten, den 14.10.´03)

Somit kann hoffentlich dem Argument Einhalt geboten werden, welches einige Politiker streuen, nämlich dass angeblich nur die zivile Mitnutzung Jagels den Fortbestand der militärischen Arbeitsplätze sichern kann!

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Rückenwind aus Kropp für zivile Mitnutzung Jagels

„Die Unterstützung heute Abend vermittelt unseren Investoren das Gefühl, in der Region gemocht zu sein.“ So bilanzierte Airgate-Mitgeschäftsführer Arne Hansen einen Gedankenaustausch über die zivile Mitnutzung des Flugplatzes Jagel, zu dem die Kropper Wirtschaft eingeladen hatte.

– Kropps Bürgervorsteher Klaus Lorenzen (CDU) hat die Kritiker einer zivilen Mitnutzung des Militärflugplatzes Jagel attackiert: Sie seien „Egoisten, die überwiegend ein gesichertes Einkommen aus einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst beziehen und im Urlaub teilweise selbst nach Teneriffa fliegen“, ereiferte sich der höchste Repräsentant der Gemeinde bei einem Gedankenaustausch, zu dem das „Regionalmarketing Kropp“ und der Handel-, Handwerk- und Gewerbeverein (HHG) Kropp in die Offiziersheimgesellschaft der Uwe-Von-Hassel-Kaserne eingeladen hatten.

Lorenzen beschuldigte die Airport-Kritiker, nicht an die Notwendigkeit neuer wirtschaftlicher Impulse insbesondere für junge Familien und Ausbildungsplätze zu denken. Der Bürgervorsteher ging noch einen Schritt weiter als viele grundsätzliche Befürworter einer zivilen Mitnutzung für Passagiere: „Meiner Meinung nach wird auch der Cargo-Flug eines Tages hinzukommen – nur dadurch ist der zivile Betrieb lebensfähig.“

Arne Hansen, Mitgeschäftsführer der Airport-Jagel-GmbH, setzt hingegen darauf, dass vor allem der Aufbau von Wartungs-Facilitäten sowie Ausbildungsangebote für Flugpersonal dazu beitragen, dass sich eine zivile Mitnutzung Jagels rechnet. Er betonte, dass es dabei nicht um Billigjobs gehe. „Das ist eine sehr anspruchsvolle Sache von den Arbeitskräften her.“ Unter anderem will er damit Fachkräfte ansprechen, die einst bei der Bundeswehr in der Region tätig waren „und die häufig noch ihren Immobilienbesitz hier oben haben“.

Nach Angaben Hansens hängt der weitere Fortgang seines Projekts davon ab, wie schnell der Mitbenutzungsvertrag zwischen dem Bundesverteidigungsministerium und der Airgate ausgehandelt wird. „Es liegt in der Hand der Konzerne, die als Investoren bereitstehen, was sich als nächstes tut“, sagte Hansen. Die Airgate sei vermittelnd tätig, „um alle Interessen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen“. Aus Sicht der – von Hansen namentlich nicht genannten – Investoren gehe es insbesondere „um eine Absicherung ihres geldlichen Engagements“ gegenüber dem Bund. Außerdem seien die Controller der Investoren dabei, das Projekt zu durchleuchten und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Nachfragen zur weiteren Zeitschiene ließ der Airgate-Mann unbeantwortet: „Wir können von den Geldgebern keinen zu einer Unterzeichnung zu einem bestimmten Zeitpunkt zwingen.“

Der Kommodore des Aufklärungsgeschwaders 51 „Immelmann“, Karsten Stoye, bekräftigte, er stehe einer zivilen Mitnutzung „offen“ gegenüber. „Es muss natürlich geschaut werden, welche Interessen beide Seiten haben – aber ich sehe es nicht als unüberwindbares Thema.“ HHG-Vorsitzender Adolf Deeke bezeichnete es als „wichtigen Impuls für unsere Region, dass die zivile Mitnutzung kommt“. Er würdigte, dass Hansen „die Angst vor Cargo- und Nachtflügen durch das Geschäftsfeld Wartung relativiert hat“.

 

Vortrag der Verkehrskreuz-Schleswig-Jagel-GmbH am 25.09.´03 vor dem Amtsauschuss in Kropp.

Wir waren mit einigen Leuten anwesend, um uns das erste Mal das Konzept der Gesellschafter anzuhören  und -schauen.

Folgendes soll demnach angedacht, bzw. möglich sein:

Es wird von Flugbetrieb lediglich während der militärischen Dienstzeiten ausgegangen.

Potential von Cargo hat sich inzwischen als nicht ausreichend dargestellt - man könnte allerdings Cargo als Begleitfracht transportieren.***(beachte untenstehende Bemerkung!)

Es gibt etliche Fluggesellschaften, die Interesse bekundet haben - jedoch ist die zivile Nutzung noch nicht genehmigt.

Über Finanzierungsmöglichkeiten will man sich noch nicht äußern.

Als Berechnungsgrundlage dient der Weidle-Plan von vor zwei Jahren, nach dessen Schätzung von ca. 900.000 potentiellen Fluggästen auszugehen ist. - Allerdings nur, wenn Holtenau schließt.

Für uns stellt sich jetzt die Frage:

Warum hat man im Frühjahr in der Presse wie folgt berichtet, wenn man nur eine stark eingeschränkte, moderate Nutzung anstrebt?

>>>"(...) wäre Jagel....der geeignetere Flugplatz...weitaus weniger Beschränkungen. Kiel wird nie eine Plattform für größere Maschinen oder gar einen Luftfrachtverkehr sein können...Seit wenigen Tagen ist der Antrag auf zivile Mitbenutzung Jagels bei der Wehrbereichsverwaltung gestellt."(Schleswiger Nachrichten, Freitag, den 16.05.´03) 

>>>(...)"Von seiner Fläche her sei Jagel einer der größten *** Flughäfen Westeuropas, der genug räumlich Reserven für zivilen Betrieb biete. "Durch die gute Autobahn- und Bahnanbindung bietet sich die Chance, hier einen Entlastungsflughafen für Fuhlsbüttel zu entwickeln", meint Börnsen und denkt an Luftfracht und Charterverkehr.(...)" (SN, Donnerstag, 22.05.´03)

 

Entweder hat man seinerzeit die Möglichkeiten überschätzt und musste im Nachhinein feststellen, dass man nur "kleinere Brötchen backen" kann...

...oder aber man hat nicht mit einem derartigen Widerstand von Seiten der Bevölkerung gerechnet und versucht jetzt - genau wie vor zwei Jahren von Caroline Schwarz verbreitet - mit der Devise "klein aber fein" die Zustimmung politischer Entscheidungsträger zu erheischen.

Da wir bisher davon ausgingen, dass die besagten Gesellschafter als anerkannte Schleswiger Geschäftsleute verantwortungsbewusst, intelligent und wohl überlegt an das Projekt heran gegangen sind, mussten wir annehmen, dass die im Mai angedachten Dimensionen der Realität entsprechen sollten.

Jetzt stellt sich für uns daraus abgeleitet die Frage:

Haben wir die Gesellschafter und ihre Befürworter aus politischen und Wirtschaftskreisen überschätzt  oder schenkt man uns nur nicht "reinen Wein" ein.

Da wir nicht an der Geschäftstüchtigkeit besagten Personenkreises zweifeln wollen, bleiben wir weiterhin wachsam und gehen davon aus, dass eine anfänglich moderate Nutzung der Einstieg in einen "Entlastungsflughafen für Fuhlsbüttel" bedeuten könnte.

*** Und hierzu gibt uns besonders der Punkt 3.13.6 des Weidleplan-Gutachtens von 2001 Anlass:

..."ergibt sich für Schleswig-Holsteins Wirtschaft eine Luftfrachtmenge, für die eine entsprechende Plattform zweckmäßig wäre...(...)...hat für Kiel die Luftfracht in Holtenau oder einem Alternativstandort in Schleswig-Holstein unter Beachtung gewisser Standortbedingungen eine Zukunft."(...)

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24.04. 2006 in der Flensborg-Avis:

Arne Hansen referiert auf Veranstaltung zu Port-Olpenitz.....180 Passagiere, die pro Flieger in Jagel landen und mit Shuttle-Bussen in die regionalen Touristzentren gefahren werden, Geschäftsleute, die in Jagel Airport Konferenzen abhalten, ein Cocktail von Charter, Geschäftsverkehr, Logistikverkehren und Rettungsflügen!

 

 

FDP-Verbände für zivile Mitbenutzung
[06.10.2003]

Jagel (sh:z) - Eindeutig positiv bewerten die FDP-Kreisvorsitzenden aus Schleswig-Flensburg und Nordfriesland, Carsten-Peter Brodersen und Hans-Jürgen Becker, die Pläne der Verkehrskreuz-Schleswig-Jagel GmbH zur zivilen Mitnutzung des derzeitig rein militärisch genutzten Flughafens der Luftwaffe in Jagel. ...(...)... könne es nach FDP-Meinung zu einer Zukunftsperspektive ungeahnten Ausmaßes kommen.

... fordern ... die Landesregierung und die Stadt Kiel auf, ihre Pläne für den Ausbau des Flughafens Holtenau zu begraben und statt dessen zukunftsorientiert die Pläne zur Mitnutzung Jagels zu unterstützen. ...(...)...Von Holtenau würde nur Kiel im eigenen Interesse profitieren, von Jagel eine ganze Region in der Mitte und im Norden des Landes inklusive der Landeshauptstadt"...(...) (Schleswiger-Nachrichten, 06.10.´03)

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Info-Veranstaltung der Verkehrskreuz-Schleswig-Jagel-GmbH am 28.08.´03 im Quellental in Selk, kurz vor dem von der Gemeinde Selk geplanten Info-Abend am selben Ort am 09.09.´03:

Laut Augenzeugenbericht:

+ Nur geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Militär waren zugegen...

+ Kreispräsident begrüßt die Initiative der GmbH, da Kreis kein Geld hat...

+ Keiner, der kritische Fragen stellen konnte, war eingeladen (GZNJ oder Umwelt-Touristikverbände)...

+ Offenbar keine Bürgermeister der betroffenen Gemeinden eingeladen...

+ Es wurde von anfänglich 8 Flugbewegungen täglich ausgegangen...

+ Man möchte Charter, Cargo und Billigfluganbieter...

+ Firmenjets sollen "angeworben" werden...

+ Man hofft, dass leere Kassen in Kiel zur Alternative Jagel zwingen...

+ Am 18.09.´03 neue Info-Veranstaltung geplant...

+ Selker Bürgermeisterin ist gebeten worden, die geplante Veranstaltung auf den Oktober zu verlegen...

+ Sämtliche Unternehmensverbände nördlich des Nord-Ostsee-Kanals sollen Gegenlobby zu Kieler Interessengruppen bilden, um Regierung zu "zwingen"...

+ Die Genehmigung zur zivilen Nutzung ist anscheinend schon erteilt oder steht kurz davor...

Die GZNJ wusste von dieser Veranstaltung, wollte aber nicht "stören" und den 09.09.´03 abwarten, um gewisse Spielregeln einzuhalten!  ;-)

 

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(...).."Ein Charterverkehr (in Kiel, Anm. Webredakteur) mit typischen Ferienfliegern wie Airbus 319 oder Boeing 737 sei aber nach wie vor ausgeschlossen, heißt es aus dem Ministerium." (Schlesw.Nachrichten, 08.10.´03)

Und genau der Punkt stellt ja leider die "Marktlücke" dar, welche die Verkehrskreuz-Sl.-Jag.-GmbH hofft, schließen zu können!

 

SPD in Busdorf sieht (...)"...die Gefahr einer grossen zivilen Nutzung ohne ein geordnetes Bauleitverfahren. Der Flugplatz eigne sich nach einigen baulichen Veränderungen hervorragend für Charterflüge und als Ausweichflughafen für Hamburg-Fuhlbüttel, um das Nachtflugverbot zu umgehen. Dies würde bedeuten, dass von 22 bis 6 Uhr ein hohes Frachtflugaufkommen entstehen könnte." (...) Man fordert die Gesellschafter auf, sich der öffentlichen Diskussion zu stellen.  Flensborg-Avis, 16.09.´03

 

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Die GZNJ vertritt die Auffassung, dass die Einrichtung einer zivilen Mitnutzung Jagels wie der Neubau eines Zivilflugplatzes zu werten ist.

Deshalb muss man sich die Frage stellen, ob in der heutigen Zeit mit dieser geografischen Lage ein neuer Flugplatz genehmigungswürdig ist:

- eingebettet zwischen zahlreichen Naturschutzgebieten und Naturparks (Hüttener Berge, Schlei, Storchendorf Bergenhusen) 

- gelegen auf einem archäologisch einzigartigen Denkmal (Ochsenweg, Kograben, im Gesamtzusammenhang zum Danewerk und Haithabu)

- Einflugschneise Schlei, eines der wertvollsten touristischen Erholungs- u. Segelgebiete

Fazit: Ein aus strategischen Gründen ursprünglich für die Landesverteidigung gebauter Militärflugplatz genießt Bestandsschutz - dies bedeutet nicht, dass

dieser automatisch für eine zivile Mit- oder Nachnutzung zu gelten hat!

 

Zur Rechtslage hinsichtlich einer zivilen Nutzung:

Für die Umwidmung/ Mitnutzung militärischer Flughäfen ist § 8 einschlägig.
Danach ist eine Änderungsgenehmigung nach § 6 Abs. 4 erforderlich, eine
Planfeststellung bzw. Plangenehmigung jedoch nicht. Diese hat sich an den
Grundsätzen des UVPG (Gesetz über die Umweltverträglichkeit) zu orientieren.

§ 6 
(1) Flugplätze (Flughäfen, Landeplätze und Segelfluggelände) dürfen nur mit
Genehmigung angelegt oder betrieben werden. Im Genehmigungsverfahren für
Flugplätze, die einer Planfeststellung bedürfen, ist die
Umweltverträglichkeit zu prüfen. § 15 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes über die
Umweltverträglichkeitsprüfung bleibt unberührt. Die Genehmigung kann mit
Auflagen verbunden und befristet werden. 
(2) Vor Erteilung der Genehmigung ist besonders zu prüfen, ob die geplante
Massnahme den Erfordernissen der Raumordnung entspricht und ob die
Erfordernisse des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie des
Städtebaus und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt sind. § 4
Abs. 1 bis 4 und § 5 des Raumordnungsgesetzes bleiben unberührt. Ist das in
Aussicht genommene Gelände ungeeignet oder rechtfertigen Tatsachen die
Annahme, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet wird, ist
die Genehmigung zu versagen. Ergeben sich später solche Tatsachen, so kann
die Genehmigung widerrufen werden. 
(3) Die Genehmigung eines Flughafens, der dem allgemeinen Verkehr dienen
soll, ist ausserdem zu versagen, wenn durch die Anlegung und den Betrieb des
beantragten Flughafens die öffentlichen Interessen in unangemessener Weise
beeinträchtigt werden. 
(4) Die Genehmigung ist zu ergänzen oder zu ändern, wenn dies nach dem
Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens (§§ 8 bis 10) notwendig ist. Eine
Änderung der Genehmigung ist auch erforderlich, wenn die Anlage oder der
Betrieb des Flugplatzes wesentlich erweitert oder geändert werden soll. 
(5) Für das Genehmigungsverfahren gelten § 10 Abs. 2 Nr. 3 Satz 1 bis 3
sowie § 74 Abs. 4 und 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes über die
Bekanntgabe entsprechend. 

Bei der Genehmigung ist die Zulässigkeit des Vorhabens nach dem Gesetz über
die Umweltverträglichkeit zu prüfen. Dort wird im Anhang I unter Ziffer
14.12 explizit der Bau von Flughäfen erwähnt:

14.12 Bau eines Flugplatzes im Sinne der Begriffsbestimmungen des Abkommens
von Chicago von 1944 zur Errichtung der Internationalen
Zivilluftfahrt-Organisation (Anhang 14) mit einer Start- und
Landebahngrundlänge von 
14.12.1 1500 m oder mehr, X
14.12.2 weniger als 1500 m; A


§ 8 (5): Für die zivile Nutzung eines aus der militärischen Trägerschaft
entlassenen ehemaligen Militärflugplatzes ist eine Änderungsgenehmigung nach
§ 6 Abs. 4 Satz 2 durch die zuständige Zivilluftfahrtbehörde erforderlich,
in der der Träger der zivilen Nutzung anzugeben ist. Die Genehmigungsurkunde
muss darüber hinaus die für die entsprechende Flugplatzart vorgeschriebenen
Angaben enthalten (§ 42 Abs. 2, § 52 Abs. 2, § 57 Abs. 2 der
Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung). Eine Planfeststellung oder Plangenehmigung
findet nicht statt, jedoch muss das Genehmigungsverfahren den Anforderungen
des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung entsprechen, wenn die
zivile Nutzung des Flugplatzes mit baulichen Änderungen oder Erweiterungen
verbunden ist, für die nach dem Gesetz über die
Umweltverträglichkeitsprüfung eine Umweltverträglichkeitsprüfung
durchzuführen ist. Ein militärischer Bauschutzbereich bleibt bestehen, bis
die Genehmigungsbehörde etwas anderes bestimmt. Spätestens mit der
Bekanntgabe der Änderungsgenehmigung nach § 6 Abs. 4 Satz 2 gehen alle
Rechte und Pflichten von dem militärischen auf den zivilen Träger über.

§ 8 (7) Absatz 5 Satz 1 bis 3 gilt entsprechend bei der zivilen Nutzung oder
Mitbenutzung eines nicht aus der militärischen Trägerschaft entlassenen
Militärflugplatzes. 

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Info-Veranstaltung in Selk, Gaststätte Quellental am Dienstag, 09.09.´03 um 19.30

Eingeladen waren neben interessierten Bürgern die Verkehrskreuz-Schleswig-Jagel GmbH, der Kommodore von Jagel und die GZNJ.

Kurzbericht von besagter Bürgerversammlung:

Leider war die Verkehrskreuz-Schleswig-Jagel-GmbH trotz Einladung nicht anwesend! Obwohl es sich um vier offiziell bekannte Gesellschafter handelt, waren alle zum selben Zeitpunkt verhindert! :-(

Der Versammlungssaal der Gaststätte "Quellental" war "übervoll", es wurden angrenzende Räume geöffnet. Als dies nicht ausreichte, wurden Extra-Stühle zwischen den Tischreihen verteilt.

Bis auf die Gemeindevertreter einer bestimmten Partei ;-) sprachen sich praktisch alle anwesenden Gemeindevertreter von Selk - einschließlich der Bürgermeisterin - öffentlich gegen eine zivile Nutzung Jagels aus:

(...)"Einen Vorschlag aus dem Plenum nahm Bürgermeisterin Sigrid Bärenz auf. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass es zu einer öffentlichen Veranstaltung für die Ämter Haddeby und Schlei mit der Verkehrskreuz Schleswig-Jagel GmbH komme. Dann könnten die Fragen zum konkreten Stand der Planungen beantwortet und die kritischen Fragen der verunsicherten Bürger gestellt werden."(...) (SN, 11.09.´03)

Oberst Storm war der Einladung gefolgt und stand sehr souverän Rede und Antwort.

Betroffene der gesamten Schleiregion - von Gelting bis Schleswig - waren anwesend und meldeten sich zu Wort.

Die Schleswiger Nachrichten  waren durch eine freie Mitarbeiterin vertreten und haben am 11.09.´03  über das Ereignis berichtet.

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Starker Widerstand gegen die Verk.kr.-SL-Jagel-GmbH

Bei ihrer ersten öffentlichen Informationsveranstaltung am 02.10.´03 haben  Arne Hansen und seine Mitgesellschafter starken Gegenwind von über 100 Besuchern aus der gesamten Region gespürt! Die GmbH hatte durch eine Bekanntmachung in den Schleswiger Nachrichten, dem Flensburger Tageblatt und im Schleiboten an alle Interessierten appelliert, sich am 02.10. über ihr Vorhaben zu informieren!

"...erstmals 
einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.....in einem rund 45-minütigen Vortrag 
versucht, für das Projekt.... zu werben....stellte sich den ausnahmslos 
kritischen Fragen der weit über 100 Zuhörer..." lautete die Ankündigung des Artikels am Samstag, den 04.10.03

 

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Kieler Nachrichten, 13.02.2008

(...)Gegenüber den LN hatte Minister Dietrich Austermann am Vortag erklärt: „Im künftigen Luftverkehrskonzept für Norddeutschland kann neben Hamburg und Lübeck auch die zivile Mitbenutzung von Jagel eine Rolle spielen.“

Nachrichten von RSH, 12.02.2008

Die Pläne für den Ausbau des Flughafens Jagel sind unterschriftsreif

Schleswig-Holstein bekommt einen zweiten zivilen Regionalflughafen. Die Baufirma Strabag, das Recyclingunternehmen Remondis und die Stadtwerke Kiel wollen nach Informationen der "Lübecker Nachrichten" gemeinsam 74 Millionen Euro für den Ausbau des Fliegerhorstes Jagel investieren. Das Bundesverteidigungsministerium habe bereits grünes Licht gegeben, heißt es. In der kommenden Woche solle der entsprechende Mitnutzungsvertrag unterschrieben werden. Seit 2003 wird an den Plänen für den Ausbau von "Airport-Jagel" gearbeitet. Die 3000 Meter lange Start- und Landebahn, die sich die Ferienflieger zukünftig mit den Bundeswehr-Tornados und unbemannten Aufklärungs-Drohnen teilen sollen, muss noch verbreitert werden. Der Baustart ist für 2009 geplant.
Die Pläne den Militärflughafens Jagel für eine zivile Nutzung umzubauen, kommen zwar voran, noch sind aber nicht alle Hürden genommen. Nach Angaben des künftigen Betreibers sind die endgültigen Verträge nicht unterschriftsreif. Die Lübecker Nachrichten hatten heute berichtet, dass im Verteidigungsministerium bereits "grünes Licht" gegeben worden sei.
Airgate-Geschäftsführer Dietrich Wachtel sagte zu R.SH:
"Der endgültige Mitbenutzungsvertrag ist verhandelt worden und ist jetzt im Verteidigungsministerium zur Mitzeichnung. Wenn die Prüfung durch die einzelnen Institutionen abgeschlossen ist, kann der Vertrag paraphiert werden. Unterschrieben wird der Vertrag erst, wenn die luftfahrtrechtliche Betriebsgenehmigung des Landes erteilt wird."

Lies hierzu auch LN-ONLINE: http://www.ln-online.de/artikel/2303428

SHZ, 13.02.2008

Jagel Airport“ in der Warteschleife - Betreiber und Investoren warten auf endgültige Zusage für die zivile Mitnutzung des Flughafens

Spätestens Ende 2009 sollen die ersten Zivilflugzeuge vom „Jagel Airport“ abheben. Diese Einschätzung bekräftigen die Initiatoren einer zivilen Mitnutzung des Luftwaffenstützpunktes bei Schleswig nach Gesprächen im Wirtschaftsministerium. Das Projekt sei auf einem guten Weg, auch die Signale aus Kiel seien positiv, erklärt Dietrich Wachtel, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Airgate SH. Dass Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) dem Projekt neben den Flughäfen Hamburg und Lübeck öffentlich eine Rolle im Luftverkehrskonzept für Norddeutschland einräume, sei ein Signal, dass die Landesregierung das Projekt unterstütze.

Die Airgate SH beabsichtigt die zivile Mitnutzung des Militärflugplatz in Jagel, um wirtschaftliche Impulse für die strukturschwache Region nördlich des Kanals zu geben. Das in der Region nicht unumstrittene Projekt soll als erstes seiner Art ohne öffentliche Zuschüsse, also rein privatwirtschaftlich verwirklicht werden. In Terminal, Hangar und Infrastruktur sollen 62 Millionen Euro investiert werden. Für diese Summe wie auch für weitere zehn Millionen Euro zum Auffangen von Anlaufverlusten stehen nach Airgate- Informationen Investoren bereit.

Um wen es sich dabei handelt, darüber wird derzeit spekuliert. Die in Medien heiß gehandelten Unternehmen Strabag, Remondis und Stadtwerke Kiel dementierten gestern auf Nachfrage, konkrete Investitionszusagen gemacht zu haben. Die Stadtwerke Kiel erklärten lediglich ihr Interesse, den Airport mit Energie zu versorgen. Sprecher sowohl des Baukonzerns Strabag als auch des Entsorgers Remondis betonten, es habe zwar Informationsgespräche gegeben, für alles weitere sei es aber viel zu früh.

Die entscheidende Weichenstellung für die potenziellen Investoren und die Airgate SH ist die Unterzeichnung des endgültigen Mitbenutzungsvertrages durch das Verteidigungsministerium und die Erteilung der Betriebsgenehmigung durch das Verkehrsministerium. Beides werde gleichzeitig geschehen, erklärt Wachtel. Es werde noch einige Wochen dauern, ergänzt der Luftfahrtexperte und einstige Mitbegründer von Air Berlin sowie Mitgeschäftsführer Arne Hansen. Erst danach könnten die notwendigen Gutachten erstellt werden, um mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Für die zivile Mitnutzung würden nach den derzeitigen Plänen von der 620 Hektar großen Flugplatzfläche nur 40 Hektar benötigt. Eine 3000 Meter lange Start- und Landesbahn gibt es bereits. Eine Analyse der Universität Flensburg bescheinigt dem Projekt ein Potenzial von 99 000 Fluggästen im ersten und fast 450 000 im vierten Jahr des Betriebes. Frachtflüge sind laut Airgate ebensowenig geplant wie ziviler Betrieb an Wochenenden.

 

SHZ, 11.12.2007

 

Jagel Airport: Investoren warten auf Startschuss

 

In den kommenden Wochen werden die Kreistage in Nordfriesland und Schleswig- Flensburg sowie der Rat der Stadt Flensburg über eine Resolution abstimmen, die vor dem Hintergrund der geplanten Fehmarnbelt- Querung eine bessere Verkehrsanbindung des Nordens fordert. Als notwendig bezeichnet wird in dem Papier unter anderem die zivile Mitnutzung des Militärflugplatzes in Jagel. Ein Projekt, um das es in den vergangenen Monaten ruhig geworden ist, an dem aber hinter den Kulissen mit Hochdruck weiter gestrickt wurde.

– Zwar in aller Stille, aber dennoch auf Hochtouren laufen die Vorarbeiten für die zivile Mitnutzung des Militärflugplatzes Jagel. Inzwischen liegt der Mitbenutzungsvertrag nach langen Verhandlungen unterschriftsreif dem Verteidigungsministerium vor. Und auch die Finanzierung ist nach Angaben von Dietrich Wachtel, Geschäftsführer der Airgate SH, die das Projekt vorantreibt, inzwischen „in trockenen Tüchern“.

Drei Investoren haben demnach inzwischen verbindlich ihre Bereitschaft erklärt, die notwendigen 62,3 Millionen Euro zur Realisierung des Projektes beizusteuern, gleiches gilt nach seinen Angaben für zehn Millionen Euro zum Abfedern der Anlaufverluste.

Nicht mehr berücksichtigt sind in dem Investitionsrahmen der Airgate die Kosten für das vorgesehene Gewerbegebiet mit Dienstleistungen rund um den Flughafen und Airport- Hotel, das ursprünglich zum Gesamtpaket gehören sollte. Gespräche hätten ergeben, dass für die ursprünglich geplante, direkte Verknüpfung von Flughafenprojekt und Gewerbegebiet ein Raumordnungsverfahren notwendig wäre. Das allerdings würde nach Einschätzung der Airgate einen zu langen Zeitraum in Anspruch nehmen und das Projekt weiter verzögern, befürchtet Wachtel.

Weitere Verzögerungen wollen er und Mitgeschäftsführer Arne Hansen um jeden Preis vermeiden. Denn bereits jetzt hinkt man gut zehn Monate hinter dem eigenen Zeitplan her. „Wir nehmen mit unserem rein privat finanzierten Projekt eine gewisse Vorreiterrolle ein, sind also auch mit vielen Problemstellungen die Ersten“, begründet Wachtel die Verzögerungen bei der Ausarbeitung des Mitbenutzungsvertrages zwischen Bund und Airgate.

Mittlerweile seien aber alle Steine aus dem Weg geräumt und ein für beide Seiten akzeptabler Vertrag ausgearbeitet. Dieser durchlaufe jetzt die verschiedenen Fachabteilungen des Verteidigungsministeriums.

Das Ministerium musste vor allem darauf achten, dass die zivile Mitbenutzung den künftigen Militärbetrieb, also vor allem die Nutzung unbemannter Aufklärungsflugzeuge, nicht stört. Während dessen hofften die Airgate- Verantwortlichen auf eine möglichst schnelle Erledigung, denn das Zeitfenster für die Inbetriebnahme des Zivilflugbetriebes hat sich nicht verändert. Um sich noch in der aktuellen Aufschwungphase des internationalen Fluggeschäftes etablieren zu können, müssen die ersten Maschinen nach Auffassung Wachtels bis Ende 2009 gestartet sein.

Bis dahin aber ist es noch ein weiter Weg. Als Erste, versprechen Wachtel und Hansen, sollen Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Verkehrsminister Dietrich Austermann über die Investoren informiert werden. Dann müssen Gutachten eingeholt werden, etwa ein Umweltverträglichkeits- Gutachten, eines für den Lärmschutz sowie ein „signaturtechnisches Gutachten“, das unter anderem Details der Radar- Darstellung des Airports klären soll. Dann erst kann die Betriebsgenehmigung beantragt und mit der Schaffung der zivilen Infrastruktur begonnen werden.

Weder die geplante Erweiterung des Flughafens Lübeck noch die erneut von Wirtschaftskreisen in die Diskussion gebrachte Idee eines Großflughafens in Kaltenkirchen sorgt bei der Airgate indes für große Aufregung. Lübeck bediene ein anderes Einzugsgebiet, so Wachtel, und habe zudem selbst mit der vorgesehenen Verlängerung eine deutlich kürzere Piste als Jagel. Und ein Flughafen in Kaltenkirchen sei selbst bei ehrgeiziger Planung frühestens in 30 Jahren startklar.

Viel wichtiger sei der Blick auf den Flughafen in Hamburg. Dort würden 1,8 Milliarden Euro investiert, und dennoch sei abzusehen, dass der Flughafen in wenigen Jahren an seine Kapazitätsgrenze stoßen werde, wobei eine räumliche Ausdehnung nicht möglich sei.

Zugleich verweist Hansen auf ein Gutachten, das der Aufsichtsrat des Hamburger Flughafens Ende 2006 vorgelegt hat und das die Bedeutung des Hamburger Airports für Schleswig- Holstein beleuchtet. Airgate- Geschäftsführer Arne Hansen: „Aus dieser Studie lässt sich für unser Projekt ein Potenzial ableiten, das über unsere eigenen Prognosen deutlich hinaus geht.“

Hannes Harding

 

Folgender Link zeigt auf, dass die zweite Start- u. Landebahn renoviert werden soll:

http://www.gmsh.de/content/ausschreibungen/pdf/bauen/bauaus_071107.pdf

 

 

Und hier ein aktueller Link auf die noch nicht veröffentlichte neue Website des Fördervereins:

http://www.foerderverein-jagel-airport.de/2007/?page_id=36

 

 

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SN, 27.07.07

 

Aus dem Freitagsinterview mit dem CDU-BM-Kandidaten, Sven Leder

 

(...)Passt ein „Airport Jagel“ zu Schleswigs Zukunft?

Nein, es passt nicht zusammen mit dem Tourismus, wie er bei uns ausgerichtet ist. Was die angestrebte zivile Mitnutzung des Jageler Flugplatzes angeht, ist meine Skepsis bekannt. Als Betriebswirt kann ich natürlich rechnen, und ich glaube nicht, dass es sich in Jagel rechnen würde. Bei allen Projekten dieser Art musste wegen der Verluste irgendwann die öffentliche Hand einspringen.

Diese Meinung gefällt sicherlich nicht allen CDU-Kollegen in der Stadt . . .

Ich weiß, dass manche Mitglieder in der CDU dieses Thema anders sehen. Aber wir sind eine offene Volkspartei, in der durchaus verschiedene Meinungen herrschen können, und ich stehe mit meiner Skepsis nicht allein da.(...)

 

 

SHZ, 28.04.07


Aus einem Bericht über die Thermen-Diskussion bei der SPD:

(...)Aber ich glaube auch nicht, dass es nur eine Gesundheitstherme wird. Nachher hat es doch einen hohen Freizeitwert.“ Ein Freizeitwert allerdings, der sich nach Meinung der Bürger verschlechtern könnte, wenn öffentliche Gelder auch in den „Airport Jagel“ fließen – „dann haben wir bundesweit die einzige Therme in einer Einflugschneise“.

 

20.10.2006, Schleswiger Nachrichten/ Flensburger Tageblatt:


Gegenwind für Airport Jagel aus Schleswigs CDU

 

– Der geplante Zivilflughafen Jagel bekommt Gegenwind aus Schleswig. In der CDU-Fraktion wächst die Skepsis über das Konzept und die Erwartungen der Betreibergesellschaft „Airgate SH“.(...)

„Klein, aber fein“ sollte ein Zivilflughafen in Jagel sein. .(...) Sowohl Caroline Schwarz als auch Teile ihrer Fraktion denken über das Thema neu nach. (...)

CDU-Politiker fürchten, dass das Projekt zu groß gerät, ebenso das Risiko. (...)

Die kritischen Anmerkungen der „Initiative gegen die zivile Nutzung des Flughafen Jagels“ werden von der CDU zwar nicht grundsätzlich geteilt, aber ernst genommen. (...)

Die Wahlstrategen innerhalb der Schleswiger CDU denken an die Kommunalwahl im Frühjahr 2008.

(...)... hält man es in der CDU für möglich, an der Wahlurne von Airport-Gegnern abgestraft zu werden. Abwenden ließe sich dies nur mit überzeugenden Argumenten. ... Die „Airgate SH“ müsste schlüssig darlegen, ....große Anzahl neuer Arbeitsplätze .......

(...)... dies ..... ist fraglich..... Die Verhandlungen mit der Bundeswehr fallen laut Dietrich Wachtel umfangreicher aus als erwartet: Die für den 1. Mai 2008 geplante Eröffnung des Zivilflughafens wird sich um mindestens sechs Monate verzögern.

 

Der Landtag zeigt sich skeptisch gegenüber den Jagel-Plänen. Siehe bitte folgenden Link: http://www.sh-landtag.de/plenumonline/juni2006/texte/30_flughafen_jagel.htm

 

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Holger Astrup, bezweifelt, dass ein Zivilflughafen Jagel wirtschaftlich tragfähig wäre. ....Der Flughafen für Schleswig-Holstein heißt Hamburg.“

Der Abgeordnete berichtete aus Gesprächen, die er mit Vertretern von Fluggesellschaften geführt habe. Diese seien zwar grundsätzlich bereit, Jagel anzufliegen, „aber nur dann, wenn man gleichzeitig daneben eine Stadt mit drei Millionen Einwohnern errichtet.“ Die Einflugschneise des Zivilflughafens Jagel würde bis Maasholm reichen. Holger Astrup ironisch: „Wunderbar, dann hätte die ganze Schleiregion etwas von dieser touristischen Erschließung.“ (SN, 02.03.2006)

 

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(Flensborg-Avis, 23.12.2005) (...)Das Gutachten empfahl daneben einen weiteren Betrieb des ehemaligen Militärflugplatzes Jagel. "Allerdings wird hier eine privatwirtschaftliche Nutzung empfohlen", sagte Austermann. (Anm. d. Red.: Diese Bemerkung ist im Zusammenhang mit dem unabhängigen Gutachten zu sehen, welches vor der Veröffentlichung des gemeinsamen Luftverkehrskonzeptes zwischen S.-H. und HH erstellt wurde!) 

CDU- u. Landtagsmitglied Frauke Tengler fordert zivile Nutzung Jagels statt den Ausbau Holtenaus! (Flensborg-Avis, 20.08.´03, und wieder am 12.09.´03 in den SN)

"Jagel ist der sinnvollere Flughafen-Standort" (Schleswiger Nachrichten, 13.08.2003)

Schleswig (zar) - (...) "Für Jagel gibt es keinen Bedarf", heißt es in Kiel.

Das Ende der noch jungen Verkehrskreuz-Schleswig-Jagel-GmbH? "Mitnichten", sagt Geschäftsführer Arne Hansen. "Wir machen weiter wie bisher. Die Einstellung von Herrn Rohwer ist schließlich nicht neu und spätestens, wenn man im Herbst in die leeren Kassen guckt, wird man sich nach günstigeren Alternativen umsehen müssen. Schleswig ist aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht der sinnvollere Standort."

Dieser Tage wartet die Verkehrskreuz-GmbH auf den Bescheid der Wehrbereichsverwaltung. Vorab hatte selbst Verteidigungsminister Struck für eine zivile Mitbenutzung des Fliegerhorstes Schleswig Zustimmung signalisiert. Das Gelände, auf dem das Aufklärungsgeschwader 51 zu Hause ist, ist größer als der Flughafen Fuhlsbüttel und verfügt über eine der längsten Start-/Landebahnen Europas.

"Wenn das Okay der Bundeswehr-Verwaltung vorliegt, werden wir mit unserem Konzept auf Investoren und Airlines zugehen", erklärt Arne Hansen. (...).

(...) Wer Blankensee kennt, weiß, wie die Abfertigung betriebswirtschaftlich funktionieren kann", sagt Hansen. In Lübeck werden Abflug und Ankunft bekanntlich in einem Zelt abgewickelt.

 

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Laut Landesrechnungshof (RSH-Nachrichten um 10.55 Uhr vom 04.07.´03) wäre ein Ausbau Holtenaus ökonomisch gesehen nicht sinnvoll. 

Da man auch in Kiel vor kurzem (siehe SN vom 03.07.´03) darüber nachgedacht hat, Billigfluglinien nach Holtenau holen zu wollen - allerdings gegen die Garantie, die Start- und Landebahn dort auf 1.800 m auszubauen - bedeutet dies bessere Chancen für die Absichten der Verkehrskreuz-Schleswig-Jagel-GmbH, Anbieter wie z.B. Ryan-Air nach Jagel zu holen!

Hier ergibt sich folgende Spekulation: Sollte Jagel sich etablieren und von den Fluggesellschaften angenommen werden, dann könnten sich die Holtenau anfliegenden Linienflug-Gesellschaften vielleicht überlegen, ab Jagel zu fliegen.

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Grün-schwarze Koalition in Kiel beschlossen! "(...)Was das konkret bedeutet, lässt sich am Reizthema Flughafen-Erweiterung (Holtenau, Anm. Webred.) ablesen. Dies haben die christdemokratischen Ausbau-Befürworter und die grünen Ausbau-Gegner erst einmal auf Eis gelegt. Zwar soll die Planfeststellung, wie vom Rat beschlossen, vorbereitet werden. Die endgültige Entscheidung wird jedoch von weiteren Wirtschaftlichkeitsberechnungen und der Stellungnahme des Landesrechnungshofs abhängig gemacht.(...) (SN, 28.05.´03)
Dies könnte für uns bedeuten, dass Jagel als scheinbar kostengünstigere Alternative in Erwägung gezogen werden muss!

Aus einer Presseerklärung der Grünen in Kiel:"(...) Zunächst eine Vorbemerkung: Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen kann sich eine produktivere Nutzung des 192 ha großen Flughafengeländes vorstellen. Es ist sehr attraktiv an der Förde gelegen und eignet sich für Gewerbe wie für Wohnen und Freizeitaktivitäten. Der Kieler Steuerkraft würde ein solche Entwicklung sehr nützen. Dies erfordert aber eine Verlagerung des Regionalflughafens an einen anderen Standort, die bislang politisch nicht durchsetzbar war.(...)"

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Folgendes wird hinsichtlich der künftigen Nutzung Eggebeks diskutiert: "(...)Die Ideen der Grünen reichen von einem Gewerbepark für ökologisches Bauen, einem Ökomarkt oder Motels an der Autobahn über verschiedene Projekte eines sanften Tourismus bis zu der Rückführung des Geländes in einen naturnahen Zustand oder einer Bürger-Biogasanlage." (SN, 27.05.´03) Warum fällt so etwas nicht unseren Lokalpolitikern und ortsansässigen Unternehmern ein!? Umdenken ist angesagt, und nicht das Anwenden alter Strategien aus den 50´er-Jahren, um das Wirtschaftswachstum ohne Rücksicht auf Ökologie anzukurbeln!

Klaus Töpfer: Fliegen muss teurer werden

Hamburg (ots) - Fliegen muss teurer werden, fordert der Chef der
UN-Umweltbehörde Unep, Klaus Töpfer, im Interview mit dem Hamburger
GREENPEACE MAGAZIN. Es sei nicht einzusehen, dass die Ticketpreise
herunter subventioniert würden und ein Flug von Deutschland nach
Barcelona so für 25 Euro angeboten werden könne.

Die Besteuerung von Flugbenzin solle nach Ansicht von Töpfer
notfalls im nationalen Alleingang geschehen. Er wisse aus seiner Zeit
als Bundesumweltminister, dass man nicht immer auf eine europäische
Harmonisierung warten könne. "Auch wenn das zunächst dazu führen mag,
dass Flugzeuge vermehrt in anderen Ländern aufgetankt werden", sagte
der Unep-Chef wörtlich.

Töpfer kündigte in dem Interview mit dem GREENPEACE MAGAZIN zudem
eine Initiative der UN-Umweltbehörde an, mehr Jugendliche für
ökologisches Handeln zu interessieren. "Wir wollen zeigen, dass
Umweltschutz nicht altmodisch sein muss und ein neuer Konsumstil
absolut cool sein kann", betonte er. Man werde bei dieser Kampagne
deshalb auch mit Popstars zusammenarbeiten.

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750.000 Fluggäste für Jagel
Wirtschaft. Erste Ergebnisse der Potenzialanalyse belegen, dass die Hälfte der 1,45 Millionen Einwohner der Region Interesse an Flugangeboten vom Flugplatz Jagel hat.

FLENSBURG/JAGEL. Rund 750.000 Menschen würden den Flugplatz Jagel nutzen, um per Charter in Urlaub zu fliegen. ... Auswertung einer Emnid-Umfrage. 

Vom 7. bis 15. Februar hatte das Emnid-Institut 1000 Personen in einem Umkreis von 80 Kilometern rund um Jagel befragt....

In den Süden 

An Urlaubsregionen, die von Jagel aus per Charter angeflogen werden sollten, wurden in erster Linie Spanien, Portugal und die Kanarischen Inseln genannt. Bei den Städten lagen Berlin, Frankfurt und London an der Spitze. .. Als Abreisetag wurde der Sonnabend an erster Stelle genannt. Die gewünschte gute Erreichbarkeit des Flughafens Jagel ist durch die Anbindung an die Autobahn gegeben, das sichere Abstellen des Autos durch die Militärprasenz....

In der kommenden Woche sollen 1500 Unternehmen in der Region und anschliessend die Reiseveranstalter nach ihrem Interesse an dem Flughafen befragt werden. Airgate-SH-Geschäftsführer Arne Hansen war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Renate Hopfe, FlA 22.02.06

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Die Airgate-SH propagiert ein Charteraufkommen von anfänglich 300.000 Passagieren für das Jahr 2008. Das prognostizierte Aufkommen liegt laut Gutachten bei 32.000 für das Jahr 2011, also bei ca. einem Zehntel.

Für uns ist u.a. dies ein deutliches Indiz dafür, dass mit der zivilen Nutzung Jagels etwas anderes angestrebt  werden soll als Charterflugbetrieb innerhalb der militärischen Öffnungszeiten.

Beim Vergleich zwischen den verschiedenen Standorten fällt insbesondere die Zahl der betroffenen Bevölkerung innerhalb der 55-dBA-Lärmzone auf, welche in Jagel um über ein Drittel höher liegt als in Kiel-Holtenau.

MWTV S-H Alternativstandorte Kiel-Holtenau August 2001

10. Zusammenfassung der Ergebnisse

Die wesentlichen Ergebnisse des vorliegenden Gutachtens lauten wie folgt:

Standortalternative

Neumünster-Süd

Rendsburg / Hohn

Schleswig / Jagel

Kiel-Holtenau *

Bevölkerung innerhalb von 30 Min. Pkw-Fahrzeit 2011

352.000

178.000

299.000

491.000 *

Bevölkerung, w. o. 45 Min.

1.245.000

716.000

889.000

831.000 *

Passagierpotential Linie an + ab 2011

2.007.000

1.170.000

1.250.000

k. A.

Passagierpotential Charter an + ab 2011

780.000

455.000

485.000

k. A.

Passagieraufkommen Linie an + ab 2011

186.000

213.000

167.000

289.000 *

Passagieraufkommen Charter an + ab 2011

35.000

40.000

32.000

65.000 *

Flugplatzausbau 2011

Neubau ca. 170 ha

Mitbenutzg. ca. 22 ha 2 ha mil. + 20 ha

Mitbenutzg.5 ha mil. + 12 ha

Ausbau 37 ha *

Ausbaukosten Gesamt DM

218 Mio

109 Mio

116 Mio

146 Mio *

- davon PFV, Gelände

58 Mio

4 Mio

5 Mio

6 Mio

- davon Flugbetriebsflächen

84 Mio

33 Mio

39 Mio

35 Mio

- davon Gebäude + Landseite

73 Mio

69 Mio

69 Mio

97 Mio

- davon Ausgleich, Schall-schutz

3 Mio

3 Mio

3 Mio

8 Mio

UV: Einwohner innerhalb 55 dBA

20

150

341

250

* Potentialanalyse 01/01

Quelle: Weidleplangutachten der Landesregierung S.-H. Studie Alternativstandorte August 2001

 

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DIE VOM FLUGLOTSEN HUTSCHREUTHER IM JAHRE 2001 öffentlich bestätigte Einflugschneise von Jagels großer LANDEBAHN (klick!)

              

       (Fotomontage, kleinerer Jet über Schlei)

 

 

Durch die Mitnutzung der Tornardos aus
Eggebek kommen in Jagel ca. 1500 Tornardo-Starts, also 3000 Flugbewegungen dazu!!! D.h. eine Mehrbelastung von fast 60 Flugbewegungen pro Woche!!! (lt. Telefonat mit bekanntem SPD-Politiker des Kreistages) (Anmerkung: Und wie viele zivile sollen dann noch nachts und am Wochenende dazu kommen? Und wer sagt wann "STOPP", wenn es unerträglich viel wird? Erinnert euch: Vor 2 Jahren ging man von etwa 32.000 Flugbewegungen/Jahr aus; dann wären es ja jetzt wohl 35.000 !?!?) (Flensborg-Avis, 26.03.´01 "(...)...im Jahresdurchschnitt verzeichnet Jagel rund 17.000 Starts und Landungen." (also 17.000 Flugbewegungen)

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(...) Der Kreispräsident plädierte dafür, in der Krisensitzung auch die zivile Mitnutzung des Flugplatzes Jagel wieder anzusprechen. "Wir müssen die Frage neu stellen, weil die Voraussetzungen sich geändert haben", sagte er. (Flensborg-Avis, 24.05.03)

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Wahlprogramm der FDP zur Landtagswahl 2005 beinhaltet den Wunsch, Militärflugplätze in S.-H. zivil mitbenutzen zu wollen.

 

Amtsversammlung in Kosel am 17.09.´03

(...)"Eingangs der Sitzung hatten Monique Geest wie auch Heinrich Hausschildt aus Fleckeby in eigenen Anträgen darauf gedrängt, zwei aktuelle Themen auf der Sitzung anzusprechen. Dabei ging es zum einen um die von einem Schleswiger Gesellschafterkreis geplante Erweiterung des Militärflugplatzes in Jagel um eine zivile Nutzung. Hier hatte Monique Geest auf das große öffentliche Interesse verwiesen, von dem die Region als „Einflugschneise“ unmittelbar betroffen sei. Heinz Meggers hatte dem entgegengehalten, dass dieses Thema seiner Ansicht nach gegenwärtig zu emotional diskutiert werde und hatte für eine sachliche Diskussion plädiert. Hierzu könnten die Ergebnisse eines Gutachtens beitragen, das seitens des Gesellschafterkreises in Auftrag gegeben worden sei und das demnächst in kleinem Kreis vorgestellt werden solle. Dabei gehe es auch um die wirtschaftlichen Chancen eines zivilen Flughafens für die Region, die nicht außer Acht gelassen werden dürften. Dem hatte Manfred Pohl aus Güby entgegengehalten, dass ein erhöhter Flugbetrieb zu einer massiven Minderung der Lebenqualität einer ganzen Region führen könne. „Über die Förderung von Tourismus über Leader Plus brauchen wir uns dann keine Gedanken mehr zu machen“, vertrat Pohl die Gegenposition."(...), Eckernförder Zeitung, 19.09.´03

Die Gemeinde Busdorf hatte eine eigene Online-Abstimmung gestartet, welche bis zum 31.10.´03 laufen sollte.

Unten siehst du das Ergebnis unserer Netzabstimmung:

Ergebnis der Online-Abstimmung (20.05. bis 30.06.´03):

              

Und hier das Ergebnis der Abstimmung in Busdorf bis zum 20.10.´03:

              

 

Stimmenverteilung auf die Region in Verbindung mit unserer zeitlich begrenzten Unterschriftensammlung (2650 Stimmen):

              

Im Sommer 2006 waren wir gezwungen, die Unterschriftensammlung wieder aufzunehmen (allerdings nur in Verbindung mit der Standarbeit). Besucher unseres Info-Standes wollten gern gegen die zivile Nutzung Jagels protestieren und baten um die Möglichkeit einer Unterschriftensammlung. Im Oktober lag die Zahl bei nunmehr etwa 3500 Protestunterschriften.

Die Besuchsintensität unserer Website nach dem ersten Artikel zur zivilen Nutzung Jagels am 16.05.´03.

Die Allgemeinheit glaubte, dass das Thema seit Ende 2001 erledigt war!

                Tages-Statistik im Monat Mai 2003

                                 

 

Kommentare:

Um den SN eine realistische Möglichkeit zu geben, an sie und an uns gesandte Leserbriefe veröffentlichen zu können, erscheinen diese bei uns frühestens nach Abdruck in der Zeitung jedoch spätestens 10 Tage nach Zusendung.

 

Solidarisch

Zum Artikel „Ausgetreten wegen Jagel-Airport“ vom 25. April.

Ich solidarisiere mich mit dem Widerstand des Gemeinderates Goltoft gegen die zivile Nutzung als Airport Jagel.

Das „Gold“ dieser Region ist die Landschaft selbst. Immer mehr Feriengäste kommen. Immer mehr solvente Pensionäre verlegen ihren Ruhesitz hierher. Allein ihre Investitionen in Erwerb, Restaurierung und Unterhalt ihrer Objekte summieren sich zu Millionen. Sie kommen, weil die Landschaft so ist, wie sie ist. Auf solche Weise wird die wirtschaftliche Kraft der Region sanft und nachhaltig unterstützt.

Der Jagel-Airport wird ein Abschreibungsprojekt für Investoren aus fernen Regionen. Die Nachteile werden die Menschen der Region zu tragen haben. Deswegen ist es gut, dass die Goltofter sich zu Wort melden. Sie sind direkt betroffen. Aber nicht nur die Goltofter.

Dr. med. Dieter Jacobs, Goltoft

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Doppeltes Spiel?

Zum Artikel „Ausgetreten wegen Airport Jagel“ vom 26. April. 

Herzlichen Glückwunsch an die Gemeinde Goltoft! Endlich wehrt sich die erste der betroffenen Gemeinden mit einstimmigem Gemeinderatsbeschluss gegen eine zivile Mitnutzung des Flugplatzes Jagel. Schon seit längerer Zeit verstärkt sich immer mehr der Eindruck, dass die Airgate-SH ein doppeltes Spiel treibt: Trotz gegenteiliger öffentlicher Beteuerungen versucht sie mit geschickter Salamitaktik und mit Hilfe ihrer Sympathisanten, zum Beispiel des Kropper Bürgervorstehers Klaus Lorenzen (CDU), die betroffenen Bürger an die Perspektive künftiger Frachtflüge (also auch Nachtflüge) zu gewöhnen. Wie hilflos, geradezu realitätsfern wirken angesichts solcher Aussichten die Äußerungen der Tourismusmanagerin der „Ostseefjord Schlei GmbH“, Anke Lüneburg, wenn sie zwar Frachtflüge ablehnt, aber unbeirrt weiter für den Airport Jagel plädiert!

Wenn sie sagt, man müsse den Flugplatz nutzen, um die Gäste herzulocken, „nicht, um sie wegzufliegen“, dann ignoriert oder verdrängt sie schlechthin, dass laut Potenzialanalyse die abfliegenden Fluggäste der Haupterfolgsfaktor für einen „Airport Jagel“ sein würden, und dass auch die Airgate SH unseres Wissens von etwa 85 bis 90 Prozent wegfliegenden Touristen ausgeht!

Dass also mehr als vier Fünftel aller Flüge keine Touristen herbringen, sondern unsere schöne Schleiregion tagsüber nur mit Fluglärm und Abgasen belasten!

Wollen all die anderen betroffenen Gemeinden solche gravierenden Einschnitte in die Lebensqualität hinnehmen?

Dr. EKKEHARD KRAAS, ANGELA PETERMANN, WOLFGANG BAIER, KLAUSJÜRGEN EVERS -  SeIk

 

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Glückwunsch

Herzlichen Glückwunsch, Goltoft! Ich wünsche mir sehr, dass noch mehr Gemeinden diesem Schritt folgen werden. Goltoft hat erkannt, dass die zivile Nutzung des Flughafens Jagel nur Schäden für Gesundheit und Umwelt nach sich ziehen, aber keine wirtschaftlichen Vorteile bringen wird. Es ist erwiesen, dass die Lebenserwartung von Menschen, die in Einflugschneisen leben, signifikant verringert ist. Vor allem Familien und ältere Menschen, die in unserer schönen Region ihren Urlaub verbringen wollen, reisen mit dem Pkw an, damit sie auch die Gegend zwischen Nord- und Ostsee erkunden können.

 

Marianne Trentzsch, Selk

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Aufgewacht - Zum Artikel „Ausgetreten wegen Jagel-Airport“ vom 25. April.

Mit Goltoft wacht endlich eine der betroffenen Gemeinden auf!

Viele, die – wie ich – in der Einflugschneise Jagel wohnen, hatten die Hoffnung, dass sich der Lärm irgendwann entscheidend reduzieren würde. Diese Hoffnung wäre dahin, wenn es zur zivilen Mitnutzung des Militärflugplatzes in Jagels käme.

Lärm und Abgase blieben ohne Ende. Arbeitsplätze, mit deren Ankündigung man die meisten Politiker weich bekommt, würden gewiss nur dann in nennenswertem Umfang entstehen, wenn der Flugverkehr beträchtlich wäre, Frachtverkehr einschlösse und auch die Nächte und Wochenenden umfasste.

Dann aber wäre es mit dem Tourismus vorbei, von der Bewohnbarkeit der betroffenen Gemeinden ganz zu schweigen. Welcher Tourist möchte schon, wenn er um das Haddebyer Noor wandert, ständig „den Kopf einziehen“ und sich die Ohren zuhalten müssen!? Solche Empfindungen und Betrachtungen berühren die Initiatoren der zivilen Mitnutzung offenbar wenig. Vielleicht wirkt sich dies ja bei den anstehenden Kommunalwahlen aus.

 

Jürgen Hossfeldt, Fahrdorf

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An einen Tisch

Zum Bericht „Rückenwind aus Kropp für zivile Mitnutzung Jagels“, Schleswiger Nachrichten vom 5. April.

Endlich wird einmal das Wort „Cargo“ (Frachtflug) für Jagel ausgesprochen, denn ohne Cargo rechnet sich Jagel also doch nicht.

Toll, Herr Bürgervorsteher, ob gewollt oder ungewollt, diese Worte aus Ihrem Munde zeigen deutlich, was die Vertreter der Airgate wahrscheinlich schon von Anfang an geplant hatten. Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass Nachtflug in unserer Region ansteht, obwohl die Airgate es ständig verneint hat.

Müssten dann nicht die Beschlüsse der Gemeindevertretungen der amtsangehörigen Gemeinden des Amtes Haddeby neu überdacht oder sogar revidiert werden? Wollen wir wirklich Tag- und Nachtflug in einer Urlaubsregion wie der unseren? Wer denkt hierbei an die verloren gehenden Arbeitsplätze im Fremdenverkehr, wenn die Urlauber ausbleiben?

Schleswig-Holstein hat kein gesetzliches Nachtflugverbot, daran müssen wir alle denken, die, die wir in dieser Region wohnen. Es wird von der Airgate und auch von Politikern immer mit dem Totschlagargument „Arbeitsplätze“ geworben. Wo sollen die herkommen und wie viele werden es denn – 60 oder 6000? Alles ist bereits genannt worden. Wenn die kommen sollten – super.

Warum holt man nicht einmal Vertreter der Airgate sowie Vertreter der Bürgerinitiative „GZNJ“ und der Fremdenverkehrsvereine der Schleiregion an einen Tisch zur Meinungsbildung, anstatt immer nur verbal über die Medien zu argumentieren? Wer macht denn nun den ersten Schritt?

Und noch eines Herr Bürgervorsteher Lorenzen: Was haben die Bediensteten des öffentlichen Dienstes mit dieser Angelegenheit zu tun? Ist es schon so weit, dass wir nicht einmal unsere Meinung mehr frei äußern dürfen und nur kuschen müssen?

Ich hoffe und glaube, dass Sie dieses in dieser Form nicht gemeint haben bei Ihren Äußerungen gegen den öffentlichen Dienst.

 

Wolfgang Baier, Selk

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Zum Artikel in den SN vom 05.04.2008

Nun ist die Katze fast aus dem Sack und jedem Bürger in unserer Schleiregion müsste endlich klar sein, Frachtflüge sind angedacht. Das bedeutet, Tag- und Nachtflüge und auch am Wochenende, denn Schleswig-Holstein hat kein  Nachtflugverbot. Ferner sind im Gespräch Wartungshallen für Passagierflugzeuge (die dann wahrscheinlich auch noch über unserer  Region kreisen  werden) sowie Ausbildungsangebote für Flugpersonal.. Nur so rechnet sich die zivile Mitnutzung Jagels und nicht die immer wieder kehrende Aussage der "Airgate" von 8 Flugbewegungen pro  Tag.
Bürgervorsteher Lorenzen, lt. SN vom 5.4.08 der höchste Repräsentant der Gemeinde Kropp, scheint mir ein ziemlich aggressiver Zeitgenosse zu sein. Wie  kann er  sonst  Bürger,  die  ein gesichertes  Einkommen haben und  dann  noch die Frechheit  haben,  im öffentlichen Dienst tätig zu sein, als rücksichtslose Egoisten bezeichnen, bloß weil sie sich Sorgen um den "Ausverkauf" ihrer Region machen und somit gegen die zivile Nutzung Jagels sind. Ich verstehe den höchsten Repräsentanten von Kropp also so: Man müsste arbeitslos sein, dann würde man automatisch die zivile Mitnutzung Jagels befürworten ? Ich denke, u.a. ist die Aufgabe eines Bürgervorstehers sachlich argumentieren zu können, fair und gesprächsbereit zu sein.
Das Totschlagargument Arbeitsplätze, verehrter Herr Lorenzen, nimmt Ihnen sowieso keiner mehr ab. Die Zahlen der "Airgate" und ihrer Sympathisanten sind von Hunderten auf 60 Arbeitsplätze reduziert worden.
Hoffentlich wird dem Bürger klar, dass auch durch die vielen Flugzeuge immer mehr Schadstoffe auf unsere Gegend herunterprasseln, der stetige Lärm krank macht und somit eine gesunde Zukunft für unsere Kinder immer unwahrscheinlicher wird.
Der Tourismus wird leiden. Hier sind Tausende von Arbeitsplätzen gefährdet. Es ist nun an der Zeit, dass die Tourismusverbände endlich einmal Stellung zu dem Vorhaben der "Airgate" beziehen. Jeder müsste erkennen, dass sanfter Tourismus und Passagier- und Frachtflugaufkommen einen eklatanten Widerspruch darstellt.

Angela Petermann, Selk  (Die unterstrichenen Passagen wurden von den SN nicht gedruckt.)

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Pressemitteilung des Vereines "Wikingerzeitliche-Schifffahrt"

Jagel Airport oder Unesco-Welterbe Danewerk?

Es gibt keine Alternative zur Erhaltung der Bodendenkmale auf dem Fliegerhorst Schleswig in Jagel, deshalb:

Nein zu Jagel Airport!

Auf unser erstes Presseinfo vom 14.01.2008 haben wir von keiner einzigen sich an der kommenden Kommunalwahlwahl beteiligenden Parteien eine Reaktion erfahren. Dafür sind wir auf ein neues Problem aufmerksam geworden, das die schon angeführten weit in den Schatten stellt.

Seit einem Jahr ist es merkwürdig ruhig geworden um den Ausbau des Militärflugplatzes Jagel zu einem zivilen Passagier- und vermutlich Frachtflughafen. Die fehlgesteuerten „Investoren“ und die ihnen behilflichen Politiker haben angesichts der Kommunalwahl im Mai 2008 offensichtlich Stillschweigen vereinbart, und die betroffene Bevölkerung, die ewig währenden, zunehmenden Fluglärm und irreparablen Schaden für den ortsansässigen sanften Tourismus befürchtet, wiegt sich in falscher Sicherheit und beruhigt sich mit dem Bekenntnis, man werde im Zweifelsfall gegen die Errichtung des Airport Jagel klagen. Dabei gilt, was jedermann weiß, in Fällen wie diesem immer noch die alte Regel: Angriff ist die beste Verteidigung, und der sollte auf die schwächste Stelle des Gegners  gerichtet sein!

Am 18. Januar 2008 hielt der Gebietsreferent des Archäologischen Landesamtes, Herr Dr. Wilhelm Kramer, vor der AG Ur- und Frühgeschichte des Heimatvereins Angeln einen Vortrag über seine Arbeit im vergangenen Jahr. Am Ende kam er auf das Danewerk zu sprechen, erwähnte u.a. seine erfolgreiche Grabung bei Hollingstedt, wo eine Subkonstruktion des Danewerks gefunden und auf das Jahr 735 datiert werden konnte, und kam dann auf das Gelände des Militärflugplatzes Jagel zu sprechen, das ein „Rückzugsgebiet“ wertvollster Bodendenkmale von der Steinzeit bis zum 19. Jahrhundert sei.

Vor kurzem erfuhren wir nun aus gewöhnlich gut unterrichteter Quelle, dass Herr Dr. Kramer aus seinem Amt entfernt und auf einen unbedeutenden Posten strafversetzt und seine Ehefrau, Frau Dr. Anke Feiler-Kramer, die im Landesamt den Antrag Unesco-Welterbe Danewerk bearbeitete, entlassen und unter Strafandrohung vergattert wurde, niemanden über Interna des Antrags zu berichten. Wird hier auf unzulässige Weise von Politikern auf das Archäologische Landesamt Einfluss ausgeübt?

Weil der Flugplatz Jagel (Fliegerhorst Schleswig aus den 30iger Jahren) unmittelbar südlich an den Hauptwall angrenzt und Kograben und Ochsenweg ihn kreuzweise überqueren, ist seine zusätzliche Bebauung und die Versiegelung seines Bodens in der Größenordnung von mindestens 8 ha nicht mit den geltenden Denkmalschutzgesetzen und dem Unesco-Welterbe-Richtlinien zu vereinbaren, denn eine großflächige Vernichtung von Bodendenkmalen wäre die Folge. Wird hier im Gegensatz zu Köln und Dresden der Unesco-Welterbestatus schon im Antragsstadium gefährdet? Die Schnapsidee Airport Jagel muss den beteiligten Archäologen suspekt sein. Es muss befürchtet werden, dass sie unter erheblichem politischen Druck stehen.

Ich fordere Frau Caroline Schwarz, Schleswiger CDU-Stadträtin  (politisch verantwortlich für die Bausünde Stampfmühle)  und Kulturbeauftragte des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, auf, sich unverzüglich in dieser Sache zu erklären. Frau Schwarz, was ist Ihr Verständnis von Kultur? Wird hier ein Doppelspiel betrieben, an dessen Ende die Vernichtung wertvollster Bodendenkmale steht und wichtige Erkenntnisse zum Danewerk auf ewig im Dunkel der Geschichte bleiben werden? Die großräumigen Forschungen mit modernsten Geräten in Haithabu haben doch jüngst Erkenntnisse gebracht, die sich die Fachleute vorher nie erträumt hätten. Wer weiß, welche technischen Möglichkeiten die Zukunft bringt?

1939 und 1942, also in schwerer Zeit, ist es den Schleswiger Wissenschaftlern Gustav Schwantes und Herbert Jankuhn gelungen, den Bau einer weiteren Startbahn auf dem Fliegerhorst Schleswig zu  verhindern (Harald Möller, Der Reichsführer SS, der Flugplatz Jagel und die vor- und frühgeschichtlichen Denkmale bei Schleswig, Beiträge zur Schleswiger Stadtgeschichte, Band 50, S. 135 ff, erhältlich über Herrn Siegfried Lawrenz, Geschäftsführer, Tel. 04621 814-403). Wer engagiert sich heute?

Um den historischen Stellenwert der Angelegenheit aufzuzeigen, hier ein Zitat aus Halldór Laxness, Islandglocke:     1728  -  Kopenhagen brennt  -  auch ein Teil der von Arni Magnusson auf Island gesammelten Handschriften verbrennen  -  drei Isländer fliehen aus der Stadt und streiten sich nach einer ausgiebigen Mahlzeit, wer bezahlen soll:

  „Schließlich sah Jón Marteinsson keinen anderen Ausweg, denn seinen Sack zu öffnen und den Inhalt als Bezahlung oder Pfand für die Zeche anzubieten, zog aus dem Sack eine recht große, alte Hauthandschrift und zeigte sie der Frau.

„Was soll ich damit“, sagte die Frau und sah verächtlich auf das Bündel von schwarzen, zerknitterten und eingeschrumpften Hautfetzen in dem matten Licht von der Tranfunzel der Küche. „Das Zeug taugt ja nicht einmal, um damit einen einzigen Kessel heiß zu machen. Und Gott weiß, ob nicht darin die Pest steckt.“

Aber jetzt rissen die beiden Jóns sperrangelweit ihre Augen auf: der eine sah hier seines Meisters verschwundenes Kleinod wieder, und der andere wähnte, seiner seligen Mutter Hautblätter von Rein wiederzuerkennen. Es war das Buch Skálda. Beide zogen schweigend ihre Schuhe aus.“

Wir fordern:

1.      Faire Berichterstattung durch die Presse und Engagement bei den politischen Parteien.

2.     Sofortige Rücknahme der Strafversetzung und der Entlassung im Archäologischen       Landesamt.

3.      Veröffentlichung einer vollständigen Auflistung aller Bodendenkmale auf dem Fliegerhorst Jagel mit Bewertung durch Herrn Dr. Kramer bis spätestens  zwei Wochen vor der Kommunalwahl.

4.      Veröffentlichung eines Berichtes über den Stand des Projektes Unesco-Welterbe Danewerk durch Frau Dr. Feiler-Kramer bis zum gleichen Zeitpunkt.

Ich weise auf unsere im Entstehen befindliche Homepage  www.wikingerzeitliche–schifffahrt.de hin und bitte die Wähler um Berücksichtigung des Inhaltes unserer beiden Presse-Infos bei ihrer Wahlentscheidung.

Schleswig, den 25.03.2008

ViSdP    Jürgen Griese, Vors.,  mail@wikingerzeitliche-schifffahrt.de                                                                                          

 

Verteiler:    Ortsvereins-Vorsitzende der bei der Kommunalwahl Schleswig und Umgebung sich bewerbenden politischen Parteien, Frau Bürgermeisterin Siegried Bärenz, Selk, Herren Bürgermeister Andreas Bahrenfuß, Geltorf, Hermann Büll, Dannewerk, Thorsten Dahl, Schleswig, Ralf Feddersen, Busdorf, Manfred Hatwig, Lottorf, Uwe Jensen,  Borgwedel, Friedrich Ketelsen, Jagel, Holger Knutzen, Hollingstedt und Heinrich Mau, Fahrdorf und Presse.

Zur Kenntnis:    Frau Caroline Schwarz, Staatskanzlei Kiel und Rathaus Schleswig, Herrn Dr. Rolf-Peter Carl, Staatskanzlei,  Herrn Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, Archäologisches Landesamt, Herrn Prof. Dr. Herwig Guratsch, Stiftung S.-H. Landesmuseen Schloss Gottorf,  Herrn Forstdirektor Bernd Friedrichsdorf, Forstamt Schleswig, Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte, Herrn Hans Günter Kaptain, Bundesministerium der Verteidigung, Herrn Oberst Karsten Stoye, Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ und Herrn Dr. Küsters, Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr.

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Negativbeispiel Frankfurt - Zur zivilen Nutzung des Militärflugplatzes Jagels:

Große Skepsis ist angebracht. Für angeblich nur je vier An- und Abflüge pro Tag wollen drei Investoren 74 Millionen Euro in den Airport Jagel investieren? Nacht-, Wochenend- und Frachtflüge sollen laut Airgate-SH und nach Auskunft des Jageler Kommodore nicht stattfinden?

Keine „ausgeprägte Paranoia“ (Leserbrief vom 14. Februar), sondern die ganz konkreten negativen Erfahrungen mit anderen Flugplätzen lassen uns Flughafengegner an derlei Zusicherungen zweifeln.

War nicht zum Beispiel für den geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens im Mediationsverfahren – gestützt durch das Versprechen des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch – ein Nachtflugverbot vereinbart worden? Plötzlich jedoch hatte ein „unabweisbares wirtschaftliches Bedürfnis“ alles vorher Vereinbarte und von Ministerpräsident Koch Versprochene hinweggefegt.

Wir kritischen Bürger haben auch nicht vergessen, dass unser Ministerpräsident Peter Harry Carstensen seinerzeit erklärt hatte, es solle geprüft werden, ob sich Jagel auch für Frachtverkehr rund um die Uhr eigne. Dass auch Airgate-Geschäftsführer Wachtel in einem Zeitungsinterview einräumte, man wolle „längerfristig Frachtflug als wichtigen Verkehrszweig nicht ausgrenzen“. Und muss es nicht nachdenklich stimmen, dass die drei genannten Investoren keineswegs im Tourismus engagiert sind? Wird da auf Cargobetrieb spekuliert, mit dem sich ja etliche Regionalflughäfen aus den roten Zahlen zu retten versuchen? Frachtflüge aber bedeuten auch Nachtflugbetrieb. Insgesamt also wenig beruhigende Perspektiven für in der Flugschneise Wohnende wie auch für Touristen.

KLAUS J. EVERS, Selk

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Dröhnen und Gestank - Zu „Touristiker streiten über ‚Airport Jagel‘ “ vom 23. Januar.

Erschüttert bin ich darüber, dass sich Arne Hansen bei der Ostseefjord-Schlei-GmbH „eingekauft“ hat, und entsetzt darüber, dass Anke Lüneburg die zivile Nutzung des Militärflugplatzes Jagel befürwortet. Die Urlauber kommen, um die Natur, die saubere Luft und die Ruhe zu genießen, sie fliehen vor der Hektik des Alltags, vor Dauerlärm und vor der belasteten Luft der Großstädte. Die Militärflüge sind hier schon eine große Einschränkung, doch diese bleiben uns zumindest am Wochenende erspart.

Mit dieser Wochenendruhe ist es dann wohl vorbei, denn gerade zum Wochenende konzentrieren sich doch die Urlaubsflüge. Da werden acht Flugbewegungen pro Tag mit Sicherheit nicht ausreichen. In vier Jahren sind jährlich 447 000 Passagiere prognostiziert, das wären täglich (sieben Tage die Woche) 1224 Fluggäste.

15 Jahre lang habe ich in Flughafennähe in Hamburg gelebt. Beim Starten der Maschinen dröhnen die Ohren und der Kerosingestank schwängert die Luft. Wollen wir das? Vermieter und Bürger der Schleiregion wehrt euch! Sonst geht es hier, wie Frau Diestel sagt, tatsächlich den Bach runter.

WERNER EVERS, Selk

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Jagel-Airport - das Hin-und-her in den Pressemedien - oder:  Wer verschaukelt hier eigentlich wen!?

Langsam erinnern die Airgate-Aktivisten an die viel zitierten "Klassenkasper", die auffallen wollen, um ein Aufmerksamkeitsdefizit auszugleichen.

Dass es ernsthaft politische und wirtschaftliche Kräfte gibt, welche das Projekt lieber heute als morgen realisiert sehen, kann wohl niemand verneinen. Desto mehr muss man fürchten, dass von Landesseite vielleicht doch eine andere als lediglich moralische Unterstützung des Projektes erfolgen könnte. Allerdings nicht, um 4 bis 5 Flugzeuge für urlaubshungrige Privatpersonen zur Verfügung zu stellen - das rechnet sich nämlich nicht....

Peter Harry Carstensens Worte mit Luftfrachtbetrieb rund um die Uhr sind noch lange nicht vergessen. Und die Airgate hatte lediglich gesagt, dass kein Frachtbetrieb beabsichtigt sei, weil angeblich kein Bedarf bestehe!

Da sehr gute Beziehungen zum Managements des Flughafens in Fuhlsbüttel vorhanden sind, wäre das in Parchim angedachte Modell mit Frachtflug als Entlastung und Ergänzung in der Nacht, um über die Autobahn die Logistikzentren in HH anzusteuern durchaus denkbar! (In HH besteht ja nun einmal Nachtflugverbot - in Jagel nicht!)

Wolfgang Bradtke, Fahrdorf

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Klärungsbedarf

Zum Leserbrief „Bauernfängerei, um Protest zu vermeiden?“ vom 10. Januar.

Schockierende, völlig widersprüchliche Zahlenangaben der Airgate SH. War anfangs beschwichtigend von jeweils nur vier An- und Abflügen täglich die Rede, sollen jetzt plötzlich zirka 600 Passagiere pro Stunde und bis zu knapp einer halben Million jährlich ermöglicht werden. Hier müssen von uns Betroffenen harte Fragen gestellt werden: Welche Zahlen hat die Airgate seinerzeit den umliegenden Gemeinden zur Stellungnahme vorgelegt? Sind beunruhigende Zahlen bewusst unter der Decke gehalten worden? Ist womöglich politischer Druck auf die Gemeinderäte ausgeübt worden? Hat die Zustimmung fast aller Gemeindevertretungen zum Airport bei derartigen „Unregelmäßigkeiten“ überhaupt noch rechtlichen Bestand? Wir Bürger erwarten in dieser Sache klare Auskünfte von der Airgate SH.

Neuerdings ist zu hören, die Bundeswehr plane mittelfristig den Abzug der Düsenjets aus Jagel. War dies der Airgate schon länger bekannt? So stünde dem Ausbau Jagels zu einem zivilen Großflughafen („Drehkreuz des Nordens“) ja nichts mehr im Wege.

KLAUS JÜRGEN EVERS, Selk

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Leserbrief zum SN- Artikel „Touristiker streiten über „Airport Jagel“ vom 23.1.08

Beim Lesen der vehementen Werbung  Frau Lüneburgs und Herrn Wesemanns für die zivile Nutzung des Flugplatzes Jagel scheint es mir, als hätte die Schleiregion seit vielen Jahren aufs falsche Pferd gesetzt. War doch in Zeiten vor der Ostseefjord- Schlei- GmbH auch in allen Tourismusgutachten immer auf „Sanften Tourismus“ gesetzt worden, mit Schwerpunkt auf Ruhe und Erholung .

Nun will man uns weismachen, dass „unsere“ Besucher sich in nichts von den Jet- Set-Sylturlaubern unterscheiden, die sich über Fluglärm sogar zu  freuen scheinen! Ja, der künftige Naturpark Schlei muss sich sogar schon jetzt Sorgen machen, wie er mit den Menschenmassen fertig werden soll, die in Jagel  angelandet werden! Gegenüber Sylt haben wir dann wohl doch noch etwas Nachholbedarf, was den Disco –,  Funsport- und Unterhaltungsbereich für die Reichen und Schönen angeht.

Die Umweltverbände der Region haben sich von Anfang an einhellig gegen die zivile Nutzung Jagels ausgesprochen, auch weil sie aus Erfahrung mit allen deutschen Kleinflughäfen wissen, dass im beinharten Wettbewerb alle besänftigenden Vorgaben „leider“ nicht mehr eingehalten werden können. Dann wird es auch nichts mehr nützen, wenn Frau Lüneburg daran erinnert, dass sie ja eigentlich gegen Cargo- und Nachtflug gewesen ist.

Im Gegensatz zu Herrn Hansen können sich die Mitglieder der Umweltgruppen durchaus damit abfinden, dass die Lärmlücke, die beim Abzug der einen Tornado-Staffel 2009 entstehen wird, nicht mit zivilem Düsenlärm aufgefüllt wird.

Fritz Laß, BUND- Kreisgruppe Schleswig- Flensburg

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Leserbrief zu dem Artikel des Redakteurs Harding der SN zum Thema Airport Jagel vom 11.12.2007 ( regional, SLN Seite 15 )

Laut erster Seite der SN will diese Zeitung u.a. unabhängig sein.  Der Artikel des dafür verantwortlichen Redakteurs Harding  spricht eine eindeutige Sprache der Abhängigkeit von den Interessen der Airgate-Jagel!  Es wird keine Feststellung dazu erhoben, durch was die angeblichen Investoren die Absicherung ihrer Kredite erhalten. Keinerlei Hinweis auf die nicht unerhebliche Zahl der Kritiker dieses Projekts, nichts über die Klimadebatte, nichts über die von immer mehr Gemeinden ( und Bürgern sowieso ) unterstützte Entwicklung einer sanften Natur-Schlei-Region. Bei einem Pressegespräch im Jahre 2006 hatten wir vom Vorstand der Bürgerinitiative GZNJ ( „Gegen die Zivile Nutzung Jagels“ ) Herrn Harding darum gebeten, doch auch etwas ( einem Zeitungsredakteur wohl anstehende! )  Recherche über das Thema Airgate-Jagel anzustellen und nicht nur als Verlautbarungsorgan dieser obskuren GmbH zu sein. Obskur deshalb, weil das Spiel seit Jahren das gleiche ist: Es gäbe Investoren ( Investitionssummen von 30 bis 102 Mio € ) die Phase der endgültigen  Verträge/ Genehmigungen sei erreicht und... und.... und ( letztmalig zur Kropper Messe Anfang Mai 2007 ). Abschließend sei hier an das warnende Beispiel der zumindest politischen Lüge des hessischen Ministerpräsidenten Koch erinnert. Dieser hatte den Gegnern des Ausbaus des Frankfurter Flughafens ( 100.000 BürgerInnen, viele Gemeinden ) zur Brechung des Widerstandes zugesichert, Nachtflug werde es nicht geben. Der Flughafenbetreiber hat jedoch kürzlich ein  „unabweisbares wirtschaftliches Bedürfnis“ für den Nachtflug angemeldet. Nach geltender Rechtslage ist dem stattzugeben, was Koch als Jurist und Politiker wusste/ wissen musste! Deshalb: Wehret den Anfängen eines unwirtschaftlichen minimalen Passagierflugbetriebes in einem weiteren Pleite- Regionalflughafen, der nur im Fracht- und damit auch Nachtflugbetrieb zukünftig wirtschaftlichen Sinn machen kann. Dieses ist absehbar!

Iver Kersten, Vorstandsmitglied der GZNJ ( Bürgervereinigung gegen die zivile Nutzung Jagels )

Siehe hierzu bitte auch diesen Link!

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  Zum Thema „Energie- und Technologiepark Eggebek“.

Ihrem Leserbrief, Herr Thomas Petersen aus Eggebek, würde ich restlos zustimmen, bezöge er sich nur in der Beschreibung der Auswirkung auf das, was ich und viele weitere Bürger über die beabsichtigte zivile Nutzung des Militärflughafens Jagel denken. Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet ein CDU- Mitglied über die erhebliche Beeinträchtigung und die Belästigung durch Lärm für die Bevölkerung spricht und sich Gedanken macht, dass Grundstücke nicht mehr veräußert werden können und gerade Familien mit Kindern ihrem Dorf den Rücken kehren werden, sollte es zu dem Windpark kommen.

Vollkommen überrascht bin ich darüber, dass ein Parteimitglied der CDU den Bürgern das Recht zuspricht, auch weiterhin bei gesunder Luft und wenig Lärm zu leben und zu arbeiten. Etliche Ihrer Parteigenossen haben doch keine Bedenken, der Bevölkerung neben dem jetzt schon unerträglichem Lärm und der erheblichen Luftverschmutzung durch die Militärflugzeuge noch eine weitere Belastung durch die zivilen Flugzeuge zumuten zu wollen. Und da fühlen Sie sich, sehr geehrter Herr Petersen, in Ihrer Beschaulichkeit von dem Schattenwurf der Windräder gestört? Kann es sein, dass Sie hier doch sehr egoistisch denken, wenn Sie diese saubere Energieerzeugung vor Ihrer Tür ablehnen?

 

KARIN DIESTELSchleswig

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  Leserbrief zu den Äußerungen des Bürgermeisterkandidaten der CDU Sven Leder im Interview vom  27.7.2007 ( SLN Seite 14 )

Mit Freude nehme ich die Äußerungen von Herrn Leder zum Projekt Airport Jagel zur Kenntnis. Endlich scheint auch die Kommunalpolitik etwas aufzuwachen und sich klar zu positionieren. Man kann nicht zwecks sicherlich notwendiger Wirtschaftsbelebung alles wollen – naturnahen Erholungs-/ Lebensraum Schleiregion und noch zivilen Flugbetrieb zu dem bereits jetzt tourismusschädlichen Düsenjägerlärm! Dieses hieße Feuer mit Wasser zu mischen. Ziviler Flugbetrieb rechnet sich nur, wenn Frachtflug kommen würde, der aus wirtschaftlichen Gründen zu 1/3 nachts abzuwickeln ist. Wir haben in Schleswig Holstein kein Nachtflugverbot! Es gilt, für Jagel eine Wirtschaftsstruktur zu entwickeln, die auch ohne Bundeswehr und Fluglärm trägt ( siehe Eggebek ). Hieran sollte sich zukunftsgewandte Politik versuchen!

Iver Kersten, Geltorf

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  Krebs erregend - Zum Thema zivile Nutzung des Flughafens Jagel.

Die in letzter Zeit deutlich stärkeren Lärmemissionen Jageler Militärjets können einen Eindruck davon vermitteln, was in unserer Region „Normalzustand“ wird, wenn die Pläne der privaten Airgate SH verwirklicht werden, Jagel zur „Drehscheibe für das nördliche Europa“ zu machen. Die Ein- und Abflugschneise für die Boing und Airbusmaschinen läge dann genau über einem besonders attraktiven Teil der Schleiregion, die ja nicht nur Naturpark werden soll, sondern, wie Frau Lüneburg von der Schlei Ostsee GmbH vorschwebt, auch „Zukunftslabor für den Schleswig-Holstein-Tourismus“. Haben Tourismusmanager und Gemeinderäte der Region die negativen Auswirkungen eines zusätzlichen zivilen Flugverkehrs zur Kenntnis genommen: erhöhte, nachweislich gesundheitsschädigende Lärmemissionen, von denen auch die Touristen betroffen wären?

Noch Besorgnis erregender sind Forschungsergebnisse, die eine gravierende Gefährdung der Gesundheit unter anderem durch zahlreiche Krebs erregende Substanzen in den Flugzeugabgasen belegen. Wie passt die Vorstellung von einer idyllischen „Erholungsregion“ zu wissenschaftlichen Untersuchungen, die in Flugschneisen eine verminderte Lebenserwartung nachweisen?

 

Klaus Jürgen Evers, Selk

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  Regionalflughäfen und der Steuerzahler

Zum Leserbrief „Airgate SH wird privat finanziert“ von H. Schössler vom 16. Mai in den SN.

Die Bundesrepublik hat weltweit das dichteste Netz an Regionalflugplätzen. Sie alle schreiben rote Zahlen! Ihr Unterhalt kostet die Bürger Millionen. Der Missbrauch von Steuergeldern hat zum Beispiel in Weeze am Niederrhein dazu geführt, dass jeder der wenigen dort geschaffenen Arbeitsplätze jährlich mit 50 000 Euro subventioniert wird. Auch die zivile Mitbenutzung des Militärflugplatzes Rostock-Laage verschlingt erhebliche Steuergelder. Dort wird zum Beispiel gemäß Bund der Steuerzahlen jedes Ticket im Linienflugverkehr mit 93 Euro bezuschusst.

Die Airgate scheint sich der Finanzierungsproblematik bewusst zu sein. So räumten ihre Vertreter mehrfach ein, unter anderem bei ihrer Info-Veranstaltung in Busdorf, dass sie eine EU-Bürgschaft in Höhe von 35 Millionen Euro ins Auge gefasst haben. Sollte Herrn Schössler diese Tatsache verborgen geblieben sein? Laut Vorvertrag mit der Bundeswehr kann diese unter anderem die zivile Mitbenutzung, gegebenenfalls wegen der Unvereinbarkeit mit dem Einsatz der Drohnen, jederzeit aufkündigen. Wer zahlt in diesem Fall oder bei einer Insolvenz (dann wäre jeweils die Bürgschaft fällig) den Rückbau der zivilen Infrastruktur, zumal die Airgate nach eigenem Bekunden in den ersten vier Jahren keine schwarzen Zahlen erwartet? Die Antwort kann nur lauten: der Steuerzahler.

Heinrich Wall, Fahrdorf

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   Man, brummt der Airport Jagel!  (Moin-Moin, Schleswig-Ausgabe vom 25.04.2007)

 

AUF EINEN ANZEIGENTEXT IM K.I.S.-SONDERHEFT VERFASSTEN BRIGITTE UND IVER KERSTEN AUS GELTORF, WOLFGANG BAIER UND ANGELA PETERMANN AUS SELK DIESEN LESERBRIEF:

 

Die Airgate wirbt im Moin-Moin Beiblatt bezüglich der Messe in Kropp mit 6.000 Arbeitsplätzen (Freud’sche Fehlleistung/ Druckfehler?). Dieses im Rahmen der Schaffung eines zivil genutzten Flugplatzes Jagel. Die gesamte Schleiregionvermarktung steht dagegen !

Warum kann es nicht wie in Eggebek gehen, wo der Bürgermeister im August 2005 nach Auflösung des Flugplatzes klipp und klar erklärte: »…….ich sehe für eine Region, die keinen Fluglärm mehr zu ertragen hat nur Chancen« (SN vom 10.08.2005).

So sehen wir das auch. Wenn wir denn schon die militärische Nutzung ertragen müssen, wollen wir zumindest keine zusätzliche

zivile Nutzung (Frachtflug/Nachtflug u.a.).

Wir denken in diesem Zusammenhang an die neu zu gestaltende »Freiheit«, an die Landesgartenschau, an Haithabu, an das Dannewerkkulturerbe, an die Hüttener Berge u.v.m., also an unsere wunderschöne Schleiregion.

Warum soll dieses alles in Frage gestellt werden durch die Pläne der Airgate.

Uns schwirrt der Kopf !!! Ob es die Investitionssumme (32-105 Millionen), die Arbeitsplätze (60-6.000), die Passagierzahlen (210.000 – 800.000) oder die Flugzeiten sind, (fliegen sie nun bis 20 oder 22 Uhr?).

Investoren aufgepasst!!! Bei diesem Chaos: Finger weg von diesem Projekt !

Abschließend stelle man sich folgendes Szenario vor: Es treffen sich ein Airbus 380, ein Tornado und ein unbemanntes Flugobjekt (Drohne) zur gleichen Uhrzeit über der Therme auf der »Freiheit«. Wir möchten bei diesem Höllenlärm nicht in der Therme sitzen, dieses wäre nicht nur unser letzter Besuch in der Therme, wir würden uns die

Freiheit nehmen, das alte Schwimmbad wieder aufzusuchen!

We are ready for takeoff – und zwar sofort.

 

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  Denkt Jagel um?

Zu „Jagel setzt auf Wohnmobilisten“, SN vom 5. März.

Wohnmobile statt Flugzeuge? Denkt Jagel um?

Der Zeitpunkt scheint günstig, da der Klimaschutz aktueller   denn     je     ist.     Der CO-2-Ausstoß der Flugzeuge ist so hoch, dass Fachleute Sylt statt Seychellen vorschlagen. Also wenig Chancen für die zivile Nutzung des Militärflugplatzes Jagel für Billigflieger? Wir können es nur hoffen, dass die Befürworter und Initiatoren die rote Karte gezeigt bekommen und der Jageler Gemeinderat seine Entscheidungen zum Flugplatz nochmals überdenkt. Mit dem Wohnmobilplatz ist ein guter Anfang gemacht.

 

Jörg Nagel, Loopstedt

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  Schaden für die Volkswirtschaft - zur zivilen Nutzung des Militärflugplatzes in Jagel

Die zivile Nutzung des Militärflugplatzes in Jagel wird von vielen Gruppen, Parteien und speziell Lobbyisten doch sehr einseitig betrachtet. Aus meiner Sicht wäre es sehr wichtig, die Schleswiger Umlandbrille aufzusetzen. Der Blick würde sich erweitern auf viele Hausbesitzer, die vielleicht den Ertrag ihres Hauses zur Alterssicherung nutzen müssen.

Der Blick würde fallen auf zwei für Schleswig und das Umland extrem wichtige Entwicklungsareale, das frühere Kasernengelände auf der Freiheit sowie das Gelände der Zuckerfabrik. Investoren, die hier zum Teil in Wohnbebauung und, viel wichtiger noch, in Freizeit- wie Gesundheitseinrichtungen investieren wollen, werden und müssen zwangsläufig erkennen, dass ihre zu schaffenden Einrichtungen möglicherweise durch hohe Fluglärmbelastungen bei Kunden, Mietern und zukünftigen Anlegern nicht sehr gefragt sind. Allein das Gelände auf der Freiheit für Wellness oder Vergleichbares zu entwickeln, würde im Vergleich zur zivilen Mitnutzung des Militärflughafens mindestens das Fünffache an Arbeitsplätzen schaffen.

Wir Bürger erdulden zur Zeit nur zähneknirschend, und gerade in den Abend- und Nachtstunden auch mit leichten Wutanfällen den militärischen Flugbetrieb. Dies ist so, aber wir müssen daraus lernen. Einige wenige in den Urlaub startende Touristen in Jagel werden nie die Betriebswirtschaft des Zivilflughafens hochhalten können, schon gar nicht, wenn in absehbarer Zeit Flugbenzin besteuert wird. Ein nach kurzer Zeit deutlich ansteigender Frachtflugverkehr wäre die Folge, damit Jagel sich jemals rechnet. Dies bedeutet viele Stunden am Tag kontinuierlich dröhnenden Lärm und keine Weiterentwicklung unserer Region und keine Schaffung neuer Arbeitsplätze und qualifizierter Ausbildungsplätze für unsere Kinder. Das würde zwangsläufig volkswirtschaftlichen Schaden bedeuten.

Detlef Korsawe, Füsing

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  Kommentar zum Leserbrief vom 01.11.06 in den SN:

Wie man sieht, demonstriert der Leserbrief des Herrn Koch gerade das, was wir von der GZNJ der Airgate vorwerfen: Je nach Gustus verbreiteten sie stets nur jene Informationen, die Aussicht hatten bei der jeweiligen Zielgruppe den größtmöglichen Erfolg für ihr Vorhaben zu bewirken. Nach mittlerweile langen fünf Jahren besteht der einzige belastbare Erfolg darin, soviel Verwirrung erzeugt zu haben, dass ein - sagen wir mal - skeptisch zurückhaltener Beobachter, wie der Leserbriefschreiber Herr Koch angestiftet wird zu der leicht wiederlegbaren Behauptung, die vorgelegten Zahlen würden zueinander passen. Er hat nämlich die willkürlich zitierten 490.000 Passagiere durch 365 Flugtage und 8 Flugbewegungen pro Tag geteilt und kommt so auf genaugenommen 168 Passagiere pro Flugzeug. Doch übersieht er dabei schon Einiges: Denn erstens will die Airgate nur an 250 Wochentagen (!) und auf gar keinen Fall Sonnabends und Sonntags fliegen - behaupten ihre Propgandisten! Dazu braucht es dann schon 245 Passagiere pro Flugbewegung. Zweitens sind Linienflugzeuge über das Jahr betrachtet in der Regel zu nicht mehr als 60-70%, und Charterflieger zu nicht mehr als 90% ausgelastet. Einen gesunden Mix unterstellt, würde man bei 80% Auslastung also 306 Sitzplätze pro Flugzeug vorhalten müssen. Die Airgate will aber gar nicht mit Jumbo-Jets wie der Boeing 747 von 60 m Flügelspannweite mit Ausstattungen ab 316 Sitzplätzen fliegen. Dazu müssten nämlich die Landebahnen auf ihre Kosten erheblich verlängert, verbreitert und ganz außerordentlich verstärkt werden, sondern sie sprach bei ihren Präsentationen von Maschinen mit vielleicht 150 Sitzplätzen. Wenn aber nur 80% davon belegt werden können wie oben, dann fliegen jedesmal nur 120 Menschen mit und das erfordert bei obiger Menge mehr als 16 Maschinen pro Tag. Liest man nun gar die Zahlen eines Flughafens wie Düsseldorf, der bei fast 15 Mio Passagieren und beinahe 200.000 Flugbewegungen im Jahr eine Auslastung von wenig mehr als 75 Passagieren pro Flugzeug hatte, wird man die Sorge der Gegner ziviler Mitnutzung vielleicht besser verstehen. Es gilt nämlich die umgekehrte Regel, dass der aus Gründen der Wirtschaftlichkeit notwendigerweise wachsende Flugbetrieb einhergeht mit sinkender Auslastung pro Flugzeug!

Berthold Diestel
1. Vorsitzender
GZNJ eV

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  Nochmal zum Nachdenken

Zu: Zivilflugplatz: In der CDU wächst die Skepsis (Ausgabe vom 20.10.2006) Lieber Herr Brodersen, die CDU verliert nicht an Glaubwürdigkeit und nimmt auch keine devote Haltung zur SPD ein, nein sie fängt an nachzudenken! - In einer Zeit, in der Kleinflughäfen wie Kiel, Rostock-Lage, Münster nur mit Steuergeldern betriebsbereit gehalten werden, wollen private Investoren über 50 Millionen Euro für Ausbau und Betrieb des Militärflugplatzes, bei je vier Starts und Landungen von Passagiermaschinen in Jagel einsetzen. Der hieraus entstehende wirtschaftliche Nutzen kann nicht bedeuten, Touristen an die schöne Schlei zu befördern, sondern das nicht vorhandene Nachtflugverbot zu nutzen, um einen regen Fracht-Betrieb einzurichten. Die Leidtragenden sind dann die Bürger und Urlauber, die vom sanften, nicht lauten Tourismus träumten. Herr Brodersen sollte mit seinem Parteifreund Kubicki noch mal nachdenken, sonst wird der Fluglärm in der Nacht keine gute Nacht für die arme FDP sein.

Jörg Nagel, Loopstedt

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  Tornadoflüge genießen

Zum Leserbrief „Grober Ausrutscher“ vom 4. Oktober.

In dem Leserbrief wurde das „Fehlverhalten“ von Tornado-Piloten bei einem Überflug im Verband angeprangert. Ich bin auch nicht immer begeistert, wenn „Tornados“ über die Ortschaften im Umfeld des Fliegerhorstes hinweg fliegen, aber von irgendeiner Seite müssen die Maschinen nun mal ihren Stützpunkt anfliegen.

Auch eine Verabschiedung eines Kameraden in dieser Art ist ja nicht täglich. Man sollte diese paar Überflüge noch „genießen“, denn wenn der Plan – Privater Airport Jagel – Realität werden sollte, wird es wesentlich lauter und auch der Flugverkehr wird entsprechend steigen. Ob diese Maschinen dann die Ortschaften umfliegen werden, bezweifle ich. Auch wird es nicht bei den zwei bis drei Flugbewegungen pro Tag, außer am Wochenende, bleiben, die die Gesellschaft derzeit angibt, denn die Zahlen, die bisher genannt wurden, deuten auf ein höheres Flugaufkommen hin, auch am Wochenende und bis in die Nacht hinein. Anders wäre ein Airport in der Größenordnung wie geplant nicht rentabel zu führen.

Also, sollten wir die paar Tornadoüberflüge noch „genießen“ und uns der Formationsflüge erfreuen.

Jens Stephan, Bockhöh 8, Fahrdorf

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  Zu „Bedenken gegen Bau der Biogasanlage ausgeräumt“, SN vom 26. Juli.

In den Schleswiger Nachrichten wurde berichtet, dass die Airgate SH Widerspruch gegen die Wiederherstellung des Danewerksees eingelegt hat, wegen des dadurch zu erwartenden vermehrten Vogelflugs, der schließlich Gefahren für die zivilen Flugzeuge, die vom militärischen Fliegerhorst Jagel abheben sollen, heraufbeschwören könnte. Die Airgate SH hatte Regressansprüche angemeldet, falls der See trotzdem angelegt wird. Wegen dieses Widerspruchs soll es keine Fördermittel für das Projekt geben.

Das hat entscheidende Auswirkungen:

Der Danewerksee hätte das archäologische Ensemble des Danewerks hervorragend wieder sichtbar gemacht. Die Airgate SH behindert somit, noch bevor sie überhaupt auch nur einen Antrag auf Verkehrsgenehmigung ihres zivilen Flugplatzes gestellt hat, schon eine der wichtigsten touristischen Attraktionen unserer Region.

Der Danewerksee sollte einen ehemals vorhandenen ökologischen Lebensraum wieder beleben, auch das wurde nun durch die Airgate SH verhindert. Die bloße Absicht künftigen Flugverkehrs erzeugt also eine Beschränkung des natürlichen Lebensraums. Dabei wird Drohung künftiger Regressansprüchen als Hebel benutzt. Das aber setzt voraus, dass sich die Gemeinde der Airgate SH gegenüber entsprechend vertraglich ausgeliefert hat. So etwas wird doch keine Gemeinde tun, bevor überhaupt feststeht, ob von Jagel jemals zivil geflogen werden wird, oder etwa doch?

Fördermittel des Landes werden versagt, weil die Airgate SH Widerspruch eingelegt hat. Da kann eine private Vereinigung Fördermittel für die Region einfach „abblasen“. Das ist unfassbar!

Diese Vorgehensweise der Airgate ist dabei ja durchaus schlüssig, verfolgt sie doch konsequent eine Linie, vor der die GZNJ von Anbeginn immer wieder warnt: Mehr und mehr wird den Menschen in den Umlandgemeinden die Freiheit eigener Entscheidungen über ihre Umwelt genommen. Eines Tages werden sie erfahren müssen, dass ihnen bei diesem zielgerichteten Vorgehen mit kalter Schulter erklärt werden wird: Den militärischen Fluglärm habt Ihr doch immer schon ertragen! Da könnt Ihr Euch jetzt nicht mehr gegen den zivilen stellen, wie umfangreich der immer auch werden mag, Ihr selbst wolltet doch damals den Flughafen! Wir haben ihn nur für Euch gebaut! Und wenn wir nun auch nachts und an Wochenenden fliegen, dann retten wir doch lediglich die Arbeitsplätze, von denen Ihr unbedingt wolltet, dass wir sie für Euch schaffen!

Wir können allen Bürgern nur raten, ihre Gemeindevertretungen zu befragen, ob sie sich die Kehrseite einer nur einseitig so glänzend scheinenden Medaille schon einmal genauer angesehen haben?

BERTHOLD DIESTEL, Vorsitzender der,Bürgervereinigung gegendie zivile Nutzung desMilitärflughafens Jagel

 

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  Leserbrief zum SN-Artikel „Bedenken gegen die Biogasanlage ausgeräumt“ vom 26.7.06 über die Gemeinderatssitzung in Dannewerk

Es wäre schon ein Stück aus dem Tollhaus, wenn es der Airgate SH gelingen würde, eines der interessantesten Projekte von Archäologie und Naturschutz  zu Fall zu bringen, bevor überhaupt abzusehen ist, ob jemals ein Zivilflugzeug im Linienbetrieb Jagel ansteuern wird.

Es geht um die Wiedervernässung des ehemaligen Dannewerker Sees, der unverzichtbar zum Verteidigungsbauwerk des Danewerks gehörte und künftig wieder erlebbar machen soll, wieso östlich der Thyraburg kein Wall im Talraum zu finden ist. Man kann davon ausgehen, dass der Versuch, das Danewerk als Weltkulturerbe eintragen zu lassen, scheitern wird, wenn es nicht einmal gelingt, den See wiederherzustellen. Zudem ist es ein Beitrag, die Schleiregion landschaftlich aufzuwerten und dabei den durch das Tal verlaufenden Zufluss zur Schlei, den sogenannten Panzergraben, von Nährstoffen zu entlasten.

Mir ist bekannt, dass – im Gegensatz  zu den in der Presse wiedergegebenen Aussagen im Dannewerker Gemeinderat – die Wehrbereichsverwaltung Nord ihren Widerspruch bereits vor fast einem Jahr zurückgezogen hat, mit der Maßgabe, dass kein Rundwanderweg und keine Insel gebaut werden dürften (was sowieso nicht geplant ist). Die IHK hat dem Grobkonzept der Wiedervernässung zugestimmt, aber verlangt eine Verpflichtung, dass es keine Einschränkung des Flugbetriebs geben wird. Notfalls will man Maßnahmen auf Kosten der Betreiber der Vernässung ergreifen, um negative Auswirkungen auf den Flugbetrieb abzuwenden.

Wenn nun die Airgate SH es schafft, den Dannewerker See zu verhindern, hat sie bereits vor dem ersten konkreten Zeichen zur Realisierung ihres Projekts geschafft, eine ihrer Prämissen Lügen zu strafen, nämlich keine Steuergelder zu beanspruchen. In den letzten Jahren wurde in Hinblick auf die Wiederherstellung des Dannewerker Sees mit erheblichen Mitteln des Kreises und des Landes fast die gesamte Niederungsfläche aufgekauft. Eine Verschwendung von Steuergeldern, die allein Airgate anzurechnen wäre!

Trösten mag aber diejenigen, die sich auf eine weitere Attraktion in unserer Landschaft freuten, dass ein Widerspruch der Airgate  bzw. der sie vertretenden  IHK Flensburg  nicht automatisch das Aus für den See bedeuten kann. Schließlich muss abgewogen werden, ob eine Einwendung einer Interessengruppe von Leuten, die sich „ einige wenige zivile Flüge“ von  Jagel aus wünschen, sinnvoll ist, wenn schon die tatsächlich fliegende Bundeswehr keine grundsätzlichen Bedenken anmeldet. Die Vorgehensweise der Airgate macht deutlich, welche Wertigkeit ihre Betreiber dem Schutzgut „Natur“ zumessen, einem Faktor, der von Touristen und Einheimischen als wesentlicher Punkt für die Anziehungskraft der Schleiregion genannt wird.

Fritz Laß, Interessengemeinschaft Umweltschutz Schleswig und Umgebung  sowie BUND- Kreisgruppe Schleswig- Flensburg

 

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  Ich habe vor 2,5 Jahren ein kleines Häuschen in Bovenau/NOK gekauft, um die schöne Natur in SH zu genießen, um Ruhe zu bekommen und dem "Wahnsinn" der Großstadt Hamburg zu entkommen.

Mit Entsetzen habe ich erst heute von der möglichen zivilen Nutzung Jagels gehört.

Mein Grundstück liegt am Südende des Naurparks Hüttener Berge und somit in der "Einflugschneise".

Ich bin entsetzt, wie wenig auf den Naturschutz und naturnahen Tourismus Rücksicht genommen wird in den Gemeinden SHs.

Ich bin viel herum gekommen in der Welt und fast überall wird der Fehler gemacht, dass nur extrem kommerziell orientierte Entwicklung (????) betrieben wird. Eine wirkliche Entwicklung wäre es, den Naturschutz und den damit zusammenhängenden Tourismus sanft und nachhaltig zu fördern.

Wenn Jagel als Verkehrsflughafen kommt, verlieren auch die Hamburger den natürlichen Rückzugsraum. Denn hier in der Stadt werden wir terrorisiert vom Flughafen, von 4-8spurigen Straßen, Verkehrscollaps, Schwerlastzüge, die nun Tag und Nacht durch Hamburg donnern dürfen, durch S-Bahn etc. Keine Ruhe zu finden!

Es darf nicht soweit kommen, dass durch einen Verkehrsflughafen Jagel die wunderschöne Umgebung nachhaltig und dauerhaft belastet wird.

Der Mensch lebt nicht vom Fliegen allein. Es ist eine Utopie und es grenzt an Wahnsinn an die immer währende und unbegrenzte Steigerung der Mobilität zu glauben.

Wo ist das Problem, wenn Reisende 1,5 Stunden weiter fahren, um ab Hamburg zu fliegen. Hier hat man sowieso bessere Anschlussmöglichkeiten und der Lärm "bleibt in der Stadt". Oder will jeder Urlauber direkt ab seiner Haustür fliegen?

Glauben die Bürgermeister allen Ernstes, sich mit so einem Flughafen ein Denkmal zu setzen. Oder ist es GIER?????

Marion Grobe, Hamburg

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  Unredlich

Zum Artikel „Umfrage bringt Rückenwind für Airport Jagel“, erschienen in Schleswig-Holsteinische Landeszeitung am 06.03.2006

Das Ergebnis der Potentialanalyse wurde von der Airgate SH als ein absolutes K.O.-Kriterium für die weitere Planung angekündigt. Die EMNID-Befragung von 1000 Bürgern im Umkreis von 80 km um Jagel hat nun ergeben, dass ca. 50% der Befragten in den vergangenen 3 Jahren überhaupt nicht geflogen sind. Nichts wird dazu gesagt, wer tatsächlich einen Bedarf für einen zivilen Flughafen in Jagel sieht und diesen auch nutzen will. Für wie viele Bürger in diesem Umkreis um Jagel ist der Weg nach Fuhlsbüttel eigentlich kürzer? Das eigentlich klare Ergebnis wird jetzt durch Geschäftsführer Arne Hansen schöngeredet mit der Behauptung, viele Befragte seien bisher nicht geflogen, weil sie sich auf einem Großflughafen nicht zurechtfänden. Welch überhebliche wenn nicht sogar unverschämte Arroganz! Wo kein Bedarf ist, kann auch keiner herbeigeredet werden! Wie glaubhaft ist Arne Hansen noch, welche seiner Aussagen sind noch seriös? Prof. Friedrichsen, mit der Auswertung der Analyse beauftragt, glaubt sogar, Fluggäste aus Fuhlsbüttel nach Jagel umleiten zu können. Ist so noch eine unabhängige Auswertung zu erwarten? Am 07.03. wurde in den Schleswiger Nachrichten berichtet, dass sich die Tourismusbranche als der wichtigste Wirtschaftszweig in Schleswig-Holstein uneffektiv präsentiert und an Attraktivität innerdeutsch verliert. Wie passen das Bemühen um einen Zivilflughafen, dessen Existenz mit fadenscheinigen Bedarfszahlen in einer Tourismusregion wie der Schlei herbeigeredet wird mit Anstrengungen um eine Attraktivitätssteigerung des Tourismus wirtschafts- und umweltpolitisch zusammen, wenn Fuhlsbüttel nur ca. 1 Autostunde von Jagel entfernt ist? Bleibt nur zu hoffen, dass die Bürger sich selbst informieren und ggf. auch wehren, ein privater Investor sich nicht blenden lässt und die Landesregierung weise genug ist, die Unredlichkeit des Projektes Airgate SH zu erkennen und entsprechend zu votieren.

Ernst Balduhn, Fahrdorf

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  Keine Steuergelder für zivile Mitnutzung des Fliegerhorstes Jagel?

Mit Powerpoint-Präsentationen und „seriösem“ Auftreten buhlt die airgate sh um die Zustimmung der Bürger für ihr 55-Millionen-Projekt, „ohne öffentliche Mittel“, wie es heißt!

Dennoch wurde bei mehreren Veranstaltungen eine Förderung durch die EU ausdrücklich erhofft. Nun verlangt die direkte Zuweisung aus EU-Fördertöpfen in der Regel aber eine Kofinanzierung durch die Länder. Wie wird die airgate sh diesen Widerspruch lösen wollen? Als Ausweg scheint uns da einzig der Einsatz von EU-Bürgschaften zur Absicherung von Kreditaufnahmen in Millionenhöhe denkbar. Doch ist dann die Aussage des Verzichts auf öffentliche Mittel noch belastbar? Ist es nicht eher so, dass der deutsche Michel als größter Netto-Zahler der EU allen Beteuerungen zum Trotz wieder mit im Boot  sitzt. Wo ist da der Unterschied zu allen übrigen Regionalflughäfen in Deutschland, die ohne Zuschüsse aus den öffentlichen Haushalten nicht existenzfähig sind?

Der kürzlich ausschließlich auf Betreiben der airgate sh mit der Bundeswehr abgeschlossene Vorvertrag für eine zivile Mitnutzung birgt weitere erhebliche Risiken für den Steuerzahler: So wird vereinbart, dass die Bundeswehr jederzeit den Mitbenutzungsvertrag beenden oder den zivilen Flugbetrieb aus militärischen Gründen einschränken kann. Neben dem ohnehin hoch einzuschätzenden unternehmerischen Risiko einer zivilen Mitnutzung hätte eine umfangreichere Einschränkung oder gar die Kündigung durch die Bundeswehr nicht abzuschätzende Folgen für die Betreiber.

Und damit sind wir wieder beim Steuerzahler. Es muss bezweifelt werden, dass bei einer möglichen Insolvenz – aus welchem Grunde auch immer sie eintreten mag – die Betreiber noch in der Lage sein werden die Kosten für die Beseitigung der von Ihnen errichteten Gebäude, Anlagen und Einrichtungen  aufzubringen. Genau dazu aber haben sie sich laut Vorvertrag bindend verpflichtet.

Und nun raten Sie einmal, wer in diesem „Notfall“ die Kosten trägt?

Heiner Wall

Vorstandsmitglied

Berthold Diestel

1. Vorsitzender

- GZNJ -
Bürgervereinigung gegen die zivile Nutzung des Militärflughafens Jagel e.V.

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  Leserbrief Landesgartenschau, "Airgate", Kasernengelände

Wat ick all lang mol seggn wull...

Ich dachte bisher immer, daß ich wirtschaftlich zu blauäugig wäre..., aber anscheinend habe ich während meiner 18 Jahre Selbständigkeit als Umweltberater hinzugelernt. Vor allem habe ich gelernt, bescheiden und genau zu gucken, was sich wo und wie umsetzen läßt, ohne zu großes Risiko. Ich glaube, daß es für Schleswig und die ganze Region langfristig darum gehen muß unsere landschaftlichen, kulturellen, geschichtlichen Vorzüge geschickt in kleinen, aufeinander abgestimmten Schritten miteinander zu verknüpfen und zu vermarkten und weder in Projekten noch Architektur gigantomanische Umsetzungen und "Events" unsensibel in die Gegend zu klotzen.

Nach entsprechender Bebauung an der Königstr., bisherigen Gartenschau-Plänen und Neubau- Kästen in der Innenstadt befürchte ich allerdings weitere Großmannssucht-Taten.
Ich finde es erschreckend, wie unsensibel nach wie vor mit Umwelt und Natur umgegangen wird und immer noch quantitatives, unbegrenztes Wachstum geradezu gläubig gepriesen und verfolgt wird. Wenn größere Städte an ähnlichen Projekten gescheitert sind, soll ausgerechnet hier - mit leider ach zu kleinkarierter Mentalität - so etwas funktionieren ( man verfolge z. B. nur die Streit- "kultur" innerhalb der Stadtvertretung, den wenig souveränen Umgang mit Mitbürgern anderer Meinung,... ) ? Wer haftet nachher für die hochfliegenden Pläne? Die Initiatoren wohl kaum.

Und nachdem Kiels Flughafen gescheitert ist soll ausgerechnet Jagel dermaßen utopische Zahlen bringen? Sind die "Airgate"- Betreiber so wenig in der Lage sich in global operierende Unternehmen , Strukturen, Persönlichkeiten hineinzuversetzen? Sind die Bürgermeister der in zukünftigen Start- und Landebahnen liegenden Gemeinden, die inzwischen zugestimmt haben, so vertieft in den Tanz um das Goldene Kalb Fortschritt, daß sie das ‘Fortschreiten’ von unser aller Lebensgrundlagen nicht mehr bemerken. Ein schönes Beispiel, was man aus einem ( ehemaligen ) Militärgelände machen kann, ist die Tolkschau - hat es doch vorgemacht, wie man mit kalkulierbarem Augenmaß stetig qualitativ wachsen kann.

Wenn die Landesgartenschau trotz aller Vorbehalte zum Erfolg werden sollte - schön. Die Auswirkungen halten sich im Vergleich zu Jagel im Rahmen. Ein Erfolg für "Airgate" wäre ein herber Rückschlag für die Lebensqualität der ganzen Region.

Was die Namensgebung des neuen Stadtteils " Auf Der Freiheit " betrifft - warum beläßt man es nicht bei diesem historischen Namen, der lange schon, bevor die Kaserne dort angesiedelt wurde, bestand? Auch so etwas ist doch eine Wurzel, die man nicht leichtfertig kappen sollte.

Und dort ökologisch zu bauen und zu sanieren, sollte sich eigentlich heute von selbst verstehen.

Carsten Stoldt, Grumby

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  Schon merkwürdig 
Zu „Deutliches Ja aus Kropp zum Regionalflughafen“, SN vom 10. Februar. Am Flughafenwesen soll Kropp genesen? Die Region wird ganz sicher bald am Ende sein, wenn denn die Flieger in Jagel abheben. Aus dem Publikum, immerhin 200 Personen, haben sich gemeldet: Handels- und Gewerbeverein, Bürgermeister, Bügervorsteher und Amtsvorsteher. Kein Bürger oder Anwohner. Das deutliche „Ja“ kommt dann ja wohl nicht von den Anwohnern?! Was nehmen sich die „Herrschenden“ eigentlich heraus? Es ist schon sehr merkwürdig, dass alle Ämter und Touristikvereine dem Vorhaben zustimmen. Die Frage sei erlaubt: In welcher Form profitieren diese Zustimmer? Wer zahlt denn den notwendigen Kreisel? Wer zahlt die Verbreiterung der Start- und Landebahn? und weitere „Strukturmaßnahmen“? Vermutlich der Steuerzahler, also wir alle! 150 Fluggäste bei acht Flugbewegungen täglich; das macht pro Flugbewegung rund 19 Passagiere. Das ist eine sehr fragwürdige Kalkulation. Oder hat sich da jemand bei den Zahlen vertan? Von Jagel aus könnten die ersten Passagiere bereits 2008 in den Urlaub fliegen. Hallo, ihr Touristikexperten: die Urlauber sollten doch zu uns kommen –- oder habe ich da etwas falsch verstanden? Beim Ausbau des Flughafens Jagel kann ich das ja verstehen: ich würde da auch lieber in südliche Gefilde fliegen als hier den Fliegern am Himmel zuzusehen! Übrigens: gerade die Handwerker sollten ihre Hoffnungen nicht zu hoch schrauben; für sie wird das einige Nummern zu groß.
JÜRGEN M. U. KUBE, Süderbrarup

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  Die angestrebte Potentialanalyse bezüglich der privaten Nutzung des Flughafen Jagels deutet darauf hin, dass die Vertreter der Airgate Jagel hoffen, den bestehenden Flughäfen Fuhlsbüttel, Lübeck-Blankensee und Billund Passagiere und Fracht abzujagen. Denn, wer im Landesteil Schleswig, Kreis Segeberg, oder im Randgebiet von Hamburg wohnt, ist mit den bestehenden Möglichkeiten, und einer Stunde Fahrzeit mit dem Auto, bestens bedient. Ein echter Bedarf besteht also nicht. Also werden an den anderen Standorten Arbeitsplätze abgebaut werden , um in Jagel Neue zu schaffen. Na toll, Arbeitslosigkeit tut überall gleich weh. Vielleicht kommt es aber auch nicht wirklich auf den Bedarf an. Vielleicht ist das ganze Projekt darauf angelegt, in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen, damit dann das Land Schleswig-Holstein einspringen muss. Und dann hat der Vertreter der Airgate wieder recht: das ganze Projekt ist rein privat finanziert - von uns Steuerzahlern.

VEIT BARTENSTEIN, Busdorf

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  Zu „Wie tragfähig sind die Airport-Pläne?“ vom 31. Januar.

Interessanterweise konnte man lesen, dass die Airportbefürworter aus Jagel eine Drehscheibe für das nördliche Europa machen wollen. Skandinavische, baltische, deutsche Fluggesellschaften, Frachtflüge für das Unternehmertum, alles erheblich mehr, als man zu Beginn der Planung den Umlandgemeinden erzählt hat.

Hinsichtlich der Finanzierung steht man beim Land und den Kommunen im Wort, man führt also eine Potenzialanalyse durch.

Wenn die positiv ausgeht, und das bezweifle ich nicht im geringsten, geht das Spielchen weiter. Es wird beantragt, auch an Wochenenden und Feiertagen fliegen zu dürfen, nein zu müssen, sonst komme man ins Minus. Dieselbe Begründung gilt dann für Nachtflüge. Ganz nebenbei ist da auch noch ein Tornadogeschwader mit 45 Maschinen - alles kein Problem, man hat sich ja rechtzeitig abgesichert. Den Gemeinden hat man zu Beginn vielleicht nicht die ganze Wahrheit gesagt, aber das kann ja aus Versehen vergessen worden sein. Oder es hat keiner nachgefragt. Und zu guter letzt, wenn dieses ganze Projekt doch an die Wand gefahren wird, wer bitte kommt für die Folgekosten auf? Der Bürger! Der Steuerzahler! Aber das kennt man ja schon.

WOLFGANG JELEN, Busdorf

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  Zum Artikel „Bürgerinitiative: Zivilflughafen würde der Schleiregion schaden“ vom 27. Januar.

Interessante Aussichten, die uns Herr Diestel da in dem Interview präsentiert. Einflugschneise Kappeln, Süderbrarup, Schleswig. Toll! Das finden unsere Volksvertreter und Tourismusmanagern und -experten auch und stimmen dem Vorhaben vorbehaltlos zu. Wir haben eine Gemengelage von privaten Investoren und politischer Zustimmung, die sicher fördernd eingreifen wird. Und wenn das alles schief geht? Unter dem Titel „Teuer und unrentabel - Regionalflughäfen verschlingen Steuermillionen“ hat „Panorama“ dieses Thema aufgegriffen. Dort ist unter anderem auch der uns so angepriesene, vorzeigefähige Flughafen Rostock-Lage besprochen. In Kurzfassung: 47 Millionen Euro Landesinvestition, heute ist das Terminal verwaist, eine Maschine fliegt am Vormittag mit fünf Personen. Jährliche Kosten: 1,6 Millionen Euro. Das könnte uns ja gefallen, eine Maschine verkraften wir wohl noch. Doch alle Regionalflughäfen schreiben tiefrote Zahlen, warum sollte es Jagel da besser ergehen? Und im Falle des Scheiterns: Wer bleibt auf den Kosten sitzen? Der Kreis, die Landesregierung, also: wir. Also kann man Herrn Diestel nur zustimmen. Konzentration auf Arbeitsplätze, aber bitte im Tourismus!

JÜRGEN M. U. KUBE, Süderbrarup

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  …nachdem wir das Schreiben des Gewerbevereins Kropp vom 27.1.06  lasen, konnten auch wir in Hamburg nicht mehr an uns halten und mussten unseren Unmut in Form eines Briefes kundtun, den wir gestern per Post an Herrn Austermann und heute per eMail an den Gewerbeverein Kropp gesandt haben.
Brief anbei  -  gern auch zur Verteilung an die Mitglieder und Freunde als Ermunterung, ähnlich zu handeln.

Gruss aus Hamburg

-Gerd Brouwer-

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  Tourismusverein wurde nicht gefragt

Zu „Hauptausschuss begrüßt die Pläne der Airgate SH“ vom 27. Dezember 2005

Am 20. Dezember verfolgte ich als einzige Zuhörerin im Kreishaus die Abstimmung des Hauptausschusses für oder wider die zivile Nutzung des Militärflughafens Jagel. Ich fragte als Einwohnerin, warum nur der SSW es für notwendig gehalten hatte, sich auch die Argumente der Bürgervereinigung GZNJ gegen diese Pläne anzuhören, bevor es zu der Abstimmung kommt. Als diese zur Tagesordnung aufgerufen wurde, erschien auch Herr Hansen von der Airgate SH, wir blieben die Einzigen.

Ingo Degner (SPD) begrüßte die Pläne deshalb, weil sich auch die Tourismusvereine und die Schlei-Ostsee-GmbH für den zivilen Betrieb ausgesprochen haben. Als Vorsitzende des Tourismusvereins „Schleswig-Schlei-Quartiere“ möchte ich dazu Folgendes anmerken: Ich habe mich bei Herrn Berlau (CDU), dem Vorsitzenden der GmbH, bei Herrn Dethlefsen (CDU), dem Vertreter der Privatvermieter in der GmbH, und bei Frau Lüneburg, der Geschäftsführerin der GmbH, im Namen unseres Vorstandes eindeutig dagegen ausgesprochen, dass Schlei, Eider-Treene-Sorge-Niederung und Hüttener Berge bald zur Einflugschneise für Verkehrsflugzeuge werden. Wir wurden nicht gefragt. Ich bezweifle ebenso, dass andere Tourismusvereine eine Stellungnahme abgeben konnten. Außerdem vermisse ich in dem Artikel, dass der SSW sich dagegen ausgesprochen hat mit der Begründung, man glaube den Zahlen der Airgate nicht und ausgewiesene Experten in Dänemark hätten von einer Zustimmung abgeraten.

KARIN DIESTEL, 1. Vorsitzende Schleswig-Schlei-Quartiere

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  Leserzuschrift zum Artikel: “Die Landesregierung soll sich zu Jagel bekennen“ SN 16.12.05, Seite 15

Zyniker könnten annehmen, dass es uns Gegnern der zivilen Nutzung des Militärflughafens Jagel Genugtuung verschaffe, was alle hier lesen konnten und wovor wir schon immer warnten. Klein aber fein ist nicht genug. Klotzen ist angesagt, nicht Kleckern. Oder weniger blumig: Dem Militärflughafen Jagel eine Zivilversion als Anhängsel beizuordnen ist unseren Landes-Politikern zu wenig. Sie sahen sich ein nachahmenswertes Beispiel aus der Nähe an: „Frankfurt-Hahn“ liegt 130 km westlich von Frankfurt im fernen Hunsrück. Die Parallele drängt sich auf: „Hamburg-Jagel“ liegt 115 km nördlich von Hamburg zwischen Schleiregion, Eider-Treene-Sorge-Niederung und Hüttener Bergen!

Hahn hat schon jetzt 3 Millionen Passagiere im Jahr, das Zehnfache des für Jagel zu Beginn Erwarteten. Doch man plant die Startbahnverlängerung samt einer Ausweitung der Kapazität aufs Dreifache. Zwei Bundesländer sind als Teilhaber mit im (Flug)boot und die Zuwachsraten im Frachtverkehr sehr vielversprechend. Das läuft dort auf wenigstens dreißig Mal soviel Flugbetrieb, wie für Jagel so schonend prognostiziert wurde, hinaus.

Ja, aber bei uns schüren die politischen Parteien jetzt auch den Wettstreit, wer sich den Airport-Jagel am “größten und schönsten“ herbei redet. Da fordert Ingo Degner im Vorsitz der SPD-Kreistagsfraktion Regionalmittel für eine Expertise. Sie soll die ausschließliche Privatnutzung Jagels als großem Verkehrsflughafen ins Auge fassen. CDU-Chef Börnsen assistiert, dass das Land erkennen müsse, welch ein Wachstumsmotor für die ganze Region hier im Entstehen sei, wobei ihm Degner zur Seite steht und mit Blick auf die Landesregierung nach starken Partnern ruft.

So verwandelt sich vor unseren Augen die angeblich mutige Vision einiger Schleswiger Geschäftsleute in das, was alle stets blindlings von sich gewiesen haben: in ein künftiges Riesengrab für Steuergelder, in einen Passagier- und Frachtflughafen größer als Hamburg aber auf dem flachen wenig besiedelten Land. Wen kümmert es, wer da lebt? Darüber bestimmen und von dort fliegen werden die, die woanders leben. Nur ertragen werden wir es, die wir ja den Fluglärm der Militärflugzeuge ohnehin gewöhnt sind. Wollen wir das?

Mit freundlichem Gruß

Berthold Diestel

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  Es lohnt sich den einstudierten Vortrag von Herrn Blankenagel, dem Geschäftsführer der airgate sh, mehrfach zu hören.

Schien es nach seinen Worten vor dem SSW am 17.11.2005 noch, dass der Tourismus für unsere Region gescheitert sei, so ließ er uns am 24.11.2005 vor der IHK-Flensburg anhand eines Balkendiagrammes erkennen, dass Schleswig-Holstein als Urlaubsland doch ganz gut dasteht und eine noch bessere Auslastung wird durch den geplanten Flughafen Schleswig-Jagel erreicht werden. Diese Kehrtwendung bezog sich natürlich auf den vorausgegangenen Vortrag von Frau Lüneburg, der Geschäftsführerin der neuen Schlei-Ostsee-GmbH. Zuversichtlich berichtete sie von den vielen bereits angelaufenen und noch geplanten Aktivitäten, die neue Gäste in unsere schöne Landschaft bringen werden.

Der eingeschlagene Weg unserer Tourismusbranche geht in die richtige Richtung, konnte ich doch erst heute lesen, dass Tourismus-Experten eine verstärkte Nachfrage beim Aktivurlaub, Rad-, Wasser- und Wandertourismus registrieren. Als wachsende Märkte sehen die Touristiker ältere Gäste und Familien mit Kindern.

Diese, liebe Airgate-Vertreter, reisen sicherlich nicht mit Billigfliegern an. Sie werden sich ein anderes schönes Urlaubsdomizil, selbstverständlich nicht in der Nähe eines Großflughafens, suchen. Denn sie wissen, konkurrierende Fluglinien haben eben nicht nur neue, leise Maschinen, genau daran wird gespart. Aber natürlich wird die Airgate ihr geplantes Demonstrationsflugzeug nicht aus dieser Gattung nehmen.

Mein Vorschlag wäre, an den zugesicherten flugfreien Wochenenden die 8.000 qm große Abflughalle und das 20.000 qm große Vorfeld für Surf-, Golf und Walking-Anfängerkurse zu nutzen. Dies würde auch noch einen 61. Arbeitsplatz schaffen und die 55 Millionen Euro abfedern, die ja nicht mit öffentlichen Mittel erreicht werden sollen.

Sabine Lempelius, Brekendorf

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  Aufs Spiel gesetzt

Mit Bedauern stelle ich fest, dass auch der Artikel “Schleiregion mit vereinten Kräften vorwärts bringen“ (SN 26.11.05 Seite 13)  den Eindruck hinterlässt, als habe die IHK-Veranstaltung in Selk erwiesen, dass die Schleiregion nur durch Flugzeuge zu retten sei. Es ist schon kaum noch überraschend, wenn der Amtsvorsteher Herr Feddersen in seiner Einleitung von den Einwohnern des Amtes Haddeby spricht, die sich auf den zivil mitgenutzten Militärflugplatz vor ihrer Nase freuen und dabei völlig jene 2.650 Unterschriften unterschlägt, die fast ausschließlich von den 8.135 Einwohnern seines Amtes gegen die zivile Mitnutzung des Mitlitärflughafens Jagel zusammengetragen wurden. Das dürfte etwa 40% der Wahlberechtigten des Amtes entsprechen. Die Gemeindevertreter mögen sich überlegen, ob sie nicht doch reichlich kurzsichtig ihrem Oberhirten in der Fürsprache zur zivilen Mitnutzung folgen.

Leider wurde an diesem Abend auch von Frau Lüneburg als Tourismus- Managerin für den Ostseefjord Schlei nicht thematisiert, dass eine Region, die sich den Zielen des sanften Tourismus verschrieben hat, in eklatantem Widerspruch zu einem Verkehrsflugplatz steht, dessen Einflugschneisen über geplante Tourismusprojekte, über Wohngebiete mit Hotels und Privatquartieren und über empfindliche FFH-Gebiete verlaufen.

Ebensowenig erkannte Herr Degen in seinem Vortrag über die EU-Förderungen nach dem gerade auslaufenden „leader+“-Modell, dass bei der Hoffnung auf eine Neuauflage es doch immer bei ähnlichen Bewertungskategorien für die Vergabe bleiben wird. Die bisherigen Richtlinien erwarteten ökologisch orientierte Investitionen, Einsatz alternativer Energien, Förderung von sozial Schwachen, von Behinderten, von alleinstehenden Müttern, von Langzeit-Arbeitslosen und immer stand dabei ganz groß im Vordergrund der Schutz der Natur und ein sanfter Tourismus. Wenn unsere Region diese Qualitätsmerkmale aufs Spiel setzt, dann kann sie ganz leicht die Förderungswürdigkeit verlieren.

Mit freundlichem Gruß

Berthold Diestel

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  Wenn es auch die Veterinäre noch nicht verlautbart haben: Es besteht Vogelgrippeverdacht im Kreis Schleswig-Flensburg.  -  (bisher nicht in den SN veröffentlichter Leserbeitrag)

Zum Beispiel bei den, ach so edlen und altruistischen, Investoren der geplanten zivilen Nutzung Jagels. Mussten sie doch auf zähe Nachfrage zugeben, dass Steuermittel von EU und dem Land Schleswig-Holstein wichtige Bestandteile des Finanzkonzeptes sind.

Zum Beispiel bei dem Leitvogel Hansen, der mit einer unabhängigen Gutachterin auftrat, von der sich im Nachhinein herausstellte, dass sie seine Schwägerin ist.

Zum Beispiel bei manch eitlen Hähne der Kommunalpolitik, die einzelne Punkte des der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Konzeptes der Airgate nicht lesen, nicht verstehen oder wissentlich verschweigen. So sind Fracht- und Nachtflüge keineswegs kategorisch ausgeschlossen, wie uns die Airgate Glauben machen will.

Das Versprechen "Kein Wochenendflugverkehr" wird sich mit überdurchschnittlich vielen Starts und Landungen an Freitagen und Samstagen entlarven, weil die Urlaubsplanung der Chartergäste dies erfordert.

Zum Beispiel bei dem braven Hühnervolk der schweigenden Masse, die ihre Meinung einfachheitshalber von einem "Das kommt ja sowieso nicht!" zu einem "Da kann man ja eh nichts mehr dagegen tun!" geändert haben.

Und ich sage: Doch! Es bedarf einer dauerhaften Vergrämungsaktion gegen Wachteln und ähnliche Vögel bevor die Vogelgrippe noch weiter grassiert.

Veit Bartenstein, Busdorf

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  Versprechungen können näherer Prüfung nicht standhalten

Die Airgate-Planer versuchen, die Gemeindevertretungen zur Zustimmung zur zivilen Nutzung des Flugplatzes Jagel zu überreden. Hierbei werden Versprechungen abgegeben, die einer näheren Prüfung nicht standhalten. So rechnet man mit einer jährlichen Fluggastzahl von 300.000 Personen, die bei zugesicherten höchstens vier An- und Abflügen täglich an fünf Werktagen in Jagel abgefertigt werden sollen. Mit diesen verhältnismäßig moderaten Zahlen möchte man die Bevölkerung ruhig halten,  gleichzeitig verkündet man rosige Zeiten mit Airport-Hotel, Flugwerft ,Shuttle-Betrieb usw. und lockt mit Arbeitsplatzzahlen, die nur bei Dauerbetrieb kommen könnten. 

Es herrscht bekanntlich ein ruinöser Wettbewerb zwischen den Flughäfen um höhere Fluggastzahlen, so dass die Beschränkungsversprechungen der Airgate-Macher nur so lange Bestand haben können, wie gutgläubige Kommunalpolitiker zu überreden sind, ein Einverständnis der Menschen der Schleiregion vorzutäuschen. Sind dann endlich Tatsachen geschaffen worden, wird man mit dem Argument der zu sichernden Arbeitsplätze mit großem Bedauern alle beruhigenden Absichtserklärungen über Bord werfen und Wochenend-, Nacht- , Cargoflüge anwerben sowie natürlich auch Steuermittel einfordern. Schließlich will die Airgate – Truppe sich ihr Engagement versilbern lassen, auch wenn ihre Äußerungen bisher eher ein Wohltätigkeitsunternehmen vermuten lassen.

Spätestens seit dem Auftritt von Herrn Blachetta, der den Schleswigern Arbeitsplätze in der Rapsdieselfabrik versprach, aber einzig im Sinn hatte, die Zuckerfabrik auszuschlachten und die Maschinen der Nordzucker-AG für deren Fabriken im Osten teuer wieder zu verkaufen (SN-Schlagzeile: Ein Glücksfall für Schleswig!), sollten unsere Politiker skeptisch sein, wenn es um Heilsverkündungen für die Region geht.

Gibt es irgendwann  Zivilflüge von Jagel aus, wird man sich  fragen, wie es möglich war, in einer Region, die vom sanften Tourismus lebt und die Möglichkeiten des Naturerlebens ausbauen will, eine wesentliche Ausweitung des Fluglärms fast ohne Gegenwehr durchzudrücken. Die Folgen wären sicher nicht dadurch aufzufangen, dass man einfach die Wörter Ruhe und Erholung aus den Prospekten streicht!

Fritz Laß, Schleswig

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  So kann es enden - von mündlichen Versprechungen zur grausamen Realität

Seit Februar 2004 bin ich Neubürger in Süderbrarup. Hauptbeweggrund meines Wegzuges aus Nordrhein-Westphalen war die explosionsartige Expansion des Dortmunder Flughafens von einem kleinen Sportflugplatz mit Rasenpiste zu einem Flugplatz für dreistrahlige Düsenflugzeuge.

Ich bin also in der Beurteilung des Gesamtsachverhaltes als unmittelbar Betroffener und auch finanziell Geschädigter bestens über die sogenannte "Salamitaktik" der Betreiber und auch der Politiker informiert.

Was mich in der Ausgabe Ihrer Zeitung vom Sonnabend, den 22.10.2005 absolut irritiert, ist, wie Herr Ralf Feddersen der Öffentlichkeit versucht klar zu machen, dass es bei der Verwirklichung der Pläne nicht zu Nacht-, Wochenend- und Transportflügen kommen wird. Er vertraut auf das gesagte Wort.

Eine absurde Idee. Was meinen Sie, hat im Laufe des Flughafenausbaues in Dortmund der Betreiber den Politikern alles versprochen und natürlich nicht eingehalten und die Politiker ihren Mitbürgern.

Zunächst sollte es nur ein Flughafen für die Wirtschaftsbosse werden. Gedroht wurde von der Fa. Hoesch, Dortmund, ihren Firmensitz zu verlegen. Also wurde dem stattgegeben. Keinesfalls sollten Touristikflüge erlaubt sein.

Heute ist der Flughafen Dortmund zu 100% auf den Tourismus angewiesen.

Keine Verlängerung der Startbahn. Die Startbahn wurde bisher dreimal verlängert.

Kein Flugbetrieb nach 19.00 Uhr. Verlängerung zunächst auf 20.00 Uhr, dann auf 22.00 Uhr und zuletzt auf 23.00 Uhr.

Keine zusätzlichen Emissionen durch Abgase oder Kerosin. Tatsache war, dass in vielen Gärten in einer Entfernung von 2 km vom Flughafen Bäume und Büsche die Blätter verloren und eine braun gesprenkelte Farbe annahmen.

Dies geschah erst, nachdem die größeren Maschinen - z.B. die Air Berlin - Dortmund anflogen. Trotzdem wurden in den letzten Jahren Landeszuschüsse in der Größenordnung von 13-15 Millionen Euro gezahlt, da der Flughafen rote Zahlen schreibt.

Durch sogenannte Wirbelschleppen (sie entstehen beim Landeanflug) ist in einem Umkreis meines ehemaligen Wohnhauses von ca. 400 m an 6 Häusern das Dach durch heruntergewirbelte Dachziegel beschädigt worden. In einem Fall sogar an einer Grundschule. Dies war Gott sei Dank aber an einem Nachmittag und die Schule war bereits geschlossen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte Schulbetrieb geherrscht.

Ich möchte mit meinem Beitrag nur davor warnen, die Bedenken der Mitbürger gegen diese Nutzung einfach vom Tisch zu wischen. Ich weiß wovon ich spreche. Es geht auch in diesem Fall nur um wirtschaftliche Interessen und natürlich auch um Profilierungssucht einiger Verantwortlicher.

Das vorgeschobene Argument der Schaffung von Arbeitsplätzen in dieser strukturschwachen Region klingt wie Hohn in meinen Ohren. Denn es werden in dieser überwiegend vom Tourismus lebenden Region Arbeitsplätze verloren gehen, und zwar im Bereich der Touristikbranche. Es werden einfach die Feriengäste, die diese Landschaft so lieben, wie sie jetzt ist, wegbleiben.

Sie können doch nicht ernsthaft glauben, dass durch eine zivile Mitnutzung des Flughafens die Gesamtregion in ihrer landschaftlichen Ruhe und Schönheit an Wert gewinnt. Genau das Gegenteil ist der Fall, die Landschaft wird in ihrer ursprünglichen Schönheit unwiederbringliche Schäden erleiden.

Rainer Krause, Süderbrarup

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  55-Millionen-Vertrag für Jagel: Bald Urlaubsflüge?  (an das Hamburger Abendblatt gesandter Leserbeitrag)


Kennen Sie die Schleilandschaft? Die Fernsehserie „Der Landarzt“ ist in dieser schönen Region zu Hause. Vielleicht haben Sie schon einmal ein paar erholsame Tage in einer Ferienwohnung in Schleswig oder der Umgebung verbracht, vielleicht sogar bei mir. Dann sind Sie gewiss durch beschauliche Schleidörfer oder durch unsere historische Altstadt spaziert oder Sie haben Ihr Boot in einem der vielen kleinen Häfen entlang der Schlei liegen gehabt.

Mit solch beschaulicher Ruhe wird es vorbei sein, geht es nach den ehrgeizigen Plänen der Airgate SH. Seit Jahren verfolgen deren Macher beharrlich das Ziel, zivile Billigflieger auf den militärischen Fliegerhorst bei Schleswig zu holen.

Begonnen hat es mit der Vision eines „kleinen aber feinen“ Flugplatzes, der neben militärischen auch zivile Flüge vertragen soll. Mittlerweile sind wir bei einem 55-Millionen-Projekt und mindestens 360.000 Passagieren gelandet. Die sollen angeblich nur während des militärischen Betriebs, also nicht am Wochenende und ausschließlich tagsüber hier ein- und ausschweben. Den Gemeinden aber liegt das Mitnutzungskonzept vor. Darin sind alle Optionen offen. Keineswegs werden Nacht- und Frachtflug oder Flugzeugreparaturwerkstätten ausgenommen. Wie sonst auch kann es sich rechnen? Gelockt wird natürlich mit der Schaffung von Arbeitsplätzen, das zieht immer und da vergessen dann auch die Lokal-Politiker das Nachlesen und Nachrechnen.

Schleswig-Holsteins Flugplätze, davon haben wir schon einige, werden allesamt vom Steuerzahler subventioniert. Arbeitsplätze, die vor Ort meist nur im Niedriglohnbereich entstanden sind, stehen in krassem Missverhältnis zum Verlust der Lebensqualität. Bei uns leben viele Menschen vom Tourismus. Seit Jahren wird dieser Wirtschaftszweig als „sanfter Tourismus“ gefördert und ausgebaut. Gerade erst entstand die Schlei-Ostsee-GmbH zum Bewerben der ganzen Schleiregion.

Die Profilierungssucht der Herrn Hansen aus Schleswig, Blankenagel aus Flensburg und Wachtel aus Hamburg wird Arbeitsplätze kosten. Familien werden fort ziehen wenn zu den militärischen Belastungen auch noch Fluglärm und Umweltbelastung durch Billigflieger hinzukommen. Die Schlei, die Hüttener Berge, das Ostseebad Eckernförde, die Landschaft Stapelholm, sie alle liegen unter den Einflugschneisen. Wer möchte dann da noch seinen erholsamen Urlaub verbringen?

Die Gegner der zivilen Nutzung Jagels wollen die Stärkung aller in der Region durch Gesunde Umwelt, Zukunft mit sanftem Tourismus, Natur bewahrende Investitionen, Ja zu lebenswertem Wohnen, so steht es auf ihrer Internetseite  www.gznj.de.

 
Karin Diestel, Schleswig

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  Folgender Beitrag wurde aus dem Gästebuch der Busdorfer Homepage gelöscht (habe ihn wieder eingetragen und bin gespannt, wie lange er diesmal stehen bleiben wird!  ;o) 

Da wir sehr um die Zukunft unserer Region besorgt sind, setzen wir uns für das Folgende ein:
Gesunde Umwelt - Zukunft mit sanftem Tourismus - Natur bewahrende Investitionen - Ja zu lebenswertem Wohnen
Das Amt Haddeby gehört mit der Wikingersiedlung Haithabu, der Nähe zur schönen, idyllischen Schlei und der geschichtsträchtigen Umgebung wie Danevirke, dem Schleswiger Dom und vielem mehr zu den Perlen der Region!
Denkt daran, dass Wirtschaftsphilosophie der Nachkriegszeit sich nicht mit den ethisch-moralischen Werten der Neuzeit vereinbaren lässt! In der Ruhe liegt die Kraft - diese Kraft als Kapital der Region sinnvoll zu nutzen, das ist die Aufgabe der verantwortlichen Entscheidungsträger dieser Region!
Zum Wohle aller: http://www.gznj.de

Wolfgang Bradtke, Fahrdorf

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  Von der Seele geschrieben

Holger Astrup  beruhigte uns vor etwa drei Jahren über die völlige Aussichtslosigkeit des Ansinnens der Airgate-SH in Jagel, Billigfliegerei und anderes stattfinden lassen zu wollen. Das Konzept der Airgate-SH liegt vor mir: Danach sind Cargo, Nachtflug und MRO-Aktivitäten (Also im weitesten Sinne Wartung und Reparatur, Hamburg ist schließlich ein teures Pflaster schicken wir die reparaturbedürftigen Maschinen doch nach Jagel) durchaus beabsichtigt. Einstweilen werden die Gemeinden von der Airgate-Sh beruhigt, es gehe doch nur um vier Flugzeuglein am Tag. PHC schwärmte im Frühjahr von 15.000 Arbeitsplätzen die entstünden, die Airgate spricht von immerhin "sehr vielen" die im Gefolge des Flugplatzes entstehen oder gesichert werden. Klingt logisch, nicht? Bei vier Flugzeugen an fünf Tagen in der Woche und Freitags nur bis 13:00 h, so'n Quark! Sie wollen mehr, nicht gleich aber peu à peu würden wir's beigebracht bekommen.

Die Region ist gebeutelt durch unerträglichen militärischen Fluglärm, das sagt man so aber nicht laut.
Dieser Lärm gerät uns jetzt doppelt zum Verhängnis. Wer so dumm war sich hier niederzulassen und aus Vaterlandsliebe oder Treue zum Grundgesetz sich nicht gegen die Militärfliegerei auflehnte, trägt selbst die Schuld. Er darf gegen den zusätzlichen Lärm der Zivilfliegerei sich nicht sträuben, Gerichte haben in anderen Regionen schon so manches Begehren in dieser Hinsicht aus genau dem Grunde abgelehnt. Wertminderung an Grundstücken? Pah, der Lärm war doch schon immer da! Wer sich aber gleich gegen die Militärfliegerei stellt, der gilt als Vaterlandsverräter und dem wird unterstellt, er wolle Arbeitsplätze vernichten, wo andere welche schaffen wollen. Dass die im Tourismus etliche vernichten werden, wird einfach unterschlagen.

Denn andere Argumente werden vom Tisch gefegt. Dass die zivile Nutzerei die Finanzmittel von Land, Bund und EU begehrt, versteckt man hinter der frisch-forschen Behauptung ausschließlich aus privaten Töpfen 40 Millionen Euro Anschubfinanzierung bereit stellen zu wollen. Unsere tumben Gemeindevertreter fallen reihenweise auf den Gag rein. So ziehen die wackeren Kaufleute demnächst nach Kiel und tönen: Seht Ihr, alle wollen dort den Großflughafen Schleswig-Jagel! Nun müsst Ihr uns unterstützen, denn die hoffen auf Euch, ihre Kinder brauchen Arbeitsplätze!

Die Analyse der Finanzdaten aller deutschen Flughäfen verrät uns aber, von Lübeck bis Laage, von Frankfurt-Hahn bis Nordholz bei Cuxhafen, überall bringt die öffentliche Hand Geld mit, um ihre Prestige-Objekte über Wasser zu halten. Wir wollen das hier nicht zulassen.

Berthold Diestel, Schleswig

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Einstudierte Argumente

Wie in der SN-Ausgabe vom 15. Oktober zu lesen war, stimmten auch die Gemeindevertreter Lottorfs für die zivile Mitnutzung Jagels und ließen sich durch den routinierten Vortrag von Günther Blankenagel davon überzeugen, dass mit ein paar kleinen zusätzlichen Flügen der große Aufschwung in unsere Region kommt.

Die Gegner, Herr Blankenagel, sind wache, mündige Bürger, die Ihre Zahlen nachrechnen können, ihren gesunden Menschenverstand benutzen, die sich angesichts der Verluste bereits bestehender Flughäfen darüber im Klaren sind, dass bei Ihrer Rechnung einiges nicht stimmen kann. Wie viele Arbeitsplätze hat denn der Flughafen Lübeck gebracht? Mit welcher Summe wird jeder Passagier durch die Stadt gefördert?

Den vielen verantwortungsbewussten Menschen in dieser schönen Region Profilierungssucht vorzuwerfen, passt leider in das Konzept der Airgate-SH, die bei ihren ehrgeizigen Plänen die Bevölkerung bewusst im Unklaren gelassen hat und bis heute nur den Bürgermeistern in ihrem Mitnutzungskonzept die wirklichen Absichten offen legt.

Wir Kritiker sind keine Bürger, die ihre Schäfchen im Trockenen haben, Herr Blankenagel, sondern Menschen, die eine berechtigte Sorge vor dem Verlust von Arbeitsplätzen im Tourismus, Verschwendung von Steuergeldern und der Vernichtung lebenswerten Wohnens haben. Uns reicht der derzeitige militärische Fluglärm vollends. Übungen, Nacht- und immer wieder Tiefflüge - besonders beliebt ist unsere Altstadt - werden schon nicht mehr angekündigt, alles ist mittlerweile erlaubt. Ihre einstudierten Argumente tragen nicht dazu bei, dass der Bevölkerung die Ängste genommen werden und wir an Ihren Meilenstein glauben können. Dieser Flughafen wird zum Abfliegen, nicht zum Transport für Gäste in diese Region genutzt werden, und er wird sich sehr schnell nur mit Nacht- und Cargoflügen rechnen können. Doch wer von unseren gewählten Gemeindevertretern möchte dann schon zurückrudern? Aber es werden auch Arbeitsplätze frei. Aus Gesprächen habe ich erfahren, dass viele Menschen wegziehen wollen, wenn Ihre Pläne wahr werden. Ach, hätte sich der Stammtisch doch bloß weiterhin mit dem Verzehr der Möweneier beschäftigt. Nehmen Sie die vielen nachdenklichen Bürger und Bürgerinnen endlich ernst und legen Sie die wirklichen Pläne allen offen.

Karin Ruppel-Diestel, Schleswig

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  „Geheimpapier“ zum Airport Jagel

Das Thema ist ernst. Ein Schmunzeln über die allzu offenkundige Vorgehensweise der Airgate-SH lässt sich dennoch nicht verkneifen: Einerseits brauchen sie ja die Zustimmungen der Gemeinden überhaupt nicht. Sie werben doch gerade damit, dass ausschließlich private Investoren die benötigten 40 Millionen Euro Anschubfinanzierung in das Projekt einbringen werden. Wieso also reißen sich dann die Gemeinden förmlich darum, abstimmen zu dürfen, wenn die Airgate-SH auf ihrer Promotiontour auch sie beehrt hat? Es ist wohl eindeutig, dass die Airgate-SH die ganzen eingesammelten Zustimmungen nach Kiel möchte melden können, um so eine glaubhafte Basis für den Erhalt öffentlicher Mittel anzubieten. Das einzugestehen, brächte sie allerdings in die Zwickmühle gleichzeitig einräumen zu müssen, dass danach alle Ausschreibungen europaweit zu geschehen haben. Welcher Betrieb aus unserer Region wird mithalten können, wohin gehen dann wohl die Arbeitsplätze? Die Vertreter der Airgate-SH versuchen außerdem, bei ihren Präsentationen den Eindruck zu erwecken, werktäglich seien harmlose vier ganz, ganz leise Passagierflugzeuge geplant. Aktivitäten, wie Frachtflugverkehr - also Tag- und Nachtflug außerhalb der militärischen Öffnungszeiten oder andere die Umwelt beeinflussende Aktivitäten – seien völlig abwegig. Doch liegt allen Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden das Mitbenutzungskonzept der Airgate-SH vor, worin ausdrücklich auch solche Möglichkeiten niedergelegt sind. Das sollten die Gemeindevertreter, die bereits für die zivile Nutzung Jagels gestimmt haben, vor der Abstimmung eigentlich gelesen haben. Warum aber wurde dieses Konzept nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht? Auszüge aus diesem „Geheimpapier“ sind nachzulesen unter www.gznj.de, das ist die Internet Adresse der Bürgervereinigung gegen zivile Nutzung des Militärflughafens Jagel.

Zu guter Letzt noch folgendes: Verwerflich finde ich die Aussage des Herrn Wachtel von der Airgate- SH, (siehe sh:z vom 15.10.2005) „dass die Gegner nur Ängste verbreiten wollen oder versuchen, sich selbst zu profilieren“. Dazu kann ich nur antworten: Diese Ängste sind schon seit Langem da, denn sonst wäre es wohl nicht nötig gewesen die„Bürgervereinigung gegen die zivile Nutzung Jagels“ zu gründen. Und mit „profilieren“ meint Herr Wachtel wahrscheinlich sich selbst, ich glaube, gepaart mit Profitdenken ohne Rücksicht auf unsere schöne Schleiregion, in der Fluglärm unerträglich wird. Die Umwelt, unsere Kinder werden darunter leiden. Auch als Ferienregion werden wir an Bedeutung verlieren, wenn das Vorhaben der Airgate-SH gelingt. Da vergeht mir das anfängliche Schmunzeln denn doch!

 Angela Petermann, Selk

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  Ohne Grundlage

Das so genannte Mitbenutzungskonzept der „Airgate-SH“ basiert nicht auf Ergebnissen einer Bedarfsstudie, wie sie zum Beispiel für Hotelneubauten üblich ist. Somit entbehren unter anderem die Nennung von 300 000 Passagieren pro Jahr ab etwa 2008 oder der ins Auge gefasste Bau einer Abfertigungshalle für 800 000 Passagiere jeder realistischen Grundlage.

Die erwarteten Passagierzahlen sind ebenso hypothetisch wie Aussagen über zu schaffende Arbeitsplätze.

Für den Tourismus in der Schlei-/Ostseeregion hätte eine zur militärischen hinzukommenden Lärmbelastung durch zivile Mitbenutzung eine eher Arbeitsplätze vernichtende Wirkung.

Eine in ihrem Umfang in keiner Weise abzuschätzende zusätzliche Belastung durch Lärm und Umweltschäden träfe neben Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen insbesondere junge Familien, die sich unter anderem in den letzten Jahren in den von der Gemeinde Fahrdorf erschlossenen Neubaugebieten angesiedelt haben.

Neben zu erwartenden Wertminderungen der Immobilien besteht die Gefahr negativer Auswirkungen auch auf Projekte wie dem auf dem ehemaligen Kasernengelände „Auf der Freiheit“ in Schleswig.

H. Wall, Fahrdorf

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  Widersprüchliche Vorhaben

Ich sehe einen Widerspruch darin, einerseits bei den großen Konversionsprojekten in der Region auf Wellness und sanften Tourismus zu bauen, die Menschen aber andererseits erhöhtem Fluglärm auszusetzen. Im Übrigen ist mir klar, dass es nicht bei den verkündeten Zahlen bleiben werde. Wenn die Gewinn machen wollen, muss die Airgate auch bei Starts und Landungen nach oben offen sein.

Dr. Eckehard Kraas, Selk

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  Flugplatz ergibt Abzüge

Am 5. September durfte Günther Blankenagel von der „Airgate SH“ das Konzept zur zivilen Mitbenutzung des Flughafens Jagel vor der Ratsversammlung präsentieren. Er behauptet, dass unsere Region mit sanftem Tourismus nicht vorangebracht werden kann.

Wir Privatvermieter sehen es so: Urlaubsgäste verbringen ihre Zeit vorrangig in unseren Quartieren. Sie suchen in der Schleiregion den sanften Tourismus.

Gut 1200 Privatanbieter sind mit etwa 4500 Betten auf beiden Seiten der Schlei in den Vereinen organisiert, die sich der Schlei-Ostsee GmbH angeschlossen haben. Ihnen und den etwa noch einmal so vielen nicht organisierten sichern die Urlauber eine wichtige Einnahmequelle. Unsere Gäste kaufen vor Ort ein, essen in den Lokalen und besuchen die Sehenswürdigkeiten der Region. Ihre Kaufkraft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, gerade auch weil das Geld breit gestreut wird.

Die Airgate bietet technische Visionen an. Wir aber wollen den vorhandenen Tourismus weiter ausbauen. Dazu haben wir die GmbH mitgegründet. Die hat sich vorgenommen sowohl die Hotels, die Wirtschaft und die Privatquartiere zu stärken. Gerade wurde der Vertrag unterzeichnet auf der „Freiheit“ die Toscana-Therme, ein Wellnesshotel und 200Ferienhäuser zu errichten. Eine „Nordic Walking“-Strecke entlang der Schlei soll in Angriff genommen werden, Vorbereitungen für einen Bustourismus haben bereits begonnen.

Kommt es zur Mitbenutzung des Flughafens, dann verdient Schleswig sehr bald den Titel Erholungsort nicht mehr. Unsere Quartiere werden durch den „deutschen Tourismusverband“ begutachtet und mit Sternen prämiert. Ein naher Flugplatz ergibt Abzüge. Folglich wird auch im Gastgeberverzeichnis für die ganze Schleiregion erstmalig nach Fluglärm gefragt, selbst eine Alleinlage gilt nicht mehr als ruhiges Quartier.

Massentourismus ist ein Geschäft für Billiganbieter, nur mit immer höheren Steigerungsraten lohnt es sich. Ein „abgelegener“ Flugplatz mit einem Areal größer als Fuhlsbüttel ist ein guter Ort für unterschiedlichste Nachtaktivitäten und Lärmerzeugungen gegen die sich nicht eine ganze Metropolregion wehren wird. Da trösten die vorerst geplanten acht Flugbewegungen pro Tag wenig.

Karin Diestel, Vorsitzende des Vereins Schleswig-Schlei-Quartiere

 

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  Schleiregion erhalten

Nur acht Flüge am Tag - Zivile Nutzung Jagel. Meine Frau und ich haben im April in der Mühle Anna in Rieseby geheiratet. Wir haben in Fleckeby das kleine Häuschen meiner Tante geerbt und richten es langsam her. Da wir die Landschaft an Schlei und Ostsee so schätzen, wollen wir unseren Lebensabend hier verbringen. Deshalb haben wir mit Entsetzen von Plänen zur zivilen Nutzung von Jagel erfahren. Wir sind sicher, dass bei einer zivilen Nutzung von Jagel viele Touristen ausbleiben werden, die gerade wegen der Ruhe und der guten Luft an die Schlei kommen. Wenn Herr Berlau von der Tourisik GmbH glaubt, dass ein Flughafen mit acht Flügen pro Tag ohne Frachtverkehr und ohne Nachtflug wirtschaftlich existieren kann, so träumt er.

Wir wohnen in der Nähe des Flughafens Köln-Bonn und wissen, was für ein Konkurenzkampf zwischen den Flughäfen herrscht. Herr Berlau wäre gut beraten, in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Touristik GmbH gegen die zivile Nutzung von Jagel einzutreten. Oder sollte man hier den „Bock zum Gärtner“ gemacht haben? Bitte erhaltet uns die schöne Schleiregion ohne Zivilflughafen Jagel.

Wolfgang Dunkel und Maria Bommer, Köln

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  Lockmittel

Die Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine Belebung der regionalen Wirtschaft wird von der „Airgate“ als Lockmittel benutzt, um Gemeindevertreter für ihr Vorhaben zu gewinnen. Nur wird dabei mit utopischen Zahlen gearbeitet: 300 000 Passagiere jährlich - wo sollen die herkommen? Bis zu 200 neue Arbeitsplätze - wie und wo sollen die entstehen? Um vier Starts und Landungen werktäglich zu bewältigen, genügt eine Hand voll stundenweise Beschäftigter! Aber bis zu 200 Arbeitsplätze erzeugt natürlich mehr Wirkung. Im übrigen erzeugen Flugpassagiere nur Umweltbelastungen, tragen aber nichts zur Belebung der regionalen Wirtschaft bei.

Davon abgesehen, sind die bisher genannten Zahlen möglicherweise nur der Anfang. Denn die noch zu errichtende Flugabfertigungshalle soll für bis zu 800 000 Passagiere ausgelegt werden. Dies zeigt deutlich, dass die „Airgate“ langfristig mit höheren Zahlen rechnet - also auch mit wesentlich mehr Flugbewegungen, die sich wahrscheinlich auch auf das Wochenende ausdehnen werden, wenn nicht auch auf die Nacht. Auch Frachttransporte sind nicht mit Sicherheit auszuschließen.

Negative Auswirkungen auf die Entwicklung des sanften Tourismus in der Schlei/Ostseeregion sind daher vorhersehbar. Meines Erachtens werden im Fremdenverkehrsgewerbe mehr Arbeitsplätze verloren gehen, als in Jagel je neu entstehen könnten. Wenn es zutrifft, dass in Fahrdorf zurzeit 26 Häuser zum Verkauf stehen, dann wird sich diese Zahl mit Sicherheit noch erhöhen, wenn eine zusätzliche Lärmbelästigung und vermehrte Kerosin-Abgase hinzukommen. Wer will dann in Fahrdorf noch ein Haus kaufen?

Wie die große Mehrheit der Fahrdorfer Gemeindevertreter unter diesen Umständen - rechtlich ohnehin bedeutungslos - das geplante Vorhaben befürworten konnte, ist für mich völlig unverständlich. Nach meiner Einschätzung ist der überwiegende Teil der Fahrdorfer Bevölkerung dagegen und wird die Verschlechterung der Lebensbedingungen nicht wehrlos hinnehmen, sondern den Rechtsweg beschreiten und alle Rechtsmittel ausschöpfen.

Ernst Staben, Fahrdorf

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  Gegen zivile Nutzung des Militärflughafens Jagel

Die Schleswiger Ratsversammlung hatte die Initiatoren der „airgate-sh“ eingeladen. Die Bürgervorsteherin sah keine Notwendigkeit bei ähnlicher Gelegenheit jene zu laden, die z.B. eine konträre Auffassung zur zivilen Nutzung des Flughafens Jagel hegen. Ihrer Ansicht nach ist die Information von nur einer Seite für die Ratsmitglieder ausreichend. Ich hoffe hier wenigstens einige Aspekte der anderen Seite zeigen zu dürfen.

Die künftigen Flughafenbetreiber wollen ja als Mitbenutzer bald vom Nato-Flugplatz Jagel aus abheben. Ihre fünf Argumente (Worthülsen?) klingen so: „Aufwind für die ganze Region“, „Impulsgeber für die Wirtschaft“, „Optimale Anbindung an den Rest der Welt“, „Standortsicherung für 2.000 Soldaten“, „Ausgleich für regionale Strukturschwäche“.

Ihr Sprecher bemüht natürlich viele weitere Behauptungen, will er sich doch allen als Impulsgeber präsentieren. Und wie immer unschlagbar das Argument der Arbeitsplätze: Heute seien etwa 7.000 – 8.000 Arbeitsplätze mit Rostock-Laage – jenen anderen Militär-Flughafen im Osten Deutschlands – verbunden, weil durch zivile Mitnutzung in den letzten 12 Jahren entstanden, angeblich.

Eine Belastung für Schleswig oder die Region wird übrigens nicht spürbar! Und für die vier nur an Werktagen ankommenden und schnellstens wieder wegfliegenden Flugzeuge („die merkt man gar nicht“) will man aus eigener Kraft ohne öffentliche Gelder 55 Millionen Euro bis Ende 2008 investieren, es liegen Absichtsbekundungen einflussreicher Investoren vor, na ja EU-Mittel werde man nicht verschmähen. Da hatte er schon die Voraussetzung, dass solche Gelder nur mit Begleitmitteln aus dem Ländertopf fließen, unterschlagen.

Aber schauen wir uns die konkreten Aspekte einer vom Fluglärm nicht verschonten Region an und widmen uns einmal auch der optischen Präsenz der Riesen der Lüfte am Himmel. Unser Rathausplatz misst zwischen den Bäumen etwa 55 m x 40 m. Und nun, sehen sie die Boeing da stehen? Sie passt grad mal so hinein. Das schwebt bald über unseren Köpfen, halb so groß wie ein Fußballfeld.

Sie brauchen einen besseren Vergleich? Wie wäre es mit dem hier: Wer hat nicht schon mal im Brauhaus auf der Außenterrasse für sich ein kühles Asgaard zapfen lassen. Lassen Sie das Glas einen Augenblick stehen und blicken zum Dom. Ja, das sind gut 480 m bis dahin. 112 m hoch ist unser Dom. Wenn wir eine halb so lange Boeing auf die Schwanzspitze stellen könnten, müssten wir sie doppelt so nah - also bis auf 240 m - an uns heranbringen, damit ihre Länge gerade eben den Dom verdeckt. Jetzt lassen Sie den Dom abheben und projizieren ihn sich über den Kopf. Denn 3% Sinkflug sind in 8 km Entfernung 240 m, so nah wäre uns der Riese, so groß wäre er über uns sichtbar, bzw. über denen, die auf der Freiheit gerade beginnen, einen Traum für Urlauber zu errichten, gleich dahinter geht die Einflugschneise vorbei. Natürlich hört man vom einschwebenden Riesen nur ein Flüstern!

Glauben Sie das?

Berthold Diestel, Schleswig

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Die Gesellschafter der Verkehrskreuz-Schleswig-Jagel-GmbH wollen selbst als Betreibergesellschaft aktiv werden,

 indem eine schrittweise Aufnahme von Charter-Flugbetrieb - je nach Nachfrage - angedacht ist. Da fast die gesamte Infrastruktur auf dem Flughafen Jagel durch die Luftwaffe vorhanden ist, können zivile Maschinen abgefertigt werden, indem pro Flugbewegung an die Luftwaffe Gebühren bezahlt werden sollen. Dadurch verringert sich das finanzielle Risiko der Betreiber und könnte Billigfluglinien - wie z.B. die Ryan-Air anlocken. Mit der Antwort auf die Antragstellung von Anfang Mai hinsichtlich der zivilen Mitbenutzung wird innerhalb der Sommer-Ferienperiode ´03 gerechnet.

So wie jetzt in Lübeck-Blankensee realisiert, könnte es auch in Jagel angedacht sein, um eine zivile Abfertigung ohne riesige Investitionen zu sichern:

 "(...)Die 1500 Quadratmetern große mobile Abflughalle steht direkt vor dem Hauptgebäude auf dem Vorfeld. Als Übergänge dienen drei Container, in denen die Sicherheitsschleusen installiert sind. Der zeltähnliche Bau wird wohl als Provisorium bleiben, bis die neue Abflughalle in Betrieb geht. Geplant ist 2006."(SN, 08.03.2003)

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SN vom 21.09.2006                     Pressemitteilung der GZNJ zum Artikel

Mit der Einstellung des Linienflugverkehrs vom Kieler Flughafen Holtenau Ende Oktober steigen nach Auffassung des CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Börnsen „eindeutig die Chancen eines zivil mitbenutzen Flugplatzes in Schleswig/Jagel.“ Börnsen forderte deshalb die Landesregierung in Kiel auf, zu dem Projekt „jetzt Farbe zu bekennen.“

Alle Gutachten bestätigten, dass Schleswig-Holstein einen zentralen Regionalflughafen brauche, erklärte Börnsen in einer in Kiel verbreiteten Mitteilung. „Schleswig/Jagel wäre dafür eine echte Trumpfkarte.“ ... gut erreichbar von der Landeshauptstadt und liege in direkter Nähe zur Autobahn.

Börnsen verwies darauf, dass Schleswig/Jagel von der Bundeswehr für die zivile Mitbenutzung freigegeben sei.

Zudem stünden Investoren als Betreiber bereit. Sowohl der Kreistag Schleswig-Flensburg wie auch alle Umlandgemeinden stehen dem Flughafenprojekt Flughafenprojekt positiv gegenüber.(...)

(...) Mit der Airgate SH stehe ein Betreiber in den Startlöchern, der in Schleswig/Jagel einen zentralen Regionalflughafen für Schleswig-Holstein „völlig ohne Zuschüsse des Landes realisieren will,“ sagte Börnsen.

Jagel habe damit die Voraussetzungen, „zum Flughafen des Nordens und zum Wachstumsmotor für die gesamte Region zu werden.“ Hierzu müsse das Land nach Auffassung des Abgeordneten stärker als bisher politisch beitragen.(...)

 

Pressemitteilung der GZNJ zum Artikel

 

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...CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen ... Gerade jetzt, nachdem für Holtenau keine Chance mehr für den Charterverkehr festgestellt wird, sind die Voraussetzungen für Flüge dieser Art am Standort Schleswig-Kropp ideal.

...Dadurch, dass die Umlandgemeinden und Ämter bereits ihre Zustimmung gegeben hätten, würde ein mögliches jahrelang andauerndes Streitverfahren wie in Kiel ausgeschlossen.

Es sei jetzt an der Landesregierung... für die Ausbau-Genehmigung baldmöglichst zu sorgen. Auch Hamburg sei aufgefordert, stärker den Norden in den Blick zu nehmen. ....die Abfertigungs- und Gebäudekapazität von Fuhlsbüttel bereits in zehn Jahren ihre Grenze erreicht...sinnvoll, die Airgate-Initiative in Jagel umgehend fördernd mit aufzugreifen ... Jagel wäre ein passender Partner für eine Kooperation von Hamburg und Schleswig-Holstein. (SN 03.01.2006)

 

Ziviler Flugbetrieb in Jagel als Trost ?

"Kiel/Jagel (Christian Hauck) - Vor dem Hintergrund der Hiobsbotschaften für den Fliegerhorst Eggebek haben Politiker von CDU und Grünen in Schleswig-Holstein ein Umdenken in der Luftfahrtpolitik des Landes gefordert. Der Tenor: Die Pläne für den kostspieligen Ausbau des Flughafens Kiel-Holtenau sollten eingestellt und stattdessen der Militärflughafen Schleswig-Jagel zivil mitgenutzt werden. (...).
"Eine erneute Prüfung der Alternative Jagel macht jetzt Sinn", sagte Grünen-Fraktionschef Karl-Martin Hentschel unter Hinweis auf die rückläufigen Passagierzahlen in Kiel. Im Unterschied zu Holtenau wäre in Jagel auch touristischer Flugbetrieb möglich. (...)
In das gleiche Horn stößt der Schleswiger CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen. Schleswig-Holstein brauche einen zentral gelegenen Landesflughafen und keinen Flughafen nur für die Landeshauptstadt, sagt Börnsen, der auch Mitglied im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Bundestages ist. Von seiner Fläche her sei Jagel einer der größten *** Flughäfen Westeuropas, der genug räumlich Reserven für zivilen Betrieb biete. "Durch die gute Autobahn- und Bahnanbindung bietet sich die Chance, hier einen Entlastungsflughafen für Fuhlsbüttel zu entwickeln", meint Börnsen und denkt an Luftfracht und Charterverkehr.(...)" (SN, Donnerstag, 22.05.´03)

(...) Fest steht wiederum auch: Über die in diesem Sommer in Betrieb genommenen baulichen Erweiterungen hinaus kann Fuhlsbüttel nicht wachsen. Wann der Airport an seine Grenzen stößt, wird deshalb allein das Wachstum im Luftverkehr aufzeigen. Und das liegt nicht nur angesichts des gegenwärtigen Booms der Billigflieger weit über den Erwartungen, die den jetzt abgeschlossenen Ausbauplanungen zu Grunde lagen.(...) Und in Jagel hat erst vor wenigen Tagen das Investorenkonsortium Airgate SH GmbH & Co. KG einen Vorvertrag mit der Wehrbereichsverwaltung über eine zivile Mitnutzung geschlossen. Geplant sind Charter- sowie Geschäftsflüge "mit Beifrachtmöglichkeit" für anfangs bis zu 300000 Passagiere. Die dafür erforderlichen 55 Millionen Euro will "Jagel Airport" ausschließlich privat aufbringen. Der Erfolg des dänischen Billund lässt grüßen.(...) (KN, 27.10.´05)

 

***Schleswig. Ungeachtet des allgemeinen Truppenabbaus wächst beim Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" in Jagel und Kropp die Beschäftigtenzahl in den nächsten Monaten um mehr als 300. 
Durch eine zusätzliche Objektschutzgruppe werde der Standort in den nächsten drei Jahren gestärkt, berichtete der Kommandeur der Fliegenden Gruppe, Oberstleutnant Stefan Scheibl.
Zurzeit sind auf dem Fliegerhorst und in der dazu gehörenden Kai-Uwe-von-Hassel-Kaserne 1735 Menschen tätig. 
Scheibl kündigte an, dass für die Verbesserung der Infrastruktur des Stützpunktes bis Ende 2004 rund 61 Millionen Mark investiert werden.
Der 1916 gegründete Flugplatz Jagel gehört mit 560 Hektar sowie 140 Hektar Kasernenanlage zu den grössten Militärflugplätzen Europas. 
Bis 1992 nutzten die Marineflieger den Stützpunkt. 
Seit 1993 ist die Luftwaffe mit dem Aufklärungsgeschwader und rund 40 Tornadomaschinen stationiert. 
Im Jahresdurchschnitt verzeichnet Jagel rund 17.000 Starts und Landungen. 
(lno)(Flensborg-Avis, 26.03.2001)

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Aufwind für Airport-Pläne

"Sie wollen für den Landesteil Schleswig eine historische Chance ergreifen, die Gesellschafter der noch jungen Verkehrskreuz-Schleswig-Jagel GmbH. Vier Schleswiger Geschäftsleute haben sich vorgenommen, die alte Idee von der zivilen Mitbenutzung des riesigen Militärflughafens Schleswig/Jagel zu neuem Leben und endlich auch zur Umsetzung zu verhelfen."(Schleswiger Nachrichten, Freitag, den 16.05.´03)

"(...) wäre Jagel....der geeignetere Flugplatz...weitaus weniger Beschränkungen. Kiel wird nie eine Plattform für größere Maschinen oder gar einen Luftfrachtverkehr sein können...Seit wenigen Tagen ist der Antrag auf zivile Mitbenutzung Jagels bei der Wehrbereichsverwaltung gestellt."(Schleswiger Nachrichten, Freitag, den 16.05.´03

 

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Bei einem Besuch Eggebeks im Februar wurde hervorgehoben, dass die zivile Nutzung von Militärflughäfen sehr gut funktionieren kann, wofür der Flugplatz in Hahn ein gutes Beispiel sei! (Flensborg-Avis, 27.02.´03)

Dann schaut euch doch bitte an, wie gut das in Hahn funktioniert:

http://www.fluglaerm.de/hahn/laerm_titel.html

http://www.fluglaerm.de/hahn/fluggesellschaften_titel.html

http://www.gruene-rh.de/Kreispolitik/Flugplatz%20HahnInt.pdf

 

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 Jetzt geht´s wieder los!   

Diesmal hat sich die CDU-Mittelstandsvereinigung zusammen mit Caroline Schwarz und Arne Hansen für die zivile Nutzung Jagels ausgesprochen, da es ja mit Holtenau erwartungsgemäß(*klick hier) nicht  richtig vorankommt und Jagel so gute Vorzüge haben soll! "Arne Hansen strebt die Gründung einer GmbH zur professionellen Fortführung der Pläne für eine zivile Nutzung des Jageler Flughafens an." SN 19.09.02 

(...) "Ein weiterer Pluspunkt für den Standort Jagel sei die Möglichkeit einer Nutzung des Flughafens für Charterflüge auf Grund der deutlich längeren Startbahnen. In Kiel könnten auch nach einer Startbahnverlängerung von derzeit 1500 auf 1800 Meter keine Großraumflugzeuge starten und landen." (...) SN,19.09.02

 

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2002 sah es so aus:

Das Kabinett hat sich am 26.03.2002 für die große Ausbaulösung in Kiel-Holtenau entschieden. Somit kann für die unmittelbare Zukunft Entwarnung für Jagel gegeben werden. 

Allerdings muss erst abgewartet werden, ob die Politik ihr Vorhaben wie geplant durchsetzen kann, da mit Protesten und Rechtsverfahren gegen den Ausbau zu rechnen ist. Bleiben wir auf dem Laufenden und.....                                   

...hoffen wir, dass sich das Folgende in einigen Jahren nicht bewahrheitet:

>>>>>>"(...)Zum Wahlergebnis selbst sagte Hermann Schneider, dass Caroline Schwarz' Ausscheiden sehr bedauerlich sei, "denn sie hätte in Schleswig viel in Gang gebracht". Das Thema der zivilen Mitnutzung in Jagel sei noch lange nicht vom Tisch, sagte Schneider, denn der Ausbau in Kiel-Holtenau werde am Widerstand der Bevölkerung dort scheitern, und dann gehe es um Jagel oder Hohn.(...)" (Schleswiger Nachrichten, 11.9.01)<<<<<< 

Werft bitte auch ein Auge auf die "Kieler BI": http://www.fluglaerm.de/Kiel

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>>>2001 war trotz allem viel erreicht worden: 

Folgende Personen des öffentlichen Lebens bzw. politische Gremien haben sich gegen eine zivile Nutzung Jagels neben der militärischen ausgesprochen:

-- Kreistag Schleswig-Flensburg mit breiter Mehrheit aller Fraktionen (allerdings mit dem zweifelhaften Zusatz, nicht als Antragsteller für die zivile Nutzung Jagels zur Verfügung zu stehen, einem finanzstarken Investor würde man wahrscheinlich Tür und Tor öffnen)

-- SSW-Landtagsgruppe

-- Landratskandidaten:  Ingo Degner, Rainer Wittek

-- Damalige Bürgermeisterkandidaten der Stadt Schleswig: Thorsten Dahl, Klaus Mangold

-- Landrat Jörg-Dietrich Kamischke hatte sein "Vorpreschen" bedauert             

3500 gezählte Unterschriften! Sammelt weiter!

Ladet euch das Unterschriften-Formular herunter und sammelt selbst in eurer Nachbarschaft und bei Freunden! 

(Sendet die Listen an die genannte Kontakt-Adresse!)

 

               Impressum:

 

               GZNJ e.V.

               Hafengang 36

               24837 Schleswig

               Tel.: 04621-98094

               Fax:  04621-98095

               E-Mail: info@gznj.de

 

Konto: GZNJ

Kto. Nr. 282880

BLZ 21661719

VR Bank Flensburg-Schleswig eG

                    disclaimer

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